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Blu-ray-Besprechung - Cold Prey 2 - Resurrection
Story:
Jannicke (Ingrid Bolsø Berdal) ist die einzige Überlebende eines Massakers in einem alten Berghotel. Sie wird von einem Polizisten gefunden und ins Krankenhaus gebracht. In der Klinik ist allerdings nur noch eine Notbesetzung für die wenig verbliebenen Patienten anwesend, da diese sehr bald geschlossen wird. Während Jannicke sich von ihrem Schrecken erholt, bergen die Polizisten die Leichen ihrer ermordeten Freunde und die des Killers. Doch in dem Täter steckt noch ein Funken Leben und ein Arzt schaffen es, ihn einigermaßen zu stabilisieren. Ein fatale Entscheidung, denn der Massenmörder zeigt wenig Dankbarkeit und macht recht schnell da weiter, wo er im alten Berghotel aufgehört hat.
Meinung zum Film:
„Cold Prey 2 – Resurrection“ ist die Fortsetzung des auch über die norwegischen Landesgrenzen bekannt gewordenen Slashers „Cold Prey - Eiskalter Tod“. Während Drehbuchautor Thomas Moldestad wieder zusammen mit Roar Uthaug das Drehbuch verfasste, nahm letzt genannter den Regiestuhl für das Sequel nicht mehr ein und überließ diesen Newcomer Mats Stenbers. Dieser hatte aber offenbar das Original eingehend studiert, vor allem was die Atmosphäre anbetrifft. Denn auch wenn der Film diesmal in einem (relativ) verlassenen Krankenhaus spielt, kommt die kalte Abgeschiedenheit rund um das lang geschlossene Berghotel aus dem Vorgänger auch hier wieder wunderbar zum Tragen. Auch diesmal nimmt die Kameraarbeit wieder eine tragende Rolle bei der Erzeugung der Stimmung im Film ein. Immer wieder gibt es interessante Blickwinkel, Schwenks und Fahrten zu erleben, die zusammen mit dem Schnitt für eine sehr spannungsgeladene Optik sorgen.
Die Story des Films gibt sich allerdings eindeutig weniger Mühe hinsichtlich seines künstlerischen Anspruchs. Im Grunde reduziert sich der Film erneut auf die Jagd des Killers nach seinen Opfern und Jannickes Auflehnen gegen den Tod. Abgesehen von ihr sind diesmal nur die üblichen Stereotypen ohne große Identifikationswirkung im Film enthalten, die nicht mehr als die Schlachtplatte für den in Strickklamotten verpackten Schlachter darstellen. Es gibt zwar den ein oder anderen knappen Hintergrund zu Einzelnen zu vernehmen, was aber nicht zu mehr als zur reinen Überbrückung des Filmeinstiegs dient. Aber egal, denn dem reanimierende Arzt bleibt nicht allzu viel Zeit, die Einhaltung des hippokratischen Eids zu bereuen und es dauert dann auch nicht allzu lange, bis die restlichen im Krankenhaus noch verweilenden Menschen ihre Berührungspunkte mit dem Killer haben. Nebenher wird zwar der Faden um die tragischen Familienereignisse im alten Berghotel aus dem ersten Teil aufgegriffen, doch zu viel mehr als den üblichen Slasher-Erklärungen reicht es auch hierbei nicht.
Doch wenn es sich um einen Film aus der „Freitag, der 13.“- oder der „Halloween“-Reihe handelt, oder wie im vorliegenden Fall eben um „Cold Prey 2“ , das Ziel dieser Film ist es dem Zuschauer einen Gruselschauer über den Rücken laufen zu lassen und dies schafft Regisseur Mats Stenbers mit seinem Debütfilm allemal. Nachdem der Film zu Beginn noch eher ruhig seinen Lauf nimmt, zieht er die Spannungskurve mit der Reanimation des Killers immer weiter an. Blutige Effekte sind ab dann ebenfalls zu sehen, allerdings halten diese sich durchaus im Rahmen und überschreiten nie die Grenzen des guten Geschmacks, wie es manch andere Genre-Vertreter unlängst zur Kunst erklärt zu haben scheinen. Auf dem Höhepunkt der Spannung geht es im Finale dann noch einmal zurück zum alten Berghotel, wo es zum großen Showdown kommt. Als Zuschauer wird man sich bis dahin sicherlich gut unterhalten fühlen und attestiert dem Team hinter „Cold Prey 2“ eine äußerst gelungene Fortsetzung geschaffen zu haben, die dem Original in Sachen Spannung in nichts nachsteht.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen sehr guten Eindruck und bietet eine wunderbare Tiefenschärfe kombiniert mit fein gezeichneten Details. Farbe und Kontrast wurden ebenfalls bestens abgestimmt. Für eine vergleichsweise kleine Produktion aus Norwegen, ist das Ergebnis als großartig zu bezeichnen. Auch der deutsche Ton im DTS HD Master Audio 7.1 Format hält sich in Sachen Qualität nicht zurück. Eine sehr gute Dialogverständlichkeit kommt zusammen mit gut platzierten und wuchtigen Effekten aus den Lautsprechern.
Parallel zum Film gibt es einen Audiokommentar mit Mats Stenberg in englischer Sprache, allerdings ohne Untertitel. Von daher werden die durchaus recht interessanten Informationen und Meinungen des Regisseurs den englischsprachigen Fans vorenthalten bleiben. Unter den Extras befindet sich ein rund 15-minütiges Making Of, das allerdings nicht sonderlich interessant ausgefallen ist und meist nur kurze Aussagen rund um die Proben direkt vorm Dreh der Szene zeigt. Die rund 3 Minuten Outtakes machen da schon deutlich mehr Spaß. Die 5 Minuten nicht verwendeter Szenen setzen sich einzig aus Dialogen zusammen. Abschließend gibt es noch 2 Minuten über die Special Effects, die sich mit den verschiedenen CGI- und Effektaufnahmen auseinander setzt. Außerdem gibt es noch den Trailer zum Film auf der Blu-ray zu finden.
Fazit:
„Cold Prey 2 – Resurrection“ ist eine gelungene Fortsetzung, die wieder frischen Nordwind in das Slasher-Genre pusten kann, ohne dabei das Rad neu zu erfinden. Horror-Freunde werden bei dem Film genau das finden, was sie bei vergleichbaren Genre-Produktionen zu lieben gelernt haben. Wer hier zugreift kann nicht viel falsch machen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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89:49 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch DTS-HD Master Audio 7.1 | Norwegisch DTS-HD Master Audio 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar mit Regisseur Mats Stenberg
- Making Of
- Outtakes
- Deleted Scenes
- Special Effects
- Trailer
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Cold Prey 2 - Resurrection
Fritt vilt II
Ein spannender Slasher mit dem Prädikat "Cool by nature"
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Norwegen, 2008 Regie: Mats Stenberg, Martin Sundland, Roar Uthaug Drehbuch: Thomas Moldestad Darsteller: Ingrid Bolsø Berdal, Marthe Snorresdotter Rovik, Kim Wifladt, Johanna Mørck, Fridtjov Såheim, Per Schaaning, Andreas Cappelen, Mats Eldøen, Vetle Qvenild Werring, Mads Sjøgård Pettersen, Robert Follin
Label :
Sunfilm Entertainment
Verleihstart : 08.01.2010 Verkaufsstart : 05.02.2010
Vertrieb :
Rainbow Home Entertainment AG Verleihstart : 08.01.2010 Verkaufsstart : 05.02.2010
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