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Das TodesspielEine ganz heiße NummerDas Haus der Geheimnisse

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DVD-Besprechung - Not forgotten

Story:
Jack Bishop (Simon Baker) lebt ein ruhiges Familienleben mit seiner Frau Amaya (Paz Vega) und seiner Tochter Toby (Chloe Moretz) in einer kleinen US-Stadt an der texanisch-mexikanischen Grenze. Als Toby eines Tages spurlos verschwindet, wird Jack an ein Leben erinnert, das er weit hinter sich gelassen hat, während Amaya beginnt, alte mexikanische Riten zu bemühen, um den Aufenthaltsort des Mädchens herauszufinden. Doch mit der Suche nach dem vermutlich entführten Teenager wird immer mehr in der Vergangenheit gegraben, was gut gehütete Geheimnisse ans Tageslicht bringt.

Meinung zum Film:
„Not forgotten“ ist erst der zweite Film von Regisseur Dror Soref, dessen Erstlingswerk beachtliche 16 Jahren zuvor entstand. Umso erstaunlicher dürfte es sein, dass er mit Simon Baker („Sex and Death 101“) einen mittlerweile doch recht bekannten Darsteller für die Hauptrolle gewinnen konnte. Denn während dieser im Kino bislang zwar kaum entscheidend in Erscheinung treten konnte, hat er sich in der Rolle des Patrick Jane in der TV Serie „The Mentalist“ schon längst in die Herzen vieler Krimifreunde spielen können. Auch Paz Vega („Spanglish“), die den weiblichen Hauptpart übernahm, ist alles andere als eine Unbekannte auf der Leinwand. Selbst die Rolle von Tochter Toby konnte mit Chloe Moretz („(500) Days of Summer“) relativ prominent besetzt werden können.  

Vielleicht war es der durchaus interessant klingende Plot des Films, der die Darstellerriege zur Mitarbeit bewegen konnte. Der Autor der Inhaltsangabe auf der Rückseite des Covers der DVD schien jedenfalls grenzenlos begeistert zu sein darüber und gab seiner Faszination dadurch Ausdruck, dass er fast jede Überraschung des Films vorwegnimmt und dem Zuschauer dadurch eine ganze Menge Spaß beim Zusehen raubt. Aus diesem Grund kann an dieser Stelle nur eindringlich davon abgeraten werden, sich den Text auf der Cover-Rückseite durchzulesen! Lediglich die letzte Wendung zum Schluss lässt der Coverautor dem Zuschauer noch über, doch genau hier lässt es der Regisseur dann am notwendigen Fingerspitzengefühl fehlen. Denn schon sehr früh im Film wird alles andere als subtil verdeutlicht, worauf das ganze am Ende wahrscheinlich drauf hinlaufen wird. So dürfte der Ausgang kaum jemanden mehr überraschen.

Doch selbst wenn die Überraschungen dank fehlendem Feingefühl bei Coverautor und Regisseur verdorben wurden, kann der Film teilweise doch ganz nett unterhalten. Zu Beginn dauert es aber erst einmal eine gute halbe Stunde, bevor er es mit der Spannung so richtig losgeht. Der Film wirkt in dieser Hälfte ein wenig wie ein Familiendrama mit sehr gemächlichem Tempo. Sehr träge wird vom ruhigen Leben in der amerikanischen Grenzstadt erzählt und vom ersten Vermissen des Nachwuchs. Von dort geht es dann über in einen versöhnenden Thrillerteil des Films, der für die nächste rund halbe Stunde vorherrscht. Zum Ende gibt es dann einen Simon Baker, der wie die Wiedergeburt des rotsehenden Charles Bronson loslegen darf, bevor das ganze dann im „überraschenden“ Finale endet. Allerdings darf auch nicht verschwiegen werden, dass die Story einige offene Baustellen hinterlässt. Vor allem die Ermittlungsbehörden erscheinen relativ planlos eingesetzt und das Ende hinterlässt auch einiges Stirnrunzeln und dürfte auf Grund der vorangegangenen Filmjahre alles andere als glaubhaft erscheinen. Wer aber in der Lage ist, über diese erzählerischen Baustellen hinwegzusehen, dürfte auf kleiner Thriller-Flamme durchaus anspruchslose Unterhaltung finden.

Digitale Aufarbeitung:
Für eine kleinere Thriller-Produktion macht das Bild einen durchschnittlich ordentlichen Eindruck. Feines Rauschen ist zwar durchweg zu erkennen und wird durch den wahrscheinlich gewollt tiefen Kontrast teils in den Vordergrund gerückt, was aber kaum stört. Der deutsche Ton liegt in Dolby Digital 5.1 vor. Abgesehen von wenigen, auf die hinteren Boxen gesetzte Effekte findet er als breite Stereofront auf den vorderen Lautsprechern statt, ist dabei aber stets gut zu verstehen.

Als Extra gibt es lediglich den Trailer zum Film.

Fazit:
„Not forgotten“ ist ein Independent-Thriller, der durchaus seinen Reiz und spannende Momente hat. Während man gegen das Ungeschick des Regisseurs, das Ende schon sehr früh durch seine Bilder vorwegzunehmen, nichts unternehmen kann, kann man die schlampige Spoilerei des Covertext-Autors durch nicht lesen des Textes zum Glück umgehen und sich so einen Teil der Überraschungen vorbehalten. Für Thrillerfans mit ganz kleinen Ansprüchen ist der Film zum einmaligen Sehen dadurch durchaus okay.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
2,35:1
2,35:1
88:26 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Trailer
Not forgotten - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Not forgotten
Not forgotten

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Ganz sicher kein Thriller-Hightlight, aber mit Abstrichen durchaus ansehbar


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2009
Regie:
Dror Soref
Drehbuch:
Dror Soref, Tomás Romero
Darsteller:
Simon Baker, Paz Vega, Daniel Escobar, Michael DeLorenzom, Chloe Moretz, Lorri Oliver, Julia Vera, Mark Rolston, Gedde Watanabe, Benito Martinez, Claire Forlani

Label Deutschland :
EuroVideo
Verkaufsstart Deutschland :
28.02.2010