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DVD-Besprechung - Infiziert

Story:
Ein Mitarbeiter der Stadt Boston wendet sich an den Journalisten Ben (Gil Bellows) da er glaubt, von Aliens infiziert worden zu sein. Als Beweis übergibt er ihm eine Blutprobe, die seine Vermutung erhärten soll und kurz danach wird er von der Polizei erschossen. Zusammen mit seiner Ex-Freundin Lisa (Maxim Roy), die ebenfalls als Journalistin arbeitet, lässt er das Blut überprüfen und tatsächlich finden sich darin Aminosäuren, die es auf der Erde nicht gibt. Es gibt sie also tatsächlich und sie versuchen heimlich die Menschheit zu übernehmen.

Meinung zum Film:
„Infiziert“ wurde als Fernsehproduktion ins Leben gerufen und wärmt eine bekannte Alien-Film-Variante leidlich auf. Aliens sind unter uns und versuchen die Herrschaft über die Menschen zu erlangen. Dieses soll durch stete Unterwanderung geschehen, wobei vorrangig Menschen in entscheidenden Positionen als allererstes ausgetauscht werden. Die Aliens selbst sind eine Mischung aus Käfer und Larve und stecken in einem Hautanzug, ganz so wie der gute Edgar in „Men In Black“, nur ein wenig passender. Wie so eine Idee spannend umgesetzt werden kann, zeigen Filme wie „Dich kriegen wir auch noch“ oder „Sie leben!“. „Infiziert“ ist zwar von den Bildern her gut eingefangen, doch die Story ist langweilig und teilweise unbeabsichtigt komisch.

Isabella Rossellini („Wild at Heart“) wirkt absolut albern, wenn sie mit Insektenscheren, die aus ihrem Bauch ragen, die beiden Protagonisten festhält. Diese Extremitäten wirken so künstlich wie der Busen von Dolly Buster. Bruce Dinsmore („Waking The Dead“) überzieht seinen Part als Ober-Alien Peter Whitefield und wirkt vorrangig unglaubwürdig. Hier hätte Regisseur Adam Weissman („Vampire High“) eingreifen und bremsen müssen. Der alte Haudegen Judd Nelson („Airheads“) ist hinter seinem Bart kaum zu erkennen und nur sein trüber Dackelblick lässt erahnen, dass es sich um ein Mitglied des berühmtes „Breakfast Club“ handelt. Er spielt eine Alien-Aktivisten, der verhindern will, dass seine Rasse die Erde übernimmt und die Menschheit ausrottet.  

Für einen Aktivisten wirkt er allerdings reichlich desillusioniert und kann leider nicht überzeugen. Er hat aber eine handvoll guter Dialoge, die sich vor allem auf die überlegene Technik der Außerirdischen beziehen. Gil Bellows („Judas Kiss“) spielt den Reporter Ben und macht sich nicht schlecht. An seiner Seite agiert Maxim Roy („Dead Awake“) als Lisa ebenfalls gut und die beiden geben ein gutes Paar ab. Freilich können sie das gesamte Werk nicht mehr retten, doch ihre ordentliche Leistung macht es etwas anschaubarer. Der Film ist nicht ganz schlecht, aber der x’te Aufguss einer verschwörerischen Alieninvasion ist einfach zu harmlos, trotz einiger bekannter Namen.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist weitgehend o.k. und zeigt eine angenehme Farbtemperatur. Der Kontrast ist in Ordnung und die Bildschärfe auch, doch in einigen Szenen ist ein deutliches Rauschen zu erkennen. Der Sound ist eher durchschnittlich und fällt vor allem durch satte Tiefen auf.

Extras sind nicht vorhanden.

Fazit:
„Infiziert“ versucht mit der bekannten Geschichte über eine geheime Invasion von Außerirdischen zu punkten. Leider tragen weder die Story noch die unfreiwillige Komik dazu bei, den Zuschauer von dieser Unterhaltungsabsicht zu überzeugen. Die technische Umsetzung ist durchschnittlich und geht somit in Ordnung.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,78:1
1,78:1
90:02 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 1.0
Dolby Digital 1.0
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • -
Infiziert - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Infiziert
Infected

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Schwache Invasion aus dem All


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Kanada, 2008
Regie:
Adam Weissmann
Drehbuch:
Joshua Hale Fialkov, Christian Ford
Darsteller:
Gil Bellows, Maxim Roy, Judd Nelson, Glenda Braganza, Isabella Rossellini

Label Deutschland :
EuroVideo
Verkaufsstart Deutschland :
18.02.2010