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Blu-ray-Besprechung - Ca$h
Story:
Als Sam Phelan (Chris Hemsworth) ein Koffer mit rund 550.000 US$ auf die Motorhaube fällt, ist dies für den alles andere als finanziell auf Rosen Gebetteten ein willkommener Geldsegen, von dem er und seine Frau Leslie (Victoria Profeta) sich ein besseres Leben versprechen. Doch das Geld stammt aus einem Raub und Pyke Kubic (Sean Bean), der Zwillingsbruder von einem der mittlerweile inhaftierten Diebe, setzt alles daran um den Finder des Koffers ausfindig zu machen. Es dauert nicht lange, bis er auf die Spur des Geldes kommt und den Phelans einen Besuch abstattet mit dem Ziel, sein Geld zurückzuerhalten.
Meinung zum Film:
„Ca$h“ von Regisseur und Drehbuchautor Stephen Milburn Anderson („Dead Men Can't Dance“) ist ein netter kleiner Ganovenfilm, der das im Fokus stehende Ehepaar mit einem Schlag ins finanzielle Paradies und dann gleich im nächsten Zug direkt in Dantes Vorhof der Hölle schickt. Allerdings dauert es zu Beginn ein wenig, bis die Geschichte so recht in die Gänge kommt. Die Einleitung der Charaktere geschieht recht langatmig und in den ersten Minuten lässt der Film jedwedes Tempo vermissen. Die etwas zu lang geratene Einleitung sollte man als Zuschauer aber geduldig über sich ergehen lassen, denn gleich anschließend nimmt „Ca$h“ immer mehr an Fahrt auf und versteht es dabei immer besser zu unterhalten.
Das Tempo beginnt sich langsam zu steigern, während Pyke versucht über die Anmeldung von Neuwagen, die Bar bezahlt wurden auf die Spur der Finder zu kommen, während Sam und Leslie erst einmal ein wenig des Dolce Vita, das sie sich von dem Millionenfund nun endlich leisten können genießen. Doch als Pyke sie ausfindig macht ist es schlagartig vorbei mit dem süßen Leben und es wird ausgerechnet, wie viel vom Geld bereits ausgegeben wurde. Unterm Strich ergibt sich dabei eine Fehlsumme von 78.290 US$, auf die Kubic auf keinen Fall verzichten möchte. War der Gauner zuvor zwar bestimmend, aber durchaus freundlich, beginnt er auf das Thema mit dem fehlenden Geld kommend, eine andere Seite an sich zu zeigen. Denn nur solange alles nach seinen Regeln verläuft, ist er ein besonnener Mensch, der nett und galant zu seinen Mitmenschen ist. Doch bereits bei der kleinsten Unstimmigkeit ändert sich dies schlagartig und er wird zum brutalen Schläger, der selbst für wenige Dollar, die ihm ein Hotelmanager als Rückzahlung verweigert, seinem Gegenüber die Nase bricht.
Sean Bean („Der Herr der Ringe“) hinterlässt einen sehr guten Eindruck mit seinem Auftritt als berechnender Ganove. Mit seiner kühlen, egozentrischen, aber meist auch kontrollierten Art beherrscht er den Film und wird schnell zum zentralen Dreh- und Angelpunkt, mit dem das Gelingen des Films steht oder fällt. Wenn er beginnt die Phelans zu zwingen, das fehlende Geld durch verschiedene kleinere und größere Räubereien einzutreiben, läuft Sean Bean zur Höchstform auf. Wie ein stolzer Lehrmeister führt er seine immer mehr begeisterten Lehrlinge zu immer neuen Straftaten an, die dabei immer mehr Spaß an den Raubzügen zu finden scheinen. Kofferfinder Chris Hemsworth („A Perfect Getaway“) bleibt den Film über weitgehend blass, während Victoria Profeta („Push“) in der Rolle seiner Frau durchaus einen guten Eindruck hinterlassen kann. Ein wenig blass wirkt auch die Geschichte zwischendurch immer mal wieder und leidet ab und auch an ein wenig an Tempoarmut. Doch generell bietet „Ca$h“ kurzweilige Unterhaltung, vor allem für Freunde von sympathischen Ganovenfilmen. Mit seinen rund 110 Minuten ist er lediglich vielleicht 20 Minuten zu lang ausgefallen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht hinsichtlich der Schärfe und der Detailvielfalt einen sehr guten Eindruck. Selbst feinere Details sind gut zu erkennen und werden nur gelegentlich von feinem Rauschen begleitet. Farben, Helligkeit und Kontrast sind gut abgestimmt und bieten stets einen guten Durchblick. Gelegentlich überwiegen Gelbtöne das Bild, was aber nicht weiter stört und den Eindruck von sommerlicher Wärme vermittelt. Der deutsche Ton in DTS-HD Master Audio 5.1 ist gut verständlich, sorgt auf den hinteren Lautsprechern aber in erster Linie durch den Soundtrack für Stimmung.
Bei den Extras gibt es außer dem Trailer nichts zu finden.
Fazit:
„Ca$h“ ist ein netter Ganovenfilm, der zu Beginn aber ein wenig Startschwierigkeiten hat und mit seinen rund 110 Minuten auch ein bisschen zu lang geraten ist. Insgesamt sorgt er aber für gute Unterhaltung, die vor allem durch einen spielfreudigen Sean Bean zu überzeugen weiß.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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107:47 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 | Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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Ca$h
Ca$h
Ein guter Ganovenfilm, der allerdings ein wenig zu lang ausgefallen ist
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2010 Regie: Stephen Milburn Anderson Drehbuch: Stephen Milburn Anderson Darsteller: Sean Bean, Chris Hemsworth, Victoria Profeta
Label :
Ascot Elite
Verkaufsstart : 18.03.2010
Vertrieb :
Ascot Elite Switzerland
Verkaufsstart : 18.03.2010
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