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DVD-Besprechung - All In Pokerface
Story:
Alicia „Ace“ Anderson (Dominique Swain) wächst mit ihrem pokerspielenden Vater Seal (Michael Madsen) auf, von dem sie viel über das Spiel lernt. Eines Tages verstirbt er jedoch bei einem Unfall und Alicia gibt das Pokerspiel aus Trauer auf. Als Studentin jedoch wird sie von Freunden überredet, im Casino um Geld zu spielen und dieses dann darauf zu verwenden, beim „All In“-Turnier groß abzuräumen. Jedoch erwartet sie dort eine Überraschung.
Meinung zum Film:
„All In – Pokerface“ sollte nicht verwechselt werden mit dem ungleich besseren „All In – Alles oder nichts“, ebenfalls aus dem Hause Koch Media. Interessant ist, dass, während bei „Alles oder Nichts“ mehrmals der Pokeranbieter „Pokerstars“ gezeigt wird, beim vorliegenden „All In“ nun die Seite „Partypoker“ mehr oder weniger schamlos beworben wird. Und dies nicht nur im Film selbst, sondern auch unmittelbar vor Beginn, wenn nämlich Werbung für eine Webseite gemacht wird, bei der man sich einen Bargeldbonus bei Partypoker abholen kann. Bei „Pokerface“ wird also mehr als deutlich, dass hinter dem ganzen Film ein Online-Anbieter als Geldgeber auftritt.
Daher ist es ganz klar, dass man in diesem Film alles, nur keine kritische Auseinandersetzung mit dem professionellen Pokerspiel erwarten kann wie in Klassikern wie „Cincinatti Kid“, sondern dass das Spiel um Geld als (fast) durchgehend gut und positiv dargestellt wird. Der Film erzählt die Geschichte von Alicia Anderson, die als schon als Kind durch ihren Vater Seal (Michael Madsen, „Kill Bill“) erste Erfahrungen mit dem Pokern gemacht hat und als College-Studentin nun das große Geld verdienen kann. Sie begibt sich mit einer handvoll Freunden nach Las Vegas und gewinnt dort an Cash-Game-Tischen eine Stange Geld, indem sie so tut, als hätte sie von dem Spiel keine Ahnung. Was besonders pfiffig aussehen soll, kann beim Zuschauen jedoch nur Kopfschütteln auslösen, weil wohl kein ernsthafter Mitspieler auf diesen billigen Trick reinfallen dürfte. Des Weiteren nerven die pseudointelligenten Analyse-Gespräche der Twens, die mit zig Begriffen aus dem Pokerjargon angereichert sind und die wohl nur dazu da sind, die wissenschaftlichen Aspekte des „Texas Hold Em“-Poker zu betonen. Nur leider verstehen die Pokeranfänger kein einziges Wort, und die, die sich auskennen, finden die Dialoge aufgesetzt und in ihrer Bemühtheit teilweise unfreiwillig komisch.
Überhaupt sind Alicias Freunde in ihrem Bemühen, mittels Laptop und Videoaufzeichnung die Gegner zu analysieren nur dazu geeignet, den Zuschauer zum Kopfschütteln einzuladen. Wenn die Crew beispielsweise herausfindet, dass ein bestimmter Gegner auf die Zehntelsekunde(!) genau beim Bluffen 8 Sekunden und bei einer guten Hand genau 4 Sekunden zum Setzen braucht, liegt nicht nur der ambitionierte Hobbyspieler vor Lachen auf dem Boden. Die Krönung ist dann das abschließende Turnier, bei dem auf zufällige Weise die Einzelerzählstränge des Films auf wundersame Weise zusammenfinden – hier möchte man den Drehbuchautor zur Strafe am liebsten unbekleidet durch die Stadt jagen. Wer gern Pokerfilme schaut, ist mit jedem anderen Genrevertreter auf jeden Fall besser bedient.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild geht insgesamt in Ordnung. Bildschärfe, Kontrast und Farben bewegen sich im durchschnittlichen Bereich ohne große Ausreißer nach oben oder unten. Der deutsche Ton liegt entgegen der Ankündigung auf der Cover-Rückseite nicht in Dolby Digital 5.1, sondern lediglich in Dolby Digital 2.0 vor. Die Dialogverständlichkeit ist gut.
Als Extras gibt es lediglich den Trailer, sowie Texttafeln mit Bio- und Filmographien zu Cast und Crew.
Fazit:
„All In Pokerface“ ist ein kaum unterhaltsamer Pokerfilm, der zum Einen durch die mehr als deutliche Werbung für eine bekannte Online-Pokerseite nervt, zum Anderen durch die teilweise inflationäre Benutzung von Fachbegriffen. Die Story ist vorhersehbar und die Gruppe der jungen Leute um Alicia lädt mit ihren Analysen bezüglich der Gegner zum Fremdschämen ein. Die DVD-Qualität ist durchschnittlich gut, die Extras sind mehr als knapp.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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94:05 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- Trailer
- Bio- und Filmographien zu Cast und Crew (Texttafeln)
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All In - Pokerface
All In
"All In"? Dieser Film ist in Wahrheit ein klarer "Fold".
Autor der Besprechung:
Andreas Schultz
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006 Regie: Nick Vallelonga Drehbuch: Loren Comitor, Brenton Goulding Darsteller: Dominique Swain, Michael Madsen, Louis Gossett Jr., James Russo, Colleen Porch
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 19.02.2010
Vertrieb :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 19.02.2010
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