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DVD-Besprechung - LOL (Laughing out loud)
Story:
Lola (Christa Theret) – von ihren Freunden nur LOL genannt – befindet sich mitten in den Wirren des Teenagerlebens und muss das richtige Gleichgewicht zwischen Clique, Freundschaft, Liebe, Party und Familie herausfinden. Ihre Mutter Anne (Sophie Marceau) hat zudem keinen Schimmer, was gerade bei ihrer Tochter abgeht. Die geschiedene Mutter ist nämlich selbst etwas unentschlossen: Soll sie sich weiter mit ihrem Ex-Mann treffen oder ist der eben erst kennen gelernte Polizist doch die bessere Wahl? Lola jedenfalls freut sich auf das Ende der Ferien- die Vorfreude ist allerdings schnell vorbei als herauskommt, dass ihr Freund Arthur (Félix Moati) über die freien Tage alles andere als treu gewesen ist. Lola versteht die Welt nicht mehr, pures Chaos bricht aus. Als LOL sich dann auch noch in ihren besten Freund Maël (Jérémy Kapone) verliebt und Mutter Anne ihr allwissendes Tagebuch liest, kommt so richtig Schwung in ihr Leben.
Meinung zum Film:
Die Inhaltsangabe der französischen Teenager/Familienkomödie "LOL (Laughing Out Loud)" liest sich wie eine gepimpte Version vom Kulthit "La Boum – Die Fete", deren zwei Teile Anfang der 1980er Jahre so in etwa die gleichen Themen behandelte und im Nachbarland als Riesenhit die Weltkarriere der Marceau einleitete. "LOL (Laughing Out Loud)" scheint gar "La Boum 2.0" zu sein – lediglich angepasst im Bezug auf die modernen Kommunikationsformen, die neuartige Internet- und Mobilfunktechnik ermöglicht. Denn LOL aka Lola (Christa Theret, "Just About Love?") ist - wie jeder Teenager - absolut auf der Höhe dessen, was abgeht. Nicht umsonst haben ihre Freunde den passenden Spitznamen aus der Chattersprache ausgewählt. In "LOL (Laughing Out Loud)" wird gesimst und gechattet, was das Zeug hält, Instant Messaging und ein sehr außergewöhnlicher Cam-Chat beschwören so manche witzig-skurrile Situation herauf. Doch im Mittelpunkt ist stets LOL und ihre Beziehung zu Freund und Freundinnen. Auch die familiären Strukturen zu Mutter Anne (Sophie Marceau, "Die Welt ist nicht genug") und der Großmutter werden gut ausgelotet. Der Film gefällt durch eine gute Mischung nahe liegender Themen und zeigt ein Bild des modernen Teenager- und Familienlebens – wie es "La Boum" Jahre zuvor erfolgreich vorgemacht hat.
Regisseurin Lisa Azuelos ("Hey Good Looking!") verschwendet dann auch gar keine Zeit, ihren Film irgendwo anders einzuordnen. Sie steigt direkt und ohne großes Vorspiel ein, lässt die Protagonistin durch einen erklärenden Voice Over das übersichtliche Setting erklären. So stellt LOL ihr persönliches Umfeld und die darin existieren Personenkonstellationen vor. Und dann geht’s auch schon los. Arthur (Félix Moati, "We Are the Industry") ist LOL fremdgegangen und nun haben die Teenager nur noch Streitereien füreinander übrig. Weiter sind Jungs-Geschichten, Zickereien mit der unbeliebten Mitschülerin und andere bekannte Themen solcher Filme im Mittelpunkt des Geschehens. Azuelos geht dabei etwas zu schematisch vor, sie versucht sich erst gar nicht an einem Ausbruch aus den geltenden Genrekonventionen. So präsentiert sie dem Zuschauer ein durchaus lockeres und freches Filmchen, dass witzig ist und Spaß macht – jedoch im gängigen Rahmen einer Teenager- und Familienkomödie verbleibt. Der übliche Kritikerspruch in solchen Fällen ist "Alles schonmal gesehen". Und das lässt sich kaum entkräften.
Dennoch muss das nicht gleich einen schlechten Film beschrieben. Denn "LOL (Laughing Out Loud)" macht durchaus Spaß. Der Film ergeht sich nicht in den durchaus vorhandenen Klischees und zeigt spätestens als LOL und ihre Klasse zu einem Schulausflug nach England aufbricht, dass nicht nur ausufernde Partys und Liebeleien im Mittelpunkt des Teenagerlebens stehen, sondern auch die eigenen Gefühle, Vorstellungen und Beziehungsgeflechte durchdacht werden müssen. Ansatzweise behandelt der Film dann auch Themen wie verantwortungsbewusstes Handeln im Bezug auf sich und die Menschen um einen herum. Daher ist "LOL (Laughing Out Loud)" nicht bloß eine flache Komödie, da wichtige und ernste Themen ebenso Platz finden wie komödiantische Anteile. Die Darsteller liefern durchweg gute, ernstzunehmende Leistungen ab und verhindern ein Abrutschen ins Alberne. Nebenbei erwähnt ist der Soundtrack passend ausgewählt und hat einige stimmungsvolle Songs zu bieten. So kann diese Teenager- und Familienkomödie durchaus für einen DVD-Abend empfohlen werden: Am besten in Kombination mit "La Boum" im Vorprogramm.
Digitale Aufarbeitung:
Farbe, Kontrast und Bildschärfe sind als gut zu bewerten. Diesen ordentlichen optischen Eindruck mindert das stellenweise auftretende Bildrauschen nur wenig. Die DVD bietet neben der deutschen Synchronisation auch die französische Originalfassung – beide Tonspuren sind im Format Dolby Digital 5.1 enthalten. Des Weiteren können deutsche Untertitel eingeblendet werden.
Als Extras bietet "LOL (Laughing Out Loud)" ein ca. 30minütiges Feature über die Entstehung des Films. Beiträge vom Schauspieler-Casting, der Trailer, drei Interviews und ein Musikclip sind im Rahmen des Bonusmaterials zu finden. Alle französischsprachigen Extras sind deutsch untertitelt.
Fazit:
"LOL (Laughing Out Loud)" ist eine unterhaltsame Teenager- und Familienkomödie aus Frankreich im Stil von Kulthit "La Boum – Die Fete". Gute Darsteller, die ordentliche Story und der peppige Stil machen aus den durchaus bekannten Handlungssträngen einen sehenswerten Film. Hier wechseln sich komödiantische und ernstere Themen ab und bieten so eine stimmige Mischung, die viel Spaß macht, aber auch im Rahmen dieser Art Film verbleibt, ohne große Ausbrüche zu wagen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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98:46 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Französisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Feature "Entstehung von
"LOL (Laughing Out Loud)"
- Feature vom Casting
- Musikclip
- Drei Interviews
- Trailer
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LOL (Laughing Out Loud)
LOL (Laughing Out Loud)
Stimmige Teenager- und Familienkomödie
Autor der Besprechung:
Marcus Offermanns
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Frankreich, 2008 Regie: Lisa Azuelos Drehbuch: Lisa Azuelos, Delgado Nans Darsteller: Christa Theret, Sophie Marceau, Jérémy Kapone, Adèle Choubard, Marion Chabassol
Label :
Delphi Filmverleih
Verkaufsstart : 18.02.2010
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