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DVD-Besprechung - Shangos letzter Kampf
Story:
Shango (Anthony Steffen) ist Nordstaaten-Offizier und hat nach dem Bürgerkrieg den Auftrag, versprengte Südstaaten-Kämpfer zum Aufgeben zu bewegen. Eine besonders harte Nuss ist dabei der Südstaaten-Captain Droster (Eduardo Fajardo). Der macht einer Bande verbündeter Mexikaner nämlich weis, dass der Krieg noch im Gange ist und terrorisiert ein ganzes Dorf. Da Shango unter Gedächtnisschwund leidet, muss er sich erst mal erinnern, wer er ist, bevor er sich um den Schurken kümmern kann.
Meinung zum Film:
„Shangos letzter Kampf“ beginnt grandios mit einer Szene, in der Hauptdarsteller Anthony Steffen („Der letzte Zug nach Durango“) in einem Käfig hockt, der an einem Baum hängt. Diese stimmungsvolle Eingangssequenz verspricht jedoch leider mehr, als der Film letztendlich zu halten imstande ist. Immerhin bietet „Shango“ im Großen und Ganzen etwas mehr als durchschnittliche Italowesternkost, die man sich ohne Reue ansehen kann und damit überwiegend durchschnittlich gut unterhalten wird. Neben dem wortkargen Anthony Steffen kann hier Eduardo Fajardo („Django“) als Bösewicht einen guten Eindruck hinterlassen und das Gebotene zusätzlich aufwerten.
Die Ausgangslage ist interessant: der amerikanische Bürgerkrieg ist beendet, der Südstaatenoffizier Droster will dies aber nicht so recht einsehen. Daher nutzt er die Gelegenheit, übernimmt mit seinen Leuten die Kontrolle über die Telegraphenstation und terrorisiert die Dorfbewohner unter dem Vorwand, der Krieg wäre noch in vollem Gange. Ein eindeutiger Fall für den normalerweise wortkargen Shango, der für die Nordstaaten arbeitet und versprengte Südstaaten-Soldaten zum Aufgeben bringen soll. Zunächst aber muss er erst mal sein Gedächtnis wiedererlangen, das er kurzfristig verloren hat – nachdem es aber soweit ist, räumt Shango mit den Banditen gnadenlos auf. Bei den entsprechenden Duellen spielt der Film seine Stärken aus und der ansonsten nur mit wenigen Gesichtsausdrücken gesegnete Steffen kann hier gut aufspielen. Kein Wunder, wirkte er doch auch am Drehbuch mit und schrieb sich seine Rolle auf den Leib. Eine ebenso dankbare Rolle hat Eduardo Fajardo als Gegenspieler Steffens, der hier ausnahmsweise mal nicht den eleganten Schurken spielt, sondern ebenso 3-Tage-bärtig und schmuddelig wie sein Kontrahent Shango auftreten darf.
Überflüssig ist eigentlich nur der kleine Junge Pedrito, der dem Zuschauer mit seinen altklugen Sprüchen gehörig auf die Nerven geht, sobald ihm Screentime geschenkt wird. Dargestellt wurde das Kind von Valerio Fioravanti, der auch schon in „Django – Kreuze im blutigen Sand“, ebenfalls inszeniert von Regisseur Eduardo Mulurgia, auftrat. Dieses Früchtchen begann in Italien später eine Karriere als Terrorist, wurde für den Tod von über 80 Menschen verantwortlich gemacht und laut Info aus dem Klappentext der DVD erst im vergangenen Jahr in Italien aus dem Gefängnis entlassen. Ebenso überflüssig sind auch einige Dialoge, die Shangos moralische Überlegenheit beweisen sollen, die ohnehin außer Frage steht. Abgesehen davon bietet der „letzte Kampf“ etwas mehr als 80 Minuten lange, harte Unterhaltung, die man sich gern mal ansehen kann.
Digitale Aufarbeitung:
Über die Bildqualität lässt sich nicht viel negatives sagen. Altersbedingte Verschmutzungen sind kaum auszumachen, wenn überhaupt, kann man ein nicht immer gestochen scharfes Bild bemängeln. Die Farben hingegen sind knallig und frisch. Der deutsche Ton in Dolby Digital 2.0 ist makellos.
An Extras gibt es den englischen Trailer, eine Bildergalerie mit Aushangmaterial und die ca. zehnminütige Featurette „Töte Shango!“, in der Italowesternexperte Antonio Bruschini einiges Wissenswertes und Hintergründiges über den Film zu berichten weiß. Die Klappe des Digipaks verbirgt darüber hinaus einen dreiseitigen Text, in dem es im launigen Stil weitere Hintergründe zum Film zum Nachlesen gibt.
Fazit:
„Shangos letzter Kampf“ bietet einen Anthony Steffen, der sich seine Rolle selbst auf den Leib geschrieben hat, was darin resultiert, dass die Figur in jedem zweiten Dialog ihre moralische Überlegenheit beweisen darf. Der Rest ist dann etwas mehr als durchschnittlich gute Italowestern-Kost, die man sich gern mal ansehen kann, ohne es hinterher zu bereuen. Die DVD-Qualität ist gut.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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82:50 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Italienisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- englischer Trailer
- Bildergalerie
- Featurette "Töte Shango!"
- Hintergrundinfos als Klappentext
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Shangos letzter Kampf
Shango, la pistola infallibile
Anthony Steffen räumt wieder auf
Autor der Besprechung:
Andreas Schultz
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Italien, 1970 Regie: Edoardo Mulargia Drehbuch: Edoardo Mulargia, Anthony Steffen Darsteller: Anthony Steffen, Eduardo Fajardo, Maurice Poli, Barbara Nelli, Valerio Fioravanti
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 05.03.2010
Vertrieb :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 05.03.2010
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