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DVD-Besprechung - Surviving Evil
Story:
Sebastian (Billy Zane) ist ein Survival-Fachmann und seine Fernsehshow läuft recht erfolgreich. Auf der Suche nach neuen Eindrücken und Impressionen für sein Publikum zieht es ihn und seine Filmcrew auf die Philippinen. Allerdings werden die Aufnahmen im Dschungel zu einem echten Überlebenstrip, denn die Legende über die Aswangs, blutgierigen Monstren, scheint wahr zu sein und die Gruppe muss erleben wie ein Mythos Wirklichkeit wird.
Meinung zum Film:
In „Surviving Evil“ werden Zuschauer und Protagonisten mit der philippinischen Mythologie konfrontiert. Wie fast jeder Kultur gibt es auch hier Wesen, die den Lebenden nach dem Leben trachten, die Aswang. Gemäß dem Aberglauben sind sie vorrangig Leichenfresser und in anderen Regionen saugen sie ungeborene Babys aus dem Unterleib der Schwangeren. Letzteres wurde dann in die Story aufgenommen und soll für Spannung und Logik sorgen, denn ein Mitglied der Fernsehproduktionsgruppe ist schwanger und zieht die Aufmerksamkeit der Aswang auf sich. In der Geschichte an sich wird aber zunächst auf ganz andere Probleme abgestellt und die Monstren treten in den Hintergrund.
Nach dem blutigen und rasant gefilmten Filmauftakt ebbt das Erzähltempo merklich ab und in den Vordergrund tritt das Fernsehteam das eine Folge für ein Survival-Sendeformat drehen will. Typische Filmarbeiten und Beziehungsrangeleien übernehmen die Handlung und rund 50 Minuten lang passiert kaum etwas. Zwischendurch wird die Spannung dann mal durch ein paar unheimliche Schreie aufgebaut, damit der Zuschauer auch noch weiß, dass er da einen Horrorfilm sieht. Das ganze Treiben wirkt wie eine Mischung aus Backwood-Horror und „Congo“, nur eben eher spannungsarm und dialogreich. Die letzten rund 25 Minuten ziehen zwar das Tempo an, sind aber so harmlos abgedreht, dass sich kein echter Grusel einstellen will. Auch im Bereich der Spezialeffekte hat man sich dezent zurück gehalten und durch schnelle Schnitte die blutigen Szenen kaschiert.
Man kann sich den Film ansehen, denn er hebt sich doch etwas von der breiten Masse ab. Vor allem die guten Schauspieler machen einen ordentlichen Eindruck. Leider hat man Billy Zane („Demon Knight“) nicht richtig von der Kette gelassen und ihm nicht mehr Action-Szenen gegönnt. Ungewöhnlich ist auch die Verteilung der Rollengewichte, denn über die Gesamtlaufzeit haben alle Charaktere ungefähr den selben Anteil am Film. Ein guter Schachzug, denn so gilt die Sympathie durchaus der gesamten Gruppe zumal niemand als negativer Außenseiter auffällt. Das Filmende ist eine echte Geschmacksfrage, denn hier wurde sehr konstruiert ein Abschluss geschaffen, der sicherlich nicht jedem gefallen wird.
Digitale Aufarbeitung:
Die Bildschärfe ist mäßig und kann den Erwartungen an eine Produktion neuerer Art nicht entsprechen. Zudem ist das Bild blass, worunter auch die Farben deutlich zu leiden haben. Der Kontrast ist schwach. Der Dolby-Digital-5.1-Sound ist recht dumpf und im Surroundbereich ein wenig lustlos.
Einziges Extra ist eine kleine Slideshow.
Fazit:
„Surviving Evil“ ist kein schlechter Horrorfilm, doch die lange Vorlaufzeit bis es ans Eingemachte geht, ist ganz einfach zu zeitraubend. Die technische Umsetzung führt alles andere als zu Begeisterungsstürmen. Das geht auch besser.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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86:07 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Surviving Evil
Surviving Evil
Mythenhorror mit zu vielen Dialogen
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
GB/Südafrika, 2009 Regie: Terence Daw Drehbuch: Terence Daw Darsteller: Billy Zane, Natalie Jackson Mendoza, Christina Cole, Joel Torre, Colin Moss
Label :
Savoy Film Verkaufsstart : 09.04.2010
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