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DVD-Besprechung - Convict 762
Story:
Als das Raumschiff "Alexandria" in Not gerät und die ausschließlich weibliche Crew gezwungen ist, die Treibstoffvorräte abzuwerfen, bleibt die Notlandung auf einer Strafkolonie ihre einzige Chance. Bei ihrer Ankunft treffen sie auf die beiden einzigen Überlebenden einer blutigen Gefängnisrevolte, die sich gegenseitig auf den Tod bekämpfen. Einer ist Wärter, der andere ein massenmordendes Monstrum. Die Frage nach der Identität beider ist von nun an eine Frage des Überlebens.
Meinung zum Film:
Irgendwo in den Tiefen des Alls ist die ausschließlich weiblich besetzte Crew der "Alexandria" unterwegs, als das Raumschiff durch einen Navigationsfehler mitten in einen Asteroidensturm rast. Um sich zu retten, muss man die Treibstoffvorräte abwerfen, was zur Folge hat, dass kurz darauf ein Nachtanken nötig wird - und weil weit und breit kein anderer Planet in der Nähe ist, wird zu diesem Zweck eine berühmt-berüchtigte Strafkolonie auserkoren. Ja, der Zuschauer ahnt es schon: Das ist keine allzu gute Idee. Auf besagter Strafkolonie kam es nämlich kurz zuvor zu einem blutigen Aufstand und es gibt nur zwei Überlebende: Den Gefangenen 762, der für nahezu sämtliche Morde verantwortlich ist, sowie den letzten noch übrig gebliebenen Wärter. Zu dumm nur, dass natürlich jeder der beiden von sich behauptet, der Wärter zu sein.
"Convict 762" ist ein durch und durch billig produzierter Direct-to-Video-Streifen, der seine Herkunft auch zu keiner Zeit leugnet. Die Special Effects wirken dermaßen albern-lächerlich, dass es schon wieder ganz amüsant ist - und im kompletten Film tauchen insgesamt nur acht Darsteller auf, die sich in zwei minimalistischen Kulissen tummeln und dabei aus unterschiedlichen Perspektiven gefilmt werden, um den Eindruck eines etwas größeren Sets zu erwecken. Nackte Haut sollte man übrigens - trotz der Prämisse "rein weibliche Besatzung" - nicht erwarten. Erstaunlicherweise schafft es der Film trotzdem, einigermaßen stimmungsvoll zu sein und eine relativ spannende Atmosphäre zu entwickeln. Dies rettet "Convict 762" dann auch davor, vollständig im D-T-V-Sumpf zu versinken.
Im Gegensatz zu den meisten Genrevertretern bleibt die Handlung nämlich bis kurz vor Schluss durchaus überraschend und hat diverse Wendungen zu bieten, die der Zuschauer nicht unbedingt erwartet hätte. Man rätselt gleich von Anfang an mit, wer denn nun wirklich der Gefangene und wer der Wärter ist - und egal, wie oft man glaubt, endlich die Lösung gefunden zu haben, wird man kurz darauf doch wieder eines Besseren belehrt. Das trägt dazu bei, den Zuschauer bei der Stange zu halten, nervt aber gegen Ende hin auch irgendwann etwas, zumal man die Chance eines richtigen finalen Krachers verschenkt, um noch mal diverse Wendungen mit einzubauen. Nach namhaften Darstellern sollte man übrigens gar nicht erst die Augen aufhalten ... es gibt keine. Lediglich Billy Drago und Frank Zagarino hat man eventuell schon mal zufällig in einem anderen B- oder C-Movie gesehen. Wenn nicht, hat man allerdings auch nichts verpasst ...
Digitale Aufarbeitung:
Technisch bietet die DVD von "Convict 762" lediglich Mittelmaß. Der Transfer (der entgegen der Coverangabe nicht in 1,85:1, sondern in 1,66:1 vorliegt) sieht aus wie von einer TV-Serie aus den 1980ern. Das Bild ist etwas verschwommen, der Kontrast zu schwach und die Farben sind blass und matschig. Hin und wieder tauchen analoge Defekte auf, Kompressionsprobleme sind hingegen die meiste Zeit über nicht auszumachen. Der Ton liegt auf Deutsch und Englisch in Stereo vor, die Dialoge sind klar verständlich.
Außer dem Trailer zum Film ist keinerlei Bonusmaterial vorhanden.
Fazit:
"Convict 762" ist ein typischer 90er-Jahre Sci-Fi-B-Movie, den man wirklich nicht gesehen haben muss. Effekte und Kulissen sind billig und die Darsteller wirken auch nicht gerade oscarverdächtig. Wer ihn sich trotzdem anschauen möchte, wird aber immerhin ganz gut unterhalten, da die Storyline immer wieder diverse Wendungen parat hält und dadurch nicht so schnell durchschaubar ist wie bei anderen Genrevertretern. Die technische Qualität der DVD ist nicht gerade berauschend, Bonusmaterial gibt es - bis auf den Trailer - ebenfalls keins.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,66:1
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91:16 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Convict 762
Convict 762
Eine Billigproduktion, die aber zumindest einigermaßen überraschend bleibt
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1997 Regie: Luca Bercovici
Drehbuch: J Reifel Darsteller: Frank Zagarino, Shannon Sturges, Michole White, Tawny Fere, Shae D'lyn
Label :
Epix
Verkaufsstart : 12.03.2010
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