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DVD-Besprechung - Spoiler
Story:
Unschuldig sitzt Roger Mason (Gary Daniels) in der härtesten Strafkolonie ein. Um seine Tochter wiederzusehen, wagt er den Ausbruch und wird zu einem Spoiler - verfolgt von Kopfgeldjägern. Doch mit jedem Fluchtversuch erhöht sich die Strafe. Während sich die Welt draußen weiter dreht, altert er nicht. Denn das Urteil lautet: Einfrieren! Wie viel gemeinsame Zeit mit seiner Tochter bleibt noch?
Meinung zum Film:
Mit "Spoiler" liegt in der Reihe "Twilight Classics" von epix nun ein weiterer Science-Fiction-B-Movie aus den 1990ern auf DVD vor. Star des Films ist der frühere Kickbox-Champion Gary Daniels, der bereits an rund 50 Produktionen mitgewirkt hat, von denen man als Ottonormalzuschauer allerdings noch nie etwas gehört hat. Einem breiteren Publikum dürfte sein Gesicht aber vermutlich durch seine Nebenrolle im kommenden Stallone-Streifen "The Expendables" ein wenig bekannter werden. Daniels spielt in "Spoiler" Roger Mason, einen Mann, dem das Schicksal schlimm mitgespielt hat, denn er ist - wie kreativ und einfallsreich - unschuldig im Gefängnis gelandet. Was genau vorgefallen ist, bekommt man erst im Laufe des Films mit, während der Titelsequenz gibt es lediglich ein paar Flashback-Szenen, die Masons Tochter beim Spielen im Park zeigen, einen seine Unschuld beteuernden Mason, auf den die Polizei einprügelt etc. Schnitt auf einen Kopfgeldjäger, der den als "Spoiler" - ein entflohener Sträfling - gekennzeichneten Mason in einer Bar aufspürt und nach einer Verfolgungsjagd schließlich schnappt.
Der Zuschauer wird also zu Beginn direkt ins kalte Wasser geworfen und die so unzusammenhängend wirkenden Bilder klären sich erst nach dieser Eröffnungssequenz auf: Ganz offensichtlich wurden hier Erinnerungsfetzen von Mason gezeigt, der gerade aus einem 26-jährigen Tiefkühlschlaf regeneriert wird. In diesen wurde er als Strafe versetzt, weil er aus dem Gefängnis geflohen war. Er kommt vor einen gerichtlichen Untersuchungsausschuss und wird wieder inhaftiert, nur um gleich darauf erneut auszubrechen. Doch er wird geschnappt und bekommt erneut eine eiskalte Abreibung aufgebrummt. So geht das noch ein paar Mal weiter, bis letztlich keiner von seinen Verwandten mehr am Leben ist und auch seine geliebte kleine Tochter, wegen der er ursprünglich überhaupt ausgebrochen war, bereits das Seniorenalter erreicht hat.
Die Parallelen zu "Demolition Man" und "Total Recall" sind bei "Spoiler" gar nicht zu übersehen ... und wieder einmal muss man sich fragen, welchen Sinn genau die böse, böse Bestrafung des Einfrierens eigentlich haben soll. Mit Rehabilitation ist es ja nicht wirklich weit her, wenn man jemanden einfach ein paar Jahre lang schockfrostet - und als günstiger Gefängnisarbeiter kann er auch nicht herhalten. Was das Ganze hier bei "Spoiler" aber noch viel abstruser macht, ist die Tatsache, dass Masons ursprüngliche Strafe lediglich ein Jahr betrug. Wieso sitzt er das nicht einfach ab? Immer noch besser, ein Jahr unschuldig im Gefängnis zu stecken, als auszubrechen und dann vom Leben der Tochter gar nichts mehr mitzubekommen. Nun ja, nach Plotholes sollte man in Science-Fiction-Filmen wohl sowieso eher nicht suchen, schon gar nicht, wenn es sich um Lowest-Budget-Produktionen handelt. Für das minimale Budget ist "Spoiler" dann auch eigentlich gar nicht mal schlecht geworden. Es lässt sich zwar nichts daran ändern, dass die Story total abstrus ist, doch zumindest bleibt der Film bis zum Schluss einigermaßen spannend und actionreich, außerdem wurde er optisch sehr ordentlich inszeniert. Die schauspielerischen Leistungen sind ebenfalls durchaus annehmbar.
Digitale Aufarbeitung:
"Spoiler" liegt - im Gegensatz zur amerikanischen DVD, die einen 1,85:1-Transfer bot - lediglich in 4:3 vor. Ansonsten ist der Transfer aber durchaus im zufriedenstellenden Niveau angesiedelt. Besonders das geringe Rauschen weiß zu gefallen, die Schärfe überzeugt ebenfalls die meiste Zeit über. Kompressionsprobleme fallen nicht auf. Die Farben könnten etwas kräftiger sein. Der Ton liegt auf Deutsch und Englisch in Stereo vor. Beide Versionen bieten klar verständliche Dialoge, beim Umschalten fällt allerdings auf, dass die deutsche Spur deutlich lauter abgemischt wurde als die Originalfassung.
Als Bonusmaterial gibt es lediglich den Trailer zum Film.
Fazit:
"Spoiler" bedient sich zahlreicher bekannter Themen: unschuldige Verurteilung, Kälteschlaf etc. Doch trotz der völlig innovationslosen Grundidee und der sehr abstrusen Story weiß der Film insgesamt einigermaßen zu gefallen. Dies liegt vor allem an der ansprechenden Inszenierung und den darstellerischen Leistungen. Beides befindet sich zwar fernab von Referenzniveau, liegt aber deutlich über dem, was man sonst in solchen Billigproduktionen zu sehen bekommt. Die DVD bietet technisch zufriedenstellende Qualität, Extras sind allerdings Mangelware.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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92:26 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Spoiler - Verdammt im Eis
Spoiler
Innovations- und sinnlose Story, aber trotzdem ganz unterhaltsam
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1998 Regie: Jeff Burr
Drehbuch: Michael Kalesniko Darsteller: Gary Daniels, Meg Foster, Bryan Genesse, Jeffrey Combs, Nicholas Sadler
Label :
Epix
Verkaufsstart : 12.03.2010
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