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DVD-Besprechung - The Unholy

Story:
In einer katholischen Kirche in Amerika geschieht ein grausiger Mord, denn Pater Dennis (Ruben Rabasa) wird mit aufgerissener Kehle vor dem Altar seiner Kirche aufgefunden. Jahre später soll Pater Michael (Ben Cross) die Gemeindearbeit wieder aufnehmen. Kaum hat er seine Arbeit aufgenommen findet er heraus, dass auch der Vorgänger von Pater Dennis ermordet wurde. Kurz darauf wird er vor dem Clubbesitzer Luke (William Russ) gewarnt, denn in seinem Etablissement werden schwarzmagische Rituale durchgeführt. Pater Michael mag das alles nicht glauben und er soll Recht behalten, denn sein Gegner ist kein anderer als Satan persönlich.

Meinung zum Film:
„The Unholy“ ist ein typischer Vertreter des Horrorfilms der 80er Jahre. Mit recht einfachen Mitteln wird hier versucht, den Horror an das Publikum zu bringen. Dazu gehört neben einer Prise nackter Haut, einer halbwegs okkulten Story dann auch noch eine gewisse Portion an Blut. Inhaltlich geht es in „The Unholy“ um den ewigen Kampf zwischen Gott und seinem gefallenen Engel Luzifer. Immer wieder auf ein Neues bekriegen sich das Gute und das Böse und in diesem Fall geschieht dies in einer Kirche. Die katholische Fraktion weiß um diesen Kampf und versucht mit geeigneten Priestern dem Höllenfürsten beizukommen. Ein solcher muss eine Verbindung zum Erzengel Michael aufweisen, dem Bezwinger Satans. Doch von dieser Sorte gibt es nur wenige.  

Aus heutiger Sicht ist der Film ein eher harmloses Gruselvergnügen, denn mittlerweile hat der erfahrene Zuschauer so manche Produktion dieser Art gesehen. Lediglich die wenigen, aber gut gesetzten blutigen Effekte qualifizieren den Film tatsächlich für eine Freigabe an ein erwachsenes Publikum. Richtig schräg und ein wenig altbacken wird es, wenn zum Ende der Unheilige seine dämonische Gestalt zeigt und sich als Gummitier auf vier Pfoten präsentiert. Wie schon gesagt, aus der heutigen Sichtweise. Deftig sind die Spezialeffekte, denn aufgerissene Kehlen oder eine Kreuzigung verkehrt herum wirken überzeugend und schaurig. Stimmungsvoll ist das gelegentliche Spiel mit farbigem Licht, so wie man es aus den Filmen von Dario Argento („Opera“) kennt.  

Der Film hat ein flottes Erzähltempo und wird nie langweilig. Der Spannungsaufbau ist klassisch gewählt, wodurch das Ende allerdings ein wenig vorhersehbar ist. Etwas fraglich ist die Präsenz des Bösen, denn während zu 99 Prozent der Satan in der Kirche, also eher lokal wirkt, wird er zu Beginn des Films in einem Hotelzimmer im 17. Stock auf Pater Michael losgelassen. Ferner wird dem Zuschauer suggeriert, dass der Unheilige seinen Sitz in einer Person hat, doch wer zu Beginn aufpasst, kann erkennen, von wo er wirklich erscheint. Die schauspielerischen Leistungen sind durchschnittlich.

Digitale Aufarbeitung:
Die Umsetzung des Bildes hinterlässt einen etwas unausgeglichenen Eindruck. Während Bildfehler fast kaum zu sehen sind, so ist es mit der Bildschärfe nicht weit her. Konturen verwischen merklich und die Farben fransen stellenweise aus und so wirken Gesichter immer wieder wie helle Flächen ohne echte Abgrenzung zum Hintergrund. Der Ton ist in Ordnung und die Dialoge sind verständlich.

Einziges Extra ist der Originaltrailer.

Fazit:
„The Unholy“ wird sicherlich seine Fans unter den Nostalgikern finden. Der Film ist ein typischer Vertreter seiner Filmepoche und sicherlich nicht schlecht, auch wenn der letzte Kick fehlt. Das Bild ist nicht sonderlich gelungen, während der Ton akzeptabel ist.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,66:1
1,66:1
97:55 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • Originaltrailer
The Unholy - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
The Unholy
The Unholy

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
80er Jahre Horror für Fans


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1988
Regie:
Camilo Vila
Drehbuch:
Philip Yordan, Fernando Fonseca
Darsteller:
Ben Cross, Ruben Rabasa, Hal Holbrook, Susan Bearden, Phil Becker

Label Deutschland :
Epix
Verkaufsstart Deutschland :
12.03.2010