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Blu-ray-Besprechung - As Good as Dead

Story:
Ethan Belfrage (Cary Elwes) ist Fotograf und lebt geschieden von seiner Frau in einem Apartment. Aus diesem soll er vom Besitzer des Gebäudes vertrieben werden, da dieser andere Pläne mit dem Gebäude hat. Als plötzlich 2 brutale Gestalten in Belfrages Wohnung eindringen und ihn entführen wollen, denkt er zunächst, es ginge um die Wohnung. In Wahrheit sind die Eindringlinge jedoch Mitglieder einer radikalen Sekte, die ihn verdächtigen, ihren Führer ermordet zu haben.

Meinung zum Film:
"As good as dead“ ist die Regiearbeit von Jonathan Mossek. Im Filmbereich ist er ein nahezu unbeschriebenes Blatt. 2003 drehte er eine 30-minütige TV-Dokumentation und ist erst mit dem vorliegenden Film wieder im Filmgeschäft aufgetaucht. Das Drehbuch stammt von Erez Mossek und Eve Pomerance, die im Filmgeschäft ebenso unbeleckt sind wie Jonathan Mossek. „As good as dead“ ist mit Cary Elwes (bekannt als Opfer aus „Saw“ und auch in „Saw VI“ wieder zu sehen) und Andie MacDowell („4 Hochzeiten und ein Todesfall“) durchaus gut besetzt. Die prominent beworbene MacDowell beweist hier darüber hinaus Mut zur Hässlichkeit.  

Der Film beginnt höchst rätselhaft und bleibt auch für lange Zeit so: Zu Beginn wird der Zuschauer Zeuge einer Art Messe einer Sekte, die halb christlich-fanatisch, halb faschistisch ist. Dann folgt ein harter Schnitt auf das Leben von Ethan Belfrage, der Journalist ist, von seiner Frau und seinem Kind geschieden lebt und von seinem Vermieter aus seinem Apartment vertrieben werden soll. Der Handlungskreis der beiden Erzähl-Stränge, die vermeintlich nichts miteinander zu tun haben, schließt sich erst, als sich herausstellt, dass Belfrage angeblich den Führer der Sekte bei einem Anschlag einer linken Gruppe ermordet haben soll. Die Frau des Führers, Helen Kalahan (Andie MacDowell) ist bei dem Anschlag halb verbrannt und schwört nicht nur deshalb auf Rache. Belfrage wird entführt und Helen und zwei ihrer Anhänger versuchen mit Folter, ein Geständnis aus dem Helden rauszupressen, was in einem Psychospiel mündet, in dem Ethan versucht, seine Peiniger gegeneinander auszuspielen und sich aus seiner misslichen Lage herauszukommen.  

Dies alles wird stets durchschnittlich spannend, zum Schluss dann sogar mit einer mehr oder weniger überraschenden Wendung inszeniert. Der zum großen Teil kammerartige Spielfilm hat nur ein kleines Manko, es wird streckenweise ein wenig zu viel geredet, ohne dass die Handlung weiter vorankommt. Dies aber zum Glück nicht so viel, dass der Zuschauer vor dem Bildschirm einzuschlafen droht. Die Darsteller agieren allesamt gut, allen voran Cary Elwes, der bereits in „Saw“ seine Leidensfähigkeit bewiesen hat. Andie MacDowell kann hier nicht ihre Schönheit ausspielen, statt dessen geht sie am Stock und weist im Gesicht einige Brandmale auf. Insgesamt wird mit „As good as dead“ Psychothrillerkost im mittleren, noch guten Durchschnittsbereich geboten, die man gern mal gucken kann, aber nicht unbedingt muss.  

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild kann nicht immer überzeugen. Besonders zu Beginn in der Titelsequenz rauscht es deutlich, das gibt sich jedoch im weiteren Verlauf des Films. Die Farben wirken dezent, was aber wie ein bewusstes Stilmittel aussieht. Im Schärfebereich wird Durchschnitt geboten mit keinen Ausreißern nach oben oder unten. Der deutsche Ton in dts-HD ist für diesen eher dialoglastigen Film ein wenig wie mit Kanonen auf Spatzen schießen, und tatsächlich tut sich im hinteren Bereich auch nur wenig. Die Dialogverständlichkeit ist gut.

An Extras gibt zunächst den deutschen und den englischen Trailer. Weiter geht es mit einem deutsch untertitelten Making of, das eine Länge von knapp 10 Minuten und einen eher werbenden Charakter hat. Wer mag, kann dann noch einen ebenfalls deutsch untertitelten, ca. 20-minütigen Blick hinter die Kulissen werfen. Abgeschlossen werden die Special Features mit einer Bildergalerie mit Szenenfotos.  

Fazit:
„As good as dead“ ist ein Psychothriller, der durchschnittlich gut und mit nur ganz leichten Schwächen für durchschnittlich spannende Unterhaltung sorgen kann. Als I-Tüpfelchen gibt es dann noch ein mehr oder weniger überraschendes Ende. Die Darsteller agieren allesamt gut, so dass man sich diesen Film durchaus mal angucken kann.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
2,35:1
2,35:1
91:30 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
DTS-HD  Master Audio 5.1
DTS-HD Master Audio 5.1
Englisch
DTS-HD  Master Audio 5.1
DTS-HD Master Audio 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • deutscher und englischer Trailer
  • Making of
  • Hinter den Kulissen
  • Bildergalerie
As Good as Dead - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
As Good as Dead
As Good as Dead

Bild unseres Mitarbeiters Andreas Schultz
Ein durchschnittlich spannender Psychothriller mit leichten Schwächen


Autor der Besprechung:
Andreas Schultz

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2010
Regie:
Jonathan Mossek
Drehbuch:
Erez Mossek, Eve Pomerance
Darsteller:
Cary Elwes, Brian Cox, Matt Dallas, Andie MacDowell, Jess Weixler

Label Deutschland :
Kinowelt Home Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
06.05.2010

Vertrieb Schweiz :
Impuls Home Entertainment
Verkaufsstart Schweiz :
06.05.2010