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DVD-Besprechung - Zurück bleibt die Angst

Story:
Ricky Hawthorne (Fred Astaire), John Jaffrey (Melvyn Douglas), Edward Charles Wanderley (Douglas Fairbanks Jr.) und Sears James (John Houseman) kennen sich seit ihrer Studienzeit und haben ihre Freundschaft bis ins hohe Alter aufrecht erhalten. Diese wird jedoch auf eine harte Probe gestellt, als Charles’ Sohn David bei einem Unfall ums Leben kommt und weitere tödliche Unfälle geschehen. Eine alte Wunde wird dabei immer weiter aufgerissen, die schon längst in Vergessenheit geraten war. Als Charles‘ zweiter Sohn Dan (Craig Wasson) zur Trauerfeier seines Bruders in seine Heimatstadt zurück kehrt, beginnt er in der Vergangenheit zu graben, sehr zum Missfallen seines Vaters und dessen Freunde.

Meinung zum Film:
 „Zurück bleibt die Angst“ basiert auf dem Roman „Geisterstunde“ vom beliebten Gruselroman-Autoren Peter Straub, der unter anderem auch zusammen mit Stephen King „Talisman“ geschrieben hat. Der im Original unter dem Titel „Ghost Story“ veröffentlichte Roman bedeutete den Durchbruch des Autoren und Regisseur John Irvin („Hamburger Hill“) nahm sich der literarischen Vorlage an, um einen stimmungsvollen Gruselfilm alter Schule daraus zu machen. Die Drehbuchadaption übernahm der Stephen-King-erprobte Drehbuchautor Lawrence D. Cohen, der u.a. auch zu „Carrie“, „Es“ und „Tommyknockers“ die Drehvorlagen basierend auf den Romanen lieferte. Die illustre Runde der vier alten Herren wurde prominent besetzt. Fred Astaire („Ein süßer Fratz “), Melvyn Douglas („Ninotschka“), Douglas Fairbanks Jr. („Sindbad der Seefahrer“) und John Houseman („The Fog“) übernahmen die Rollen der von Gruselgeschichten faszinierten Männer, die seit ihrer Studienzeit eine verschworene Gemeinschaft bilden und neben ihrer Leidenschaft für Gänsehautmomente auch ein düsteres Geheimnis hüten. In weiteren Rollen sind Craig Wasson („Der Tod kommt zweimal“) als Fairbanks’ Filmsohn und Alice Krige („Barfly“) als meist kühle Femme Fatal zu sehen.  

Die Inszenierung ist altmodisch, was aber als durchweg positiv anzusehen ist. John Irvin setzt so gut wie nie auf den schnellen Schockmoment, baut dafür lieber gemächlich eine feine Gruselstimmung auf. Sehr schnell ist klar, dass die Altherrenriege etwas zu verbergen hat und dass die Todesfälle auf gar keinen Fall ohne Fremdeinwirkung zustande kamen. Aber selbst wenn man als Zuschauer eine Ahnung davon hat, worauf die Geschichte am Ende rauslaufen wird, schadet dies der Gruselstimmung nur wenig. Denn die Auflösung ist es ohnehin nicht, was den Reiz des Filmes ausmacht. Vielmehr ist es die feine Gruselstimmung, die vor allem durch die vier gereiften Darsteller bestens auf den Bildschirm transportiert wird, die für schaurige Unterhaltung sorgt. Auch die Momente, in denen Alice Krige ihre Auftritte hat, wenn sie als kühle Dame dem noch jungen Freundesquartett den Kopf verdreht und sich nicht für dumme Spielchen hergibt, helfen über die kleineren Schwachpunkte hinweg.

Durch die guten Darsteller ist es leicht zu verzeihen, dass die Story an der ein oder anderen Ecke ein klein wenig kantig erscheint. Zu diesen unrunden Momenten gehört u.a. ein entflohener Verrückter, der zusammen mit seiner kleinen Schwester in dem alten Haus herumstreicht, in dem das düstere Geheimnis der Alten seinen Ursprung nahm. Er wirkt reichlich fehlplatziert und hätten besser komplett außen vor bleiben sollen als so halbgar in die Handlung gedrückt werden. Selbst zum Ende des Films hin, wo „Zurück bleibt die Angst“ seiner Linie treu bleibt und anstelle eines schweißtreibenden Finales weiterhin seine gemächliche Gruselstimmung pflegt, fühlt man sich als bis dahin gut unterhaltener Betrachter alles andere als enttäuscht. Der Film endet so, wie er sich die gesamte Zeit über präsentiert hat. Als ruhiger, stilvoller Gruselfilm, der vor allem - aber nicht nur - durch seine Hauptdarsteller getragen wird. Dank Anbieter MiG ist dieser von vielen bereits sehnsüchtig erwartete Film nun auch endlich auf DVD verfügbar.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild zeigt sich in guter Qualität. Verschmutzungen und analoge Defekte sind fast gar nicht zu erkennen und die Schärfe bewegt sich bis auf wenige Ausnahmen auf einem guten Durchschnittslevel. Der deutsche Ton in Dolby Digital 2.0 ist durchweg gut verständlich. Wer möchte, kann den Film auch in englischer Sprache mit optionalen deutschen Untertiteln genießen.  

Als Extra gibt es lediglich den Trailer zum Film.

Fazit:
„Zurück bleibt die Angst“ ist ein ruhiger Gruselfilm alter Machart, der mit seiner stimmigen Atmosphäre und den Hauptdarstellern zu überzeugen weiß. Inhaltlich wirkt er an der einen oder anderen Stelle zwar ein wenig unrund und das Tempo bleibt durchweg recht leicht überschaubar, was Freunde klassischer Gruselfilme aber kaum stören dürfte. Diese sollten auf jeden Fall zugreifen.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,85:1
1,85:1
106:12 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Trailer
Zurück bleibt die Angst - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Zurück bleibt die Angst
Ghost Story

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Ein atmosphärischer, stilvoller Gruselfilm der alten Schule


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1981
Regie:
John Irvin
Drehbuch:
Lawrence D. Cohen (basierend auf einem Roman von Peter Straub)
Darsteller:
Fred Astaire, Melvyn Douglas, Douglas Fairbanks Jr., John Houseman, Craig Wasson, Alice Krige, Patricia Neal, Mark Chamberlin, Tim Choate, Kurt Johnson, Ken Olin, Miguel Fernandes, Jacqueline Brookes,

Label Deutschland :
MiG Film
Verkaufsstart Deutschland :
08.04.2010