 |
DVD-Besprechung - Road Rage
Story:
Es gibt Tage, da sollte Frau besser zu Hause bleiben. Das gilt auch für Sonia (Danielle Brett), denn sie macht auf dem Campus Schluss mit ihrem Freund Bo (Joseph Griffin) und dieser ist alles andere als begeistert. Nach einer heftigen Szene hilft ihr der smarte Jim (Casper van Dien) und sie willigt ein, dass dieser sie nach Hause bringt. Mit einem unbedachten Fahrmanöver bringt Jim ein anderes Fahrzeug ins Schleudern, was dessen Fahrer ihm sehr übel nimmt, denn er nimmt die Verfolgung auf und scheint die beiden von der Straße tilgen zu wollen.
Meinung zum Film:
„Road Rage“ erscheint bei epiX in der Reihe der Twilight Classics und ist ein eher schlechter Vertreter dieser Reihe. Lag das Hauptaugenmerk der Sammelreihe zunächst schwerpunktmäßig bei Titeln aus den 80er Jahren, so hat man mit dieser TV-Produktion aus dem Jahr 2000 einen echten Fehlgriff getan. Ein maues Drehbuch, eine launige Regie und eine Schauspieltruppe aus der hinteren Reihe sind im Prinzip alles, was dieser Film zu bieten hat. Das Schlimme an der ganzen Sache ist, dass dies ein Actionfilm sein will, aber genau an dieser Hürde grandios scheitert. Es wird zwar viel bewegt und geschrien und gerast, aber der Unterhaltungswert ist gleich Null.
Selbst für eine TV-Produktion ist dies eindeutig zu wenig. Zunächst baut sich eine gewisse Spannung auf, wenn der Sunnyboy Jim die aparte Sonia vor ihrem rabiaten Ex-Freund Bo in Schutz nimmt. Er bietet ihr an, sie nach Hause zu bringen, während Bo sich schmollend in sein Muscle-Car verzieht. Auf der Stadtautobahn schneidet Jim dann versehentlich einen schwarzen Pickup, der ihn und Sonia sodann aggressiv verfolgt. Durch die schwarz getönten Scheiben kann man nicht erkennen, wer da leicht psychopatisch sein Kfz durch den Verkehr leitet. Dann kommt die Auflösung und die ist vollkommen unlogisch.
Wenn man aber ein genügsamer Zuschauer ist, dann kann man dies verschmerzen, doch das einfallslose Drehbuch und der nicht minder schwache Inszenierungsstil lassen Langeweile aufkommen. Permanent wiederholen sich Überholmanöver, die Dialoge reduzieren sich auf ein inhaltliches Minimum und die Schauspieler wirken enorm unmotiviert. Da kommt kein Schwung auf und die gelegentlichen lustigen Sprüche reißen das Steuer auch nicht herum. 1997 konnte Casper van Dien noch als schmucker Soldat in „Starship Troopers“ den Bugs in den Allerwertesten treten und 1999 trat er in „Sleepy Hollow“ dem kopflosen Reiter entgegen, doch in „Road Rage“ wird er zu einem Raser wider Willen degradiert. Schade.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild wirkt sehr klar, was dann auch ein kleines Manko an der Optik offenbart, denn es rauscht ein wenig. Der Kontrast zeigt ebenfalls Schwächen, die sich allerdings nur bei dunklen Szenen auswirken. Die Farben sind lebensecht und machen einen realistischen Eindruck. Der Ton ist für das Format ordentlich, doch für einen echten Actioner brauchst heute schon mal Krach aus allen verfügbaren Boxen.
Einziges Extra ist der Originaltrailer.
Fazit:
„Road Rage“ ist ein billiges und zusammengeschustertes Actionfilmchen, das nicht so recht in die an sich gute Reihe der „Twilight Classics“ passen will. Die Technik ist weitgehend stimmig, jedoch fehlen richtige Extras.
Technische Daten:
|
FSK-Freigabe:
|
Bildformat:
|
Laufzeit:
|
|
|
1,66:1
|
92:36 Minuten
|
|
Sprachen / Tonformate:
|
Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
|
Untertitel:
|
|
Keine |
|
Bonusmaterial:
|
|
|
|  |
Road Rage
Road Rage
Gepflegte Langeweile will erstmal inszeniert sein
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Kanada/USA, 2000 Regie: Sidney J. Furie Drehbuch: Greg Mellot Darsteller: Casper van Dien, Danielle Brett, Joseph Griffin, Chuck Byrn, Anthone Tullo
Label :
Epix
Verkaufsstart : 16.04.2010
|