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DVD-Besprechung - New York Mom

Story:
Eliza Welch (Uma Thurman) ist Hausfrau und Mutter und nebenbei auch noch Autorin ihres eigenen Blogs. Als wäre ihr Leben in Manhattan mit dem alltäglichen Wahnsinn nicht schon stressig genug, muss gerade zum 6. Geburtstag ihrer Tochter die Straße vor ihrer Wohnung für Filmarbeiten gesperrt werden. Dies erschwert die Vorbereitungen für die Geburtstagsfeier ungemein und verlangt zusätzliche Kraft und Zeit. Und dies just zu dem Zeitpunkt, wo sie ihre Energie in das Schreiben eines Artikels stecken wollte, von dem Sie sich einen Wiedereinstieg in das Berufsleben erhofft.

Meinung zum Film:
„New York Mom“-Regisseurin und Drehbuchautorin Katherine Dieckmann ist ein noch relativ unbeschriebenes Blatt. In Deutschland ist von ihren bisherigen Werken noch keines für das Heimkino erschienen. Für ihre Premiere in den heimischen vier Wänden des deutschen Publikums hat sie mit Uma Thurman („Kill Bill“) eine namhafte Darstellerin für ihr Projekt gewinnen können. Die Darstellerin steht komplett im Mittelpunkt des Films, es gibt keine Szene in der sie nicht zu sehen ist. Als Zuschauer begleitet man sie in ihrer Rolle als Eliza einen ganzen Tag durch ihr Leben, beginnend mit dem Aufstehen vor dem Rest der Familie. Sie genießt anfangs noch die Ruhe vor dem kommenden Sturm, der immer dann über ihren Tag hereinbricht, wenn der Rest der Familie sich ebenfalls aus den Federn erhebt.

Während ihr Mann Avery, gespielt von Anthony Edwards, der vielen als Dr. Mark Greene aus „Emergency Room“ bekannt sein dürfte, in aller Ruhe seine Zeitung liest, kümmert sie sich um die die beiden Kinder. Ihre Tochter Clara feiert am Nachmittag ihren 6. Geburtstag mit ihren Freunden, was den normalen Alltags-Wahnsinn um eine frische Komponente bereichert. Zu den gewohnten Erlebnissen für Eliza am Tag zählen die Gespräche mit der leicht senilen Nachbarin, um die sie sich kümmert, die Parkplatzprobleme vor dem Haus, sowie Einkaufen und das Gassi gehen mit dem Hund. Doch es gibt auch außergewöhnliche Geschehnisse an diesem Tag, wie etwa das Kennen lernen des knackigen Boten Nikesh, ein lautstarker Krach mit ihrer besten Freundin und vor allem ein Autorinnen-Wettbewerb, bei dem der Gewinnerin, die in 500 Worten am besten darlegt was es heißt eine Mutter zu sein, eine bezahlte Kolumne in einem neuen Magazin winkt.

Und so episodenhaft wie sich die einzelnen Geschehnisse anhören, so lose wirkt auch die Erzählstruktur des gesamten Films. Durch den Geburtstag von Clara und dem Wunsch, einen perfekten Artikel zu schreiben, ist zwar ein grober Rahmen gegeben, der aber nur vordergründig als roter Faden genutzt wird. Im Endeffekt liest sich der Film so wie der Blog, den Eliza in ihrer knappen Freizeit schreibt. Während die einzelnen Momente sich zu Beginn noch relativ interessant darstellen, nutzen diese sich mit der Zeit immer mehr ab und zum Schluss gibt es dann auch noch eine Prise Kitsch geboten. Es ist sicherlich zu einem großen Teil Uma Thurman zu verdanken, dass der Film trotzdem noch recht unterhaltsam ist. Minnie Driver („Das Phantom der Oper“) in der Rolle ihrer hochschwangeren Freundin hinterlässt ebenfalls einen guten Eindruck, während Anthony Edwards vor allem mit dem undankbaren Part zu kämpfen hat, dem ihm das Drehbuch aufs Auge drückte. Letzten Endes können die guten schauspielerischen Leistungen aber nicht darüber hinweghelfen, die Probleme des Drehbuchs zu verdecken. Aber zumindest werden sie ein wenig dadurch kaschiert und sorgen so zumindest teilweise für annehmbare Unterhaltung.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild fällt unterschiedlich aus. Teilweise wirkt es recht klar und durchschnittlich scharf, andererseits gibt es aber immer mal wieder kurze Momente, in dem es ein klein wenig verwaschen aussieht. Für eine kleinere Produktion ist das Ergebnis aber durchaus in Ordnung. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist gut verständlich, verirrt sich aber lediglich mit dem Soundtrack mal in den hinteren Bereich.

Auf der Rückseite des Covers wird eine ganz Reihe an Extras aufgelistet, auf der DVD zu finden ist davon aber lediglich der Trailer zum Film. Dafür gibt es ein ganz dickes Minus für den Verleih im Umgang mit zahlenden Kunden.  

Fazit:
„New York Mom“ hat mit Uma Thurman, Minnie Driver und Anthony Edwards drei gut agierende Darsteller in zentralen Rollen zu bieten, leidet aber unter einigen Längen und dem Fehlen eines roten Fadens. Das Ergebnis ist ein Blog in Bildern, der als Gesamtwerk nur bedingt gefallen kann.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 0 - ohne Altersbeschrae~nkung
1,85:1
1,85:1
85:42 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Trailer
New York Mom - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
New York Mom
New York Mom

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Ein filmgewordener Blog ohne richtigen roten Faden und mit inhaltlichen Schwächen


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2009
Regie:
Katherine Dieckmann
Drehbuch:
Katherine Dieckmann
Darsteller:
Uma Thurman, Anthony Edwards, Minnie Driver, Daisy Tahan, David Schallipp, Matthew Schallipp, Alice Drummond, Jose Constanino

Label Deutschland :
Planet Media
Verkaufsstart Deutschland :
06.05.2010