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Blu-ray-Besprechung - Ninja - Revenge Will Rise
Story:
Masazuka (Tsuyoshi Ihara) wurde aus dem Dojo von Ninjutsu-Meister Sensei (Togo Igawa) geworfen. Noch Jahre später sinnt er auf Rache und schwört, die Yoroi Bitsu, eine Truhe, welche die letzte Ausrüstung der Koga-Ninja enthält in seinen Besitz zu bringen und dadurch die Macht über das Dojo zu erlangen. Damit das nicht geschieht, entsendet Meister Sensei die Yoroi Bitsu zusammen mit Casey (Scott Adkins), seinem besten Schüler und seiner Tochter Namiko (Mika Hijii) nach Amerika. Er glaubt, dass die Truhe dort in einem Versteck in Sicherheit ist. Doch Masazuka bekommt Wind von der Sache und macht sich ebenfalls auf den Weg in die Vereinigten Staaten.
Meinung zum Film:
„Ninja – Revenge Will Rise“-Regisseur Isaac Florentine („Undisputed 2“) hat sich bei Kampfsportfreunden einen recht guten Namen machen können. Mit relativ einfachen Mitteln schafft er es immer wieder, packende B-Action-Kost zu schaffen, die in ihrer Aufmachung an die ruhmreicheren Vertreter dieses Genres aus den 80er-Jahren erinnern. Auch „Ninja“ kann sich in diese Reihe einordnen und lässt so manch nostalgisches Gefühl an die „guten alten Zeiten“ aufkommen, in denen sich Shô Kosugi („Die Rückkehr der Ninja“) als Ninja durch Heerscharen von Gegnern kämpfte und dabei auf Hilfsmittel wie Rauchbomben oder Shuriken zurückgriff. Aufs Hilfsmittel griff auch Regisseur Florentine zurück, um die blutigen Effekte für seine Actioneinlagen mit reichlich Blut zu unterlegen. Während in der gekürzten FSK-18-Fassung nicht mehr ganz so viel davon übrig geblieben ist, dürfte das in der ungekürzten SPIO/JK-Schnittfassung reichlich gezeigte CGI-Blut nicht jedermanns Geschmack sein, da es oft zu künstlich erscheint. Hier wäre der Regisseur sicherlich besser beraten gewesen, in Sachen Bluteffekte ebenfalls auf Mittel zurückzugreifen, die bei den Ninja-Kultfilmen aus den 80er-Jahren ebenfalls zum Einsatz kamen.
Die Story an sich ist dann ebenso banal, wie es bei den meisten der Vertreter aus den 80er-Jahren der Fall war. Im Mittelpunkt stehen zwei Ninja, die beide begnadete Kämpfer sind. Während einer von ihnen ein Musterbeispiel an Ehrgefühl und Selbstbeherrschung ist, ist der andere unbeherrscht und eitel. Über die heilige Yoroi Bitsu kommt es dann letzten Endes zum großen Finale. Mit eingestreut wurde auch eine knappe Liebesgeschichte zwischen Casey und Namiko, die aber vollkommen in die Hose geht, was nicht zuletzt an den begrenzten schauspielerischen Fähigkeiten von Scott Adkins („The Tournament“) liegt. Diese sorgen auch dafür, dass der ohnehin vom Drehbuch schon reichlich schlecht eingebundene Subplot um die Mutter von Casey, die ihn in jungen Jahren als Waisen zurückließ, zu plattem Kitsch verkommt. Durch diese Nebengeräusche leidet letzten Endes dann die Figur des Casey, der stellenweise wie ein Weichei dasteht. In den Kämpfen ist es von daher zwingend erforderlich, dieses Image nicht weiter zu zementieren. Dank der physischen Überzeugungskraft Scott Adkins‘, ist dies aber kein Problem.
Dank der durchweg bestens verteilten Actioneinlagen kommt trotz der reichlich platten Story so gut wie keine Langeweile auf. Immer wenn der Spannungsbogen droht, einen Durchhänger zu bekommen, gibt wird die nächste Kampfaction präsentiert. Interessant ist dabei auch die Art, mit der die beiden Hauptkontrahenten miteinander ins Feld ziehen. Während Masazuka die geschichtliche Stellung der Ninja als Spione und Meuchelmörder auf die Moderne überträgt, bleibt Casey bei den traditionellen Werten. Masazuka lässt sich für viel Geld anheuern und erledigt seine Aufgaben mit modernster Ausrüstung, ohne dabei jedoch die traditionelle Ninja-Lehren ganz zu vergessen. Casey wiederum hat mit modernen Hilfsmitteln nichts im Sinn. So dürfte es auch niemanden wundern, dass er am Ende die Koga-Ausrüstung anlegt, um im großen Finale gegen Masazuka zu kämpfen. Und wenn Old-School auf New-School in der entscheidenden Schlacht aufeinander trifft, ist dies das Ende für einen Film, der nicht nur Liebhaber der Ninja-Filme aus den 80er-Jahren zufriedenstellen dürfte. Actionfreunde, egal welchen Lagers, dürften durch „Ninja – Revenge Will Rise“ sicherlich bestens unterhalten werden.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild versteht es mit einer für eine kleinere Produktion großen Detailvielfalt und scharf gezeichneten Konturen zu überzeugen. Farben, Kontrast und Helligkeit sind ebenfalls gut aufeinander abgestimmt und sorgen für eine gelungene optische Präsentation. Gleichermaßen gut gelungen ist auch der deutsche Ton in DTS-HD Master Audio 5.1, der durchweg gut verständlich ist und in den Kämpfen für eine gute Räumlichkeit sorgt.
Bei den Extras geht es sehr übersichtlich zu. Zum einen gibt es ein "Making Of", das neben ausreichend gegenseitigem Lob auch die eine oder andere Info über die Umsetzung der Actionszenen zu bieten hat. Im "Behind the Scenes" werden ein paar unkommentierte Szenen vom Dreh gezeigt, die größtenteils auch schon im Making Of zu sehen waren.
Fazit:
„Ninja – Revenge Will Rise“ ist ein Film, der stark an die alten Ninja-Klassiker aus den 80er-Jahren mit Shô Kosugi erinnert. Die Story ist zwar flacher als eine Flunder und die Charaktere platter als jeder Blondinenwitz, aber allein die wohldosierte Action macht diese Makel schnell vergessen. So und nicht anders sieht gelungene B-Film-Action-Kost aus.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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83:37 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 | Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Niederländisch |
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Bonusmaterial:
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- Making Of
- Behind the Scenes
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Ninja - Revenge Will Rise
Ninja
Ein gelungener Ninja-Film mit dem actionreichen Aufeinanderprallen von Tradition und Moderne
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2009 Regie: Isaac Florentine Drehbuch: Zaki Rubenstein, Boaz Davidson, Michael Hurst Darsteller: Scott Adkins, Tsuyoshi Ihara, Mika Hijii, Todd Jensen, Togo Igawa, Garrick Hagon, Miles Anderson, Valentin Ganev, Kenji Motomiya, Nikolai Sotirov, Raicho Vasilev, Siso Kamburov
Label :
Splendid Entertainment
Verkaufsstart : 26.03.2010
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