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Kino-Besprechung - Iron Man 2

Story:
Ein halbes Jahr ist vergangen, seit Tony Stark verkündet hat: er ist Iron Man. Seit dem hat sich viel verändert. Die Welt ist sicherer geworden und Tony Stark ist der Liebling der Massen. Aber er ist nicht ohne Neider. Allen voran will Rüstungsmagnat Justin Hammer den  "Iron Man"-Anzug haben, um ihm dem Militär zu verkaufen. Und dann hat da auch noch der mysteriöse "Whiplash" eine Rechnung mit Tony Stark zu begleichen.

Meinung zum Film:
 "Iron Man 2" setzt da ein, wo sein Vorgänger aufgehört hatte - mit der Offenbahrung von Iron Mans Identität und deutet damit schon an, dass Wert auf Kontinuität gelegt werden soll. Und tatsächlich: Tony Stark ist der gleiche sympatisch exzentrische Egomane, den Robert Downey Jr. ("Tropic Thunder", "Sherlock Holmes") bereits im ersten Teil so grandios spielte. Die alte, von beidseitiger Unfähigkeit geprägte, sexuelle Spannung zwischen ihm und seiner Assistentin Pepper Potts (Gwyneth Paltrow) ist weiterhin fast greifbar. Natürlich hat auch der rot-goldene "Iron Man"-Anzug nichts von seiner Coolheit eingebüßt. Alle, die im ersten Teil bis zum Ende des Abspanns gewartet haben, kennen auch Nick Fury (Samuel L. Jackson), den Agenten von S.H.I.E.L.D., der in diesem Teil deutlich präsenter sein wird. Lediglich der vormals jugendlich wirkende Col. James Rhodes wurde mit Don Cheadle durch einen deutlich älter und ernster wirkenden Rhodey ersetzt.

Über Langeweile braucht sich Tony Stark auch nicht zu beschweren. Die Regierung will ihm seinen Anzug wegnehmen. Sein großer Konkurrent will ihn nachbauen und vermarkten. Ein peitschenschwingender Russe will ihm sein Leben zerstören. Sein Brustimplantat richtet seinen Körper kontinuierlich zu Grunde. Hinzu kommen noch weitere kleinere Konflikte, die einem Charakter wie Stark durchaus angemessen sind, letztendlich dem Film aber eher abträglich sind. Dadurch, dass nicht wie im ersten Teil eine klare Linie vorhanden ist, verliert sich der Nachfolger in Kleinteiligkeit und Stereotypen. Tony Starks Leben ist eine Ansammlung von Baustellen und er hat für jede Situation einen passenden respektlosen Kommentar, aber eben keine Lösung. Es ist nicht verwunderlich, dass am Ende alles auf einen fulminanten Showdown und effektreiche Sachbeschädigung hinausläuft. Und irgendwie sind dann auch alle kleinen und großen Probleme geklärt. Als Zuschauer ist man auch direkt froh darüber, weil das anstrengende Durcheinander dann ein Ende hat.

Das soll nicht heißen, dass "Iron Man 2" keinen Spaß machen würde. Es ist wieder eine durchaus gelungene Superhelden-Verfilmung geworden, effektvoll, einfallsreich und frech wie der erste Teil. Der Film krankt nur deutlich an dem Fortsetzungs-Phänomen. Dadurch, dass das Niveau des ersten Teils erreicht werden soll, hat Justin Theroux versucht, viele Konflikte statt einer guten Handlung unterzubringen. Auch die soziale Demontierung der Hauptakteure ist seit "Spider-Man 2" oder "X-Men 2" schon fast Gesetz der Serie in Marvel Verfilmungen. Es ist wirklich schade, denn Downey Jr. und Paltrow sind eine wirklich gelungene Kombination, die selbst in diesem Handlungschaos versuchen einen klaren Kurs einzuhalten. Und ganz ehrlich, nachdem im ersten Teil schon der Iron Monger nur eine Kopie des "Iron Man" war, will man doch mal was anderes als Metallrüstungen mit einer Leuchte auf der Brust sehen. Es steht zu hoffen, dass "Iron Man" im nächsten Teil zu seiner alten Form zurückfindet. Die entsprechenden Andeutungen gibt es zur Genüge. Und die im ersten Teil nur angerissene Problematik des "Mandarin" und der "Zwölf Ringe" wartet auch noch auf eine Auflösung.

Fazit:
 "Iron Man 2" bietet den Charme des ersten Teils kombiniert mit jeder Menge Knalleffekten. Ansonsten gibt es nicht viel neues, sondern das merkwürdige Gefühl, alles schon mal gesehen zu haben.

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Iron Man 2
Iron Man 2

Bild unseres Mitarbeiters Falk Ebert
Iron Man in noch mehr Schwierigkeiten als bisher


Autor der Besprechung:
Falk Ebert

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2010
Regie:
Jon Favreau
Drehbuch:
Justin Theroux
Darsteller:
Robert Downey Jr., Gwyneth Paltrow, Don Cheadle, Sam Rockwell, Scarlett Johansson, Mickey Rourke, Samuel L. Jackson

Verleiher:
Concorde Film
Kinostart Deutschland :
06.05.2010