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Dinosaurier - Im Reich der Giganten

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Blu-ray-Besprechung - From Within

Story:
Die Selbstmordrate in der amerikanischen Kleinstadt Grovetown nimmt besorgniserregende Züge an, doch Sheriff Cooper (Jonathan Orcutt) sieht die Entwicklung eher gelassen und spricht von einem nicht unüblichen Nachahmungseffekt. Ganz anders sieht dies der Großteil der sehr gläubigen Einwohner, welche die Rückkehr Adians (Thomas Dekker) als Auslöser sehen, da dieser angeblich mit dem Teufel im Bunde steht. Lindsay (Elizabeth Rice) glaubt dies jedoch nicht und freundet sich mit Aidan an. Dabei erfährt sie ein düsteres Geheimnis, das die gesamte Stadt in den Abgrund ziehen könnte.

Meinung zum Film:
„From Within“-Regisseur Phedon Papamichael wagte mit diesem Film erst seinen dritten Ausflug auf den Regiestuhl, sein letzter Auftritt in dieser Funktion liegt mit „Tödliche Bilder“ aus dem Jahre 1994 schon ziemlich weit zurück. Dem Filmgeschäft blieb er aber auch in der Zwischenzeit treu und bereicherte es mit seiner Arbeit als Kameramann. Dabei war er unter anderem Verantwortlich für Filmen wie „Identität“ oder „Walk the line“. Weitaus weniger erfolgreich konnte sich Drehbuchautor Brad Keene in seiner Schaffenszeit präsentieren. Seine bekannteste Arbeit ist die alles andere als gelungene Drehvorlage zu „Der Fluch - The Grudge 3“, der ein Jahr nach dem 2008 entstandenen „From Within“ gedreht wurde. Doch bereits hier hat Keene ein wenig mit bleichgesichtigen Schreckgespenstern herumexperimentiert.

Während Sheriff Cooper von einer Art Dominoeffekt redet, welcher Nachahmungssuizide bei den Jugendlichen auslöst, weiß man als Zuschauer bereits deutlich mehr. So zum Beispiel, dass die Selbstmorde alles andere als freiwillig sind und die Opfer von einer geisterhaften Erscheinung in den Tod getrieben werden. Bei diesen handelt es sich um eine dämonische Abbildung der Opfer selbst, die wie aus dem Nichts erscheinen und die Menschen in wenigen Minuten in den Selbstmord treiben. Die Szenen, in denen die Geister ihren Auftritt haben, hat Papamichael effektvoll in Szene gesetzt. Dadurch kommt immer wieder kurzzeitig eine unheimliche Atmosphäre auf und der Spannungsbogen erreicht kurzzeitig kleinere Spitzen. Allerdings nur sehr kurzzeitig, bevor es in der alles andere als ansprechenden Geschichte wieder weiter geht. Und abgesehen von den relativ kurzen Schockmomenten hat „From Within“ nur wenig Spannung und Überraschung zu bieten.  

Der Film ist so trist wie das Kleinstadtleben und das durch Farbfilter meist als trüb präsentierte Wetter Grovetowns. Die strenggläubigen Einwohner wirken platt und klischeehaft, das Eindringen der als Teufelsanbeter verschrienen Außenseiter schlägt in die gleiche Klischeekerbe. Lindsay steht zwischen den Stühlen und irgendwann kann man sich als Zuschauer nicht mehr dagegen wehren, gewisse Parallelen zwischen der „Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen“-Saga zu erkennen. Denn genau wie Bella war Lindsay einst mit dem jugendlichen Anführer der einen Seite zusammen und fühlt sich anschließend zum sensiblen Gegenstück derer Erzfeinde hingezogen. Es wurden aus Vampiren lediglich Christen gemacht und aus den Werwölfen Teufelsanbeter. Originell ist das ganz sicher nicht und unterhaltsam ebenso wenig. Die Figuren bleiben hier durchweg blass und konturenlos und die Auflösung der Geschichte kann sicherlich auch nicht mehr als ein müdes Gähnen erzeugen. Horrorfreunde finden hier kaum gute Unterhaltung. Am ehesten umschrieben werden kann „From Within“ als Teenager-Liebesdrama mit mystischem Einschlag.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht vor allem in Sachen Schärfe und Detailvielfalt einen guten Eindruck und bietet das an, was man von aktuellen Produktionen auf Blu-ray erwarten kann. Die Farben wirken natürlich, werden ab und an aber mal durch den Einsatz von Farbfiltern und dem teils tiefen Kontrast etwas gedrückt. Der deutsche Ton in DTS-HD Master Audio 5.1 ist gut verständlich und nutzt bei Gelegenheit auch immer wieder kurzzeitig die Effektkanäle.

Die Extras bestehen aus einer Bildergalerie und dem Trailer zum Film und sind von daher kaum der Rede wert.

Fazit:
„From Within“ ist auf ein eher jugendliches Zielpublikum zugeschnitten. Der Spannungsbogen spannt sich nur selten auf und wird fast komplett von den emotionalen Wirrungen der jungen Heldin überdeckt. Spannung kommt lediglich dann kurzzeitig auf, wenn die dämonischen Ebenbilder der Opfer zu sehen sind. Dies reicht aus, damit es zumindest nicht langweilig wird. Sonderlich mitreißend wird der Film dadurch aber leider auch nicht.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
2,35:1
2,35:1
89:26 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
DTS-HD  Master Audio 5.1
DTS-HD Master Audio 5.1
Englisch
DTS-HD  Master Audio 5.1
DTS-HD Master Audio 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Fotogalerie
  • Trailer
From Within - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
From Within
From Within

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Twilight meets The Grudge


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:

Regie:
Phedon Papamichael
Drehbuch:
Brad Keene
Darsteller:
Elizabeth Rice, Thomas Dekker, Adam Goldberg, Steven Culp, Margo Harshman, Kelly Blatz, Thomas Dekker, Rumer Willis, Brittany Robertson

Label Deutschland :
Kinowelt Home Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
20.04.2010