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DVD-Besprechung - American Amok
Story:
Feuerwehrmann Lyle Wilder (Charlie Sheen) ist der Held des Tages: er rettet ein kleines Baby aus den Flammen und wird überall gefeiert. Was jedoch keiner weiß: der von Frau und Kind getrennt lebende Lyle ist ein Psychopath, dem seine Nachbarsfamilie, dessen Kinder er zu laut findet, gehörig auf den Geist geht. Eines Tages verliert Lyle vollkommen die Kontrolle über sich und fängt an, die Familie zu terrorisieren.
Meinung zum Film:
„American Amok“ entstand unter der Regie von Craig R. Baxley. Dieser machte sich zunächst als Stunt-Koordinator einen Namen, bevor er bei der TV-Serie „A-Team“ bei einigen Episoden erste Erfahrungen auf dem Regiestuhl sammelte. 1997 übernahm er dann den Regie-Posten für diesen Thriller, bei dem sich Charlie Sheen („Two and a half men“) als Psychopath austoben darf. Dessen Performance, die mit sichtlich viel Spielfreude angereichert ist, macht aus diesem auch ansonsten ansehnlichen Thriller einen echten Hingucker.
Lyle hat die Trennung von Frau und Kind nicht verkraftet und sitzt allein in seinem Haus und leidet unter Schlafstörungen. Weit größer ist jedoch das Problem, dass er ein waschechter, brutaler Psychopath ist. Harmlos ist noch, dass er eines morgens den Wagen seines Nachbarn Reese Braverton (David Andrews) die Straße hochschiebt, weil dieser genau vor Lyles Haus geparkt hat. Als Reeses Sohnemann Zack (Noah Fleiss) jedoch mit seinem Modellflugzeug Lyles Schlafzimmerfenster zerstört, ist Schluss mit lustig. Er geht hinüber und bedroht die Familie mit dem Messer, geht aber zunächst wieder nach Hause. Als die Familie die Polizei ruft, kann Lyle zunächst noch von seiner „Prominenz“ durch die heldenhaften Rettung des Babys profitieren und sich gegenüber den Polizisten die Geschichte so zurechtlegen, dass die Bravertons die eigentlichen Schuldigen sind.
„American Amok“ erfindet das Psycho(pathen)-Thriller-Genre ganz bestimmt nicht neu, dennoch kann der Film über seine gesamte Filmlänge gut unterhalten. Besonders die Wahnsinnigkeit von Charlie Sheens Charakter baut sich langsam, aber stetig auf und steigert sich bis zur Explosion, wobei er zwischendurch immer mal wieder scheinbar zur Vernunft kommt. Auch die kompakte Lauflänge von 85 Minuten sorgt dafür, dass nie Langeweile aufkommt oder langweilige Neben-Erzählstränge aufgebaut werden, die von der eigentlichen Handlung ablenken. Nicht nur, wer Sheen mal in einer anderen Rolle sehen will, kann bei diesem Film beherzt zugreifen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist recht gut gelungen und bietet keinen Anlass zum Klagen. Bildfehler und –verschmutzungen sind keine auszumachen und auch in den dunklen Szenen behält man immer den Überblick. Schärfe und Kontrast sind ebenfalls im durchschnittlichen Bereich ohne Ausreißer nach oben oder unten. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist gut ausgewogen und bietet gelegentlich Futter für die hinteren Lautsprecher.
Als Extra gibt es lediglich den Trailer zum Film.
Fazit:
Charlie Sheen darf sich bei „American Amok“ als Psychopath mal so richtig austoben und spielt seine Rolle sehr gut. Der Thriller ist stets auf gleichbleibendem spannenden Niveau und ist durchaus mal einen Blick wert. Die DVD-Qualität ist gut.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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84:13 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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American Amok - Bad Day on the Block
Bad Day on the Block
Charlie Sheen mal ganz anders
Autor der Besprechung:
Andreas Schultz
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1997 Regie: Craig R. Baxley Drehbuch: Betsy Giffen Nowrasteh Darsteller: Charlie Sheen, Mare Winningham, David Andrews, Noah Fleiss, Dawnn Lewis
Label :
Epix
Verkaufsstart : 14.05.2010
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