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Blu-ray-Besprechung - The Way
Story:
Aleksey (Dmitriy Nosov) hatte in seinem Leben nicht immer Glück. Er musste in seiner Jugend hart kämpfen, um über die Runden zu kommen und nicht auf die schiefe Bahn zu geraten. Die meiste Zeit war er dabei auf sich selbst gestellt. Dies ändert sich, als er eher unfreiwillig zu einer Sondereinheit beim Militär kommt, die für besonders gefährliche Einsätze aufgebaut wird.
Meinung zum Film:
„The Way“ ist das Filmdebüt des russischen Regisseurs Vladimir Pasichnik, der darin zunächst einen Blick auf seine russische Heimat und die Problematik der Kriminalität wirft. Der Inszenierungsstil des Films ist vor allem zu Beginn ein klein wenig gewöhnungsbedürftig. So ist fast durchweg im Hintergrund Musik zu hören und die Optik wirkt nicht nur deswegen immer wieder wie in einem Musikclip. Die Bilder sind nicht immer gerade aufgenommen, sondern immer mal wieder ein klein wenig gekippt. Es kommen extreme Nahaufnahmen zum Einsatz in Verbindung mit schnellen Schnitten, immer wieder gefolgt von ungewöhnlicheren Perspektiven auf das Geschehen. Was sicherlich künstlerisch wertvoll gedacht war, sorgt eher für einen gegenteiligen Eindruck.
Der Erzählstil von „The Way“ ist ebenfalls recht eigen. Im ständigen Wechsel gibt es Passagen zu sehen, in denen die Bilder durch Alekseys Stimme aus dem Off kommentiert werden, gefolgt von längeren Momenten, in denen sich die Musik in den Vordergrund rückt und das Geschehen ohne Worte präsentiert wird. Gerade in der ersten Hälfte des Films sorgen diese Stilmittel immer wieder dafür, dass der Erzählfluss alles andere als fließend erscheint. Auch die immer wieder eingesetzten, größeren Zeitsprünge sorgen dafür, dass der Film nicht wie aus einem Guss erzählt erscheint. Er wirkt insgesamt recht episodenhaft, da immer wieder nur einzelne Häppchen mit Stationen aus dem Leben Alekseys gezeigt werden. Auf größere Actioneinlagen muss in der ersten Hälfte lange gewartet werden. Die erste größere Kampfszene gibt es, abgesehen vom Prolog, erst in der Mitte des Films. Daran beteiligt ist dann unter anderem Profiboxer Nikolay Valuev, der in seiner Rolle als entflohener Häftling kurz gegen Aleksey antreten darf. Wer genau hinsieht kann später auch noch Michael Madsen („Kill Bill“) in einem Cameo-Auftritt als Befehlshaber amerikanischer Streitkräfte sehen.
Ein großes Problem des Filmes ist es, dass er wie aus zwei unterschiedlichen Teilen zu bestehen scheint. Die erste Hälfte ist sehr ruhig und hat nicht zuletzt wegen der Stimme aus dem Off und der Trostlosigkeit des Helden einen starken Film-Noir-Charakter, während die zweite Hälfte dann zu einem reinen Actionspektakel wird. Alle Versuche zu Beginn, aus Aleksey einen nachvollziehbaren Charakter zu schaffen werden mit dem Actionteil komplett über Bord geworfen. Unter anderem dadurch, dass ihm ein höchst alberner Lehrmeister vor die Nase gesetzt wird und als Erzfeind eine Figur kurzzeitig in den Ring steigt, die im Prolog kurz eingeführt wurde. Die Bedeutung dieser Einleitung erklärt sich erst sehr spät im Film und wirkt bis dahin wie eine fälschlicherweise eingelegte Filmrolle aus einem ganz anderen Streifen. Mit der Erklärung wird zwar gesagt, wie alles zusammen hängt, sonderlich überzeugend fällt dies aber nicht aus. Der zusätzliche Einsatz von Esoterik gibt der Geschichte dann den Todesstoß. Lediglich die Actionszenen können teilweise zu überzeugen, schaffen es aber auch nicht, über den schwachen Rest hinwegzutäuschen. Dafür gibt es von ihnen dann auch einfach zu wenige.
Digitale Aufarbeitung:
Bei den Bildteilen die im Fokus stehen sind immer wieder feinere Details zu erkennen, bei Aufnahmen mit räumlicher Tiefe gehen die Details jedoch immer wieder ein wenig verloren. Die Kanten sind vor allem im Vordergrund scharf gezeichnet. Die Farben wirken ein wenig blass, der Kontrast ist gut abgestimmt. Beim deutschen DTS HD Master Audio 5.1 Ton gibt es gelegentlich Probleme mit starkem Hall bei Dialogszenen in Räumen. Dieser sorgt in einigen Sequenzen unterschiedlich stark dafür, dass sich Stimmen wie in eine Röhre gesprochen wirken. Zu hören ist dies unter anderem als Aleksey zu Beginn bei zwei Gangstern zu Besuch oder später bei der Polizei zum Verhör ist. Davon abgesehen gibt es aber keine weiteren Probleme und in den Actionszenen wird auch meist sehr guter Gebrauch von den Surroundmöglichkeiten der Blu-ray gemacht.
Als Extra gibt es lediglich zwei Musikvideos zum Film und den Trailer.
Fazit:
Es war sicherlich Pasichniks Absicht, mit „The Way“ eine tiefgreifende und umfangreiche Geschichte über das Leben seines Helden Aleksey zu schaffen, ist dabei aber episch gescheitert. Es passt nichts so recht zusammen im Film, die Story wirkt alles andere als fließend und mitreißend erzählt, lediglich die Actionszenen können stellenweise gefallen. Für die rund 100 Minuten Spielzeit reichen sie aber nicht aus um für gute Unterhaltung zu sorgen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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111:36 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 | Russisch DTS-HD Master Audio 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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The Way
Put
Kaum überzeugende, unharmonische Mischung aus Milieustudie und Action-Film
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Russland, 2009 Regie: Vladimir Pasichnik Drehbuch: Vladimir Pasichnik, Iskander Galiev, Alexandr Chervonenko (basierend auf dem Roman "Sudniy den" von Alexandr Chervonenko) Darsteller: Dmitriy Nosov, Dmitry Maximov, Olga Zaytseva, Dzhamal Azhigirey, Maksim Tynyanov, Ivan Kokorin, Artyom Mikhalkov, Aleksandr Novikov, Vladimir Smirnov, Irina Chashchina, Yevgeni Kondratyev, Aleksandr Yatsko,
Label :
WGF Verkaufsstart : 06.05.2010
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