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DVD-Besprechung - Der Preis des Verbrechens - Staffel 1

Story:
Die fünfjährige Julie wird ermordet aufgefunden. Detective Superintendant Michael Walker (David Hayman) nimmt die Ermittlungen auf und verdächtigt zunächst Julies Stiefvater Peter, später aber Michael Dunn, einen in der Nachbarschaft wohnenden Penner. Dummerweise gestaltet sich die Beweisfindung als schwierig und zieht sich bis zur Gerichtsverhandlung gegen Dunn hin. Im zweiten Fall geht es um bestialische Morde: 2 Frauen werden zu Tode gequält und nachdem eine dritte Frau den Überfall des Mörders überlebt und dessen Wagen identifizieren kann, scheint der Fall für Walker zunächst klar. Doch die Lage kompliziert sich.

Meinung zum Film:
„Der Preis des Verbrechens“, im Original „Trial & Retribution“ ist eine britische Krimi-Serie, die auch im ZDF läuft. Die ersten Folgen, die jetzt in dieser DVD-Box vorliegen, gingen in England 1997 über den Sender. Die bisher letzten Folgen dieser bereits recht langlebigen Serie liefen im Jahr 2009. Dreh- und Angelpunkt der Serie ist (natürlich neben den Fällen an sich) der Ermittler Detective Superintendant Michael Walker, der vom hierzulande ansonsten eher unbekannten David Hayman gespielt wird. Neben interessanter Charakterzeichnungen und spannenden Fällen reizt die Serie auch optisch mit Spielereien wie z.B. Split-Screen-Szenen.  

Die vorliegende Season 1 bringt es auf 4 DVDs mit einer Gesamt-Spielzeit von 400 Minuten – es werden aber nur 2 Fälle behandelt. Zeit genug, den jeweiligen Fall von allen Seiten zu beleuchten. Dies ist aber nicht gleichbedeutend mit Langeweile, denn Fall 1 mit dem Mord an einem kleinen Mädchen erschüttert und wird spannend dargeboten. Hauptermittler Walker erscheint in der ersten Episode dann auch erst nach einer halben Stunde, als es nach langer Zeit der Hoffnung dann wenigstens Gewissheit gibt, das Mädchen tot aufgefunden wird und die Streifenpolizisten bereits eine Menge an Ermittlungs-Vorarbeit geleistet haben. Ab da übernimmt dann Walker, über den man zu Beginn noch recht wenig erfährt, statt dessen wird die Spielzeit mit Ermittlungsarbeit ausgefüllt, die dann in einer Gerichtsverhandlung mit dem Verdächtigen als Angeklagten mündet.

In der zweiten Folge „Herr der Fliegen“ unternimmt der Zuschauer zunächst einen Ausflug ins Rotlichtmilieu, denn die junge Susan, die in diesem Milieu arbeitet, verschwindet und wird von ihrer Mutter vermisst. Walker wird wieder auf den Plan gerufen, als ihre zerstückelte Leiche gefunden wird. Auch in dieser Episode spielt sich viel – wie der wörtlich übersetzte Originaltitel der Serie („Gerichtsverhandlung und Strafe“) bereits andeutet - im Gerichtssaal ab. In „Preis des Verbrechens“ wird der Fokus eher auf minutiöse Polizeiarbeit und Beweisführung anstatt auf Action gelegt, wobei es der Serie gelingt, trotzdem spannend und interessant zu bleiben. Auf die weiteren Folgen kann man schon jetzt gespannt sein.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist insgesamt in Ordnung, bei einer TV-Serie darf man aber natürlich keine Wunder erwarten. Das Material weist ein ständiges Grundrauschen auf, das aber nicht weiter störend ins Gewicht fällt. Auch die Schärfe kann nicht immer überzeugen, ist für TV-Material aber durchaus noch im grünen Bereich. Der deutsche Ton in Dolby Digital 2.0 bewegt sich ebenfalls auf gutem TV-Niveau.

Extras sind keine vorhanden.

Fazit:
„Preis des Verbrechens“ ist eine britische Kriminalserie, die weitgehend auf Action verzichtet und sich lieber auf die normale Polizeiarbeit konzentriert. Die Spannung wird dabei aber immer aufrechterhalten und so kann man sich, falls noch nicht bekannt, diese Serie als Krimifreund gern auch als Blindkauf ansehen.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,33:1
1,33:1
4 Folgen a ca. 100 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • -
Der Preis des Verbrechens - Staffel 1 - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Der Preis des Verbrechens
Trial & Retribution

Bild unseres Mitarbeiters Andreas Schultz
Viel minutiöse Polizeiarbeit, trotzdem spannend dargeboten


Autor der Besprechung:
Andreas Schultz

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
GB, 1997
Regie:
div.
Drehbuch:
div.
Darsteller:
David Hayman u.a.

Label Deutschland :
edel motion
Verkaufsstart Deutschland :
28.05.2010