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DVD-Besprechung - Der Wind Des Todes

Story:
Kalifornien in einer Zeit, als es noch von Mexiko beherrscht wird: der zwielichte Castro (Lon Chaney Jr.) verlangt von Juan Obreon (Cornel Wilde) und dessen Familie Pacht für die Nutzung ihrer eigenen Weideflächen. Nachdem sich die Familie weigert, wird sie inkl. Juans Frau und Kind ermordet. Zusammen mit Tonya (Yvonne De Carlo) nimmt Juan Rache an den Killern.

Meinung zum Film:
„Der Wind des Todes“ ist ein B-Western, der 1954 von Allan Dwan inszeniert wurde. Dwan hat in seiner Vita zwar keine berühmten Werke vorzuweisen, ein Blick auf die IMDB jedoch offenbart, dass er im Zeitraum von 1911 bis 1961 bei sage und schreibe 438 Filmen Regie führte, darunter unzählige Stummfilm-Kurz-Western. Eine beachtliche Karriere. Der in Ungarn geborene Hauptdarsteller Cornel Wilde hatte seine Haupt-Schaffensphase in den 40er und 50er Jahren und auch keine bekannten A-Filme in seiner Karriere vorzuweisen, hat aber dafür in zahlreichen B-Filmen wie auch dem vorliegenden Western mitgewirkt.  

Der Film ist für einen US-Western untypisch in einer Zeit angesiedelt, in der Kalifornien noch von Mexiko beherrscht und regiert wurde. So spielt Wilde dann auch den spanischstämmigen Cowboy Juan Obreon, der eines Tages zu seiner Frau heimkommt, die in der Zwischenzeit ein Kind von ihm bekommen hat. Deren Großvater verfügt über ein großes Weideland, das vom Schurken Castro (Lon Chaney Jr.) für sich beansprucht wird. Nachdem der Großvater keine Pacht zahlen will, wird er, Juans Frau und dessen Kind ermordet. Daraufhin beginnt der typische, aber recht spannend inszenierte Rachepart vom Helden Juan.  

Nach dem frühen Ableben von Juans Frau Rosa ist die Arbeit für dessen Darstellerin Yvonne De Carlo aber noch nicht beendet, denn diese spielt auch deren Zwillingsschwester Tonya, die den Tod ihrer Familienmitglieder zusammen mit Juan rächt. De Carlo, am meisten bekannt durch ihre Rolle der Lily in der TV-Serie „Munsters“ kann gut aufspielen und ihre Aufgabe der attraktiven Gehilfin des Helden überzeugend ausfüllen. Ein weiteres bekanntes Gesicht ist Raymund Burr („Der Chef“) in der Rolle des zwielichten Captain Rodriguez. Alles in allem ist der „Wind des Todes“ ein recht ansehnlicher B-Western, der jedoch keinen bleibenden Eindruck beim Zuschauer hinterlassen wird. Eingefleischte Western-Fans können ruhig mal einen Blick auf den Film werfen.

Digitale Aufarbeitung:
Als scharf kann man das Bild leider nicht bezeichnen, ganz im Gegenteil wirkt es verwaschen und Details verlieren sich oft im Bildmatsch. Auch die Farben schwanken von blass bis akzeptabel. Insgesamt macht die Bildqualität leider keinen guten Eindruck. Der Mono-Ton wahlweise auf deutsch oder englisch ist gut verständlich.

Ruft man im DVD-Menü die „Extras“-Sektion auf, erwartet man bei diesem unbekannten Film lediglich eine Trailer-Show, die Werbung für weitere DVDs des Labels macht. Völlig überraschend kann man jedoch den US-Trailer bewundern und sogar eine 2-minütige Deleted Scene bestaunen. Fehlen darf natürlich nicht die Bildergalerie mit Szenenfotos und Aushangmaterial. Abgeschlossen werden die Special Features durch das deutsche, 2-seitige Programmheft von 1954, das man sich auf dem Bildschirm durchlesen kann. Für diesen kleinen Film wurden vergleichsweise viele Extras zusammengesammelt, das gibt einen Extrapunkt.

Fazit:
„Der Wind des Todes“ ist ein typischer B-Western, der handwerklich in Ordnung ist, gut unterhalten kann, jedoch keinen bleibenden Eindruck beim Zuschauer hinterlässt. Eingefleischte Westernfans auf der Suche nach neuem Material können aber durchaus zufriedengestellt werden, wenn man über die schlechte Bildqualität hinwegsehen kann. Die Extras sind, gemessen am Alter und dem Bekanntheitsgrad des Films sehr gut.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 12
1,33:1
1,33:1
78:31 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 1.0
Dolby Digital 1.0
Englisch
Dolby Digital 1.0
Dolby Digital 1.0
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • Trailer
  • Deleted Scene
  • Bildergalerie
  • Programmheft
Der Wind Des Todes - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Der Wind des Todes
Passion

Bild unseres Mitarbeiters Andreas Schultz
Ansehnlicher, aber nicht herausragender B-Western


Autor der Besprechung:
Andreas Schultz

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1954
Regie:
Allan Dwan
Drehbuch:
Beatrice A. Dresher, Joseph Lejtes
Darsteller:
Cornel Wilde, Yvonne De Carlo, Raymond Burr, Lon Chaney Jr., Rodolfo Acosta

Label Deutschland :
Voulez Vous Film
Verkaufsstart Deutschland :
07.05.2010