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Blu-ray-Besprechung - In the Electric Mist - Mord in Louisiana
Story:
Dave Robicheaux (Tommy Lee Jones) kämpfte im Vietnamkrieg, gegen den Alkohol und aktuell gegen das Verbrechen. Der Detective ermittelt in einer Mordserie bei der junge Frauen das bevorzugte Opfer eines gandenlosen Schlächters sind. Per Zufall erfährt er von einem Schauspieler, dass dieser bei Dreharbeiten im Sumpf eine Leiche in Ketten gesehen haben will. Und es stimmt, doch diese Leiche lag bereits seit 40 Jahren dort und hat nichts mit den aktuellen Fällen zu tun. So denkt Dave es sich, doch die Ermittlungen zeigen, dass die Morde sehr wohl zusammen hängen und womöglich ein und derselbe Täter am Werk ist. Vielleicht hat ja auch der örtliche Berufs-Pate „Baby Feet“ Balboni (John Goodman) etwas damit zu tun, doch dieser gibt vor, von nichts zu wissen.
Meinung zum Film:
Vorlage für „In the electric mist“ war der gleichnamige Roman des Autoren James Lee Burke, der gleich mehrere seiner Thriller in den Südstaaten spielen lässt. Doch es ist nicht typischerweise New Orleans, sondern das ebenfalls in Louisiana gelegene New Iberia, wo das Verbrechen Einkehr hält oder auch schon immer vorhanden war. Der klassische Rassenkonflikt steht aber nicht im Vordergrund, sondern eine Verbrechensserie an jungen Frauen. Ein scheinbar zügelloser wahnsinniger Mörder stellt mit den Frauen unvorstellbare Dinge an, die selbst harten Cops auf den Magen schlagen. Soweit ist dies die Ausgangsposition, die durch einen 40 Jahre zurück liegenden Mord ergänzt wird. Nachdem der Wirbelsturm Kathrina weite Teile Louisianas von oben nach unten gedreht hat, werden nämlich die Überreste eines Mannes gefunden, der vor vier Jahrzehnten in den Sümpfen umgebracht wurde.
Die Ausgangslage für den Thriller ist somit spannend, doch im Laufe des Films verläuft der Spannungsbogen eher flach. Er ist beileibe nicht langweilig, doch es existiert kein richtiger Höhepunkt. Mit fortlaufender Filmdauer werden natürlich die einzelnen kleinen Rätsel gelöst, es fehlt allein der Kick der richtigen Überraschung. Dementsprechend dünn ist auch das Finale ausgefallen, dem es auch nichts nützt, dass es sehr realistisch wirkt. Übeltäter/-in wird gefunden, logisch, und sofort erschossen. Punkt. Es folgen danach noch ein paar aufklärende Worte, doch im Prinzip wirkt es sehr knapp. Die letzte Filmszene beinhaltet noch einen kleinen Schmunzler zum Abschluss, der vielleicht ein bisschen verspielt ist, aber zu einigen Teilen der Handlung durchaus Bezug hat.
Die Stärken des Films liegen klar in seinen Schauspielern und den vom Drehbuch beschriebenen Charakteren. Man hat es hier mit normalen menschlichen Anwandelungen zu tun und niemand fällt überzeichnet aus dem Rahmen. Da ist zum Beispiel die Rolle des lokalen Mafia-Paten Julie Balbonie, der von John Goodman („Roseanne“) gespielt wird. Er ist Italiener, er betreibt kriminelle Geschäfte, versucht aber durch legale Investitionen ein neues Standbein aufzubauen. Seine Erklärung, warum seine Familie den Weg jenseits der Gesetze gesucht hat, klingt einleuchtend und macht ihn sogar sympathisch. Tommy Lee Jones („Men in Black“) spielt die Hauptrolle des Polizisten Dave Robicheaux. Er stellt keinen Übermann dar, sondern überzeugt als erfahrener Ermittler, dem keine menschlichen Schwächen fremd sind.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild entspricht dem, was ein BD-Kunde erwarten darf. Ob Nahaufnahmen oder Tiefenschärfe, stets bleibt eine messerscharfe Optik. In den vielen Aufnahmen, in denen vor allem die Sümpfe gezeigt werden, ist das Bild kristallklar und die Spiegelungen im Wasser wirken, als stünde man selbst an den Gewässern. Die Farben wirken sehr realistisch. Der Ton bringt einige Details mit und wirkt insgesamt sehr harmonisch mit dem Bild zusammen.
Die Extras beginnen mit dem deutschen Kinotrailer. Es folgt ein werbendes Making Of, in dem recht viel vom Film nacherzählt wird. Anekdoten vom Dreh fehlen zwar nicht, aber das gegenseitige Schulterklopfen ist schon deutlich bemerkbar. Den Abschluss bilden ein paar geschnittene Szenen.
Fazit:
„In the electric mist“ ist ein Thriller, der seinem Publikum sehr gute und vor allem lebensechte Charaktere anbietet. Das kann zwar den seichten Spannungsaufbau nicht kaschieren, doch die guten Darsteller wirken ausgleichend. Bild und Ton sind klasse, die Extras sind ausreichend und mit deutschen Untertiteln versehen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,40:1
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117:17 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch DTS-HD Master Audio 2.0 | Englisch DTS-HD Master Audio 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Trailer deutsch
- Making Of
- Geschnittene Szenen
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In the electric mist
In the electric mist
Sumpf-Thriller mit lebensnahen Charakteren
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2009 Regie: Bertrand Tavernier Drehbuch: James Lee Burke, Jerzy Kromolowski, Mary Olson-Kromolowski Darsteller: Tommy Lee Jones, John Goodman, Peter Saarsgard, Kelly Mcdonald, Ned Beatty
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 28.05.2010
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