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DVD-Besprechung - WWE - No Way Out 2010

Story:
Im Februar ist Zeit für das „No Way Out“ Pay-per-View bei der WWE. Das erste reguläre „No way out“-PPV fand am 27. Februar 2000 im Hartford Civic Center in Hartford, Connecticut statt. „No way out 2010“ wurde am 21. Februar 2010 im Scottrade Center in St. Louis, Missouri ausgetragen.

Meinung zum Film:
Die DVD Veröffentlichung hat den Namen „No way out 2010“, bei der TV-Ausstrahlung wurde das Event jedoch noch unter dem Namen „Elimination Chamber“ geführt. Gewählt wurde der Name in einer Umfrage auf der WWE-Homepage von den Fans, indem dieser mehr Stimme als der ursprüngliche Name „No way out“ bekam. Mit dem DVD-Release wurde diese Umbenennung nun wieder rückgängig gemacht. Im ersten Kampf standen sich in einem Elimination Chamber Match die Superstars John Cena, Randy Orton, Triple H, Ted DiBiase, Sheamus und Kofi Kingston im Kampf um den „WWE Champion“-Titel gegenüber. Zu Beginn des Fights standen Kofi Kingston und Sheamus im Ring, die anderen Wrestler wurden nach und nach, in einer zufällig ausgelosten Reihenfolge in den Ring gelassen. Das Match entwickelte sich zu Beginn noch relativ langsam. Grund hierfür war, dass zwischen Kingston und Sheamus die Ring-Chemie nicht so recht stimmen wollte. Angezeigt wurde der nächste Athlet, der in den Ring musste durch einen Spot, der über die Köpfe der in ihren Zellen bereit stehenden Superstars wanderte. Im Nachhinein stellte sich das Match zwar als routiniert und unterhaltsam heraus, ohne dabei jedoch nachhaltige Moment zu bieten. Ein Problem war sicherlich, dass es insgesamt ein wenig zu lange dauerte und die Momente, in denen ausgelost wurde, wer als nächster in den Ring steigt, waren die eigentlichen Highlights. Als Opener für das Event war das ganze aber bestens geeignet. Nachhaltige Bedeutung bekam es dann aber doch noch mit dem Eingreifen Vince McMahons nach dem Schlussgong.  

Als nächstes stand das „WWE Intercontinental Title“-Match zwischen Drew McIntyre und Kane auf dem Programm. Der Kampf zwischen dem blassen Babyface McIntyre und der Big Red Machine Kane wurde bereits im Vorfeld als ungeeignet angesehen und es entwickelte sich recht schnell zu einem Brawl, in dem die Kraftaktionen von Kane im Mittelpunkt standen, die McIntyre wiederum zu kontern versucht. Das Ergebnis war ein reiner Lückenfüller, der schnell vergessen war. Das anschließend angesetzte Diven-Titelmatch zwischen Gail Kim und Maryse wurde von der gewohnt mit schräger Stimme quäckelnden Vickie Guerrero kurzerhand in ein Tag Team Match umgewandelt, in dem sich die eigentlichen Kontrahentinnen Seite an Seite gegen Michelle McCool und Layla im Ring wiederfanden. War der vorhergehende Kampf zumindest noch Lückenfüller, war diese Veranstaltung, einmal abgesehen von der üblichen Fleischbeschau, dann ein waschechter Langweiliger aller höchster Güte. Die willkürliche Zusammenstellung der Paarung setzte dem ganzen die Krönung auf. Hätten die Diven nicht gewohnt rumgekreischt, man hätte in der Halle sicherlich das Gras durch den Beton wachsen hören können. Irgendwann werden solche Events sicherlich mit „Ausziehen! Ausziehen!“-Rufe des Publikums honoriert.  

Anschließend lag es an The Miz und Montel Vontavious Porter, in ihrem Kampf um den „WWE United States”-Titel die Stimmung in der Halle wieder in Schwung zu bringen. Es gelang den beiden Athleten auch die Massen wieder ein wenig anzuheizen, ließen jedoch Tempo und Dramatik über weite Strecken vermissen. Zu einem richtigen Erlebnis geeignet war ohnehin eher das letzte Elimination Chamber Match zwischen dem Undertaker, CM Punk, John Morrison, R-Truth, Rey Mysterio und Chris Jericho um den „WWE World Heavyweight“-Titel. Dieses stand aber zu Beginn unter keinem guten Stern, da der Undertaker beim Einzug in den Ring durch einen Unfall mit den Pyroeffekten kurzzeitig in Flammen stand und danach nur noch bedingt an der Action teilnehmen konnte. Im TV und auf der DVD ist davon nichts zu sehen, es wird aber sicherlich einige wundern, warum der Taker diesmal so schnell im Ring ist, während er ansonsten für gewöhnlich recht gemächlich den Gang entlang schreitet. Dem Match an sich hat dieser Zwischenfall aber nicht geschadet. Im Vergleich zum ersten Elimination Chamber konnte es in Sachen Tempo und Dramatik durchaus zulegen und wurde zu Recht als Höhepunkt des Abends präsentiert.

Digitale Aufarbeitung:
Beim Bild ist alles wie gewohnt. In ruhigen Momenten können Schärfe und Details überzeugen, bei schnellen Bewegungen sind Kompressionsartefakten nicht zu übersehen. Der deutsche Ton ist genauso gut verständlich wie der Kommentar im englischen Original.

Bei den Extras findet sich zunächst ein kurzes Interview mit dem Sieger des Ausscheidungs-Matches um den "WWE World Heavyweight"-Titel, gefolgt von einem Auftritt des Selbigen beim folgenden RAW inkl. eines Eingreifens von Edge, sowie ein Feature über die spezielle Verbindung zwischen Shawn Michaels und dem Undertaker.

Fazit:
Der „No Way Out 2010“, der bei der Austragung noch „Elimination Chamber“ hieß, ordnet sich im oberen Durchschnitt der WWE PPVs ein. Lediglich das übliche Diven-Desaster stellte sich als Schwachpunkt heraus. Fans sollten aber trotz dieses Ausfalls zugreifen.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,78:1
1,78:1
160:05 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Französisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Italienisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Spanisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Dänisch, Englisch für Hörgeschädigte, Finnisch, Griechisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch
Bonusmaterial:
  • Josh Mathews interviewt den Sieger des Ausscheidungs-Matches um den "WWE World Heavyweight"-Titel
  • Edge macht seine WrestleMania-Ankündigung
  • Shawn Michaels & Undertaker
WWE - No Way Out 2010 - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
No Way Out 2010
Elimination Chamber 2010

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Gelungenes PPV-Event, bei dem lediglich die Diven für gepflegte Langeweile sorgen


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2010
Regie:
-
Drehbuch:
-
Darsteller:
Sheamus, Triple H, John Cena, Ted Dibiasie, Kofi Kingstone, Randy Orton, Drew McIntyer, Kane, Michelle McCool, Layla, Gail Kim, Maryese, The Miz, Big Show, MVP, Mark Henry, Undertaker, Rey Mysterio, Chris Jericho, R-Truth, John Morison, CM Punk

Label Deutschland :
ClearVision
Verkaufsstart Deutschland :
11.06.2010