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DVD-Besprechung - Phantom Racer

Story:
JJ (Greg Evigan) und Cutter (Adam Battrick) sind Freunde, aber auf der Rennbahn endet die Freundschaft und an ihre Stelle tritt reine Rivalität. Als es bei einem Rennen um die Gunst eines wichtigen Sponsoren geht, passiert ein schrecklicher Unfall, bei dem Cutter schwere Verbrennungen erleidet und stirbt. 17 Jahre später kehrt er zufällig in seine Heimat zurück und trifft auf Cutters Bruder Cliff (Chad Willet). Dieser restauriert Cutters Unfallwagen. Kurz nach JJs Eintreffen geschehen grausame Morde und er gerät in Verdacht, diese begangen zu haben. Doch hinter den blutigen Ereignissen steckt etwas schier Unvorstellbares.

Meinung zum Film:
„Phantom Racer“ gehört zu der Kategorie der Rache-Filme. Ähnlich wie bei Stephen Kings „Christine“ entwickelt ein Kraftfahrzeug ein unseliges Eigenleben und nimmt grausame Rache. Ausgangspunkt ist der schreckliche Unfalltod des jungen Rennfahrers Cutter. Was niemand ahnt, ist, dass ausgerechnet Cutter und sein Bruder Cliff JJs Rennwagen manipuliert haben, wodurch der Unfall entstanden ist. Auf irgendeinem Weg gelangt dann 17 Jahre später Cutters Geist in den Wagen und übt Rache. Die Frage ist nur: warum? Cutter selbst hat die letztlich tödliche Manipulation eingefädelt. Somit gibt es keinen Grund, sich an irgendwelchen Beteiligten zu rächen. Das ist schon ein schmerzlicher Fehler in der Logik.  

Den nächsten Fehler hat augenscheinlich die FSK begangen, denn die Freigabe ab 16 Jahren wirkt, angesichts der teils derben Bluteinlagen, etwas großzügig. Da werden Hände und Beine abgeschreddert und Scheibenwischer zerfetzen ein Gesicht. Für eine TV-Produktion ist das schon sehr gewagt, allerdings gewinnt der Zuschauer in einigen Sequenzen den Eindruck, dass trotz der Splattereinlagen nicht alles gezeigt wird. In einer Szene verliert jemand den Kopf, wie das geschieht, wird aber nicht gezeigt. In einer anderen wird ein Opfer von einer Eisenstange durchbohrt aufgefunden, wovon bei seiner Todesszene aber nichts zu sehen war.  

Der Film wird sicherlich nicht in die Geschichte eingehen, aber für Freunde des B-Movie-Horrors kann der Film eine interessante Alternative sein. Der Aufbau der Story ist zwar hinlänglich bekannt und die Schauspieler sind alles andere als überragend, doch für einen Film aus der zweiten Reihe langt es durchaus. Dabei sind die Rollen mit durchweg erfahrenen Mimen besetzt worden, die mehrheitlich ihrem Beruf in TV-Serien nachgehen. Ein Killerauto ist zwar keine Innovation, aber der Film nimmt sich nicht ganz ernst. So hinterfragen die Protagonisten stets, ob sie noch alle Sinne beisammen haben, wenn sie darüber sprechen, dass ein Geist von dem Wagen Besitz ergriffen hat.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist weitgehend in Ordnung, denn es verfügt über satte, aber nicht überfrachtete Farben. Es wirkt echt realistisch und nur gelegentliche Unschärfen bei Fernaufnahmen fallen als kleiner Kritikpunkt auf. Der Ton hätte ein bisschen detailreicher ausfallen können und so beschränkt sich das Potenzial verstärkt auf das Röhren der Motoren.

Extras sind nicht vorhanden.

Fazit:
Für Genre-Fans ist „Phantom Racer“ sicherlich eine Option, auch wenn der Film einen gekürzten Eindruck macht. Das Bild ist gut und dem Ton hätte ein breiterer Wirkungsgrad gut zu Gesicht gestanden.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,78:1
1,78:1
90:30 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • -
Phantom Racer - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Phantom Racer
Phantom Racer

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Weg von der Straße, wenn das Killerauto kommt


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Kanada/USA, 2009
Regie:
Terry Ingram
Drehbuch:
Keith Shaw, Jason Borque
Darsteller:
Greg Evigan, Nicole Eggert, Brenna O’Brien, Winston Rekert, Luciano Carro

Label Deutschland :
EuroVideo
Verkaufsstart Deutschland :
10.06.2010