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Blu-ray-Besprechung - The Collector
Story:
Arkin (Josh Steward) ist gelernter Tischler und hat eine kriminelle Vergangenheit. Sein größeres Talent liegt darin, Tresore zu öffnen. Als seine Frau einen Kredit nicht zurückzahlen kann, den sie bei brutalen Kredithaien aufgenommen hat, beschließt Arkin ihr zu helfen. Er hatte sich bereits vorgenommen, den Privattresor eines Juweliers zu öffnen, doch nun drängt die Zeit. Er bricht in das Haus ein und eigentlich sollte die komplette Familie über das Wochenende weg sein, doch sie sind zu Hause. Ein Zuhause, das sich in eine Falle verwandelt hat, denn ein irrer Killer hat überall im Haus tödliche Fallen aufgestellt. Arkin kämpft fortan um sein Leben und das der Familie.
Meinung zum Film:
Es mag ja sein, dass „The Collector“ von den Machern von „Saw“ ist, doch ihnen ist ein katastrophales Detail durchgegangen. Sie haben wieder viele Ideen gehabt, wie man Fallen baut, um andere zu verletzen oder zu töten, jedoch haben sie den Grund vergessen. Es gab ja schon viele böse Buben in der Filmgeschichte, doch alle hatten irgendwie ein Motiv, um den Leuten ans Fell zu gehen. Natürlich waren dort auch haarsträubende Erklärungen bei, aber es gab sie. Im Falle von „The Collector“ wird zwar angedeutet, dass er Menschen sammelt, die es in seinen Augen wert sind. Leider werden seine Kriterien nicht erläutert, wer er ist und auch nicht, was er mit seiner Sammlung anstellt. Nichts. Ein reines Mysterium.
Was der deutschen Fassung des Films zusätzlich nicht sonderlich gut tut, sind die Schnitte, die von der deutschen Zensur angebracht wurden. Es ist immer wieder frustrierend, wie vor dem Vorwand des Jugendschutzes Filme die für Erwachsene bestimmt sind, zerstückelt werden. Es ist in Minuten ausgedrückt nicht viel, aber es ist nun mal die Würze, die dem Film in dieser Fassung fehlt. Kommt dann noch der grundlegende Fehler des Drehbuchs hinzu, wird das Werk schwer verdaulich. Auf der einen Seite fehlen Infos, auf der anderen das, was der Horrorfreund erwartet. Wann verstehen es die so genannten Sittenwächter endlich einmal, dass ihre Methodik nur den Schwarzmarkt bedient, bzw. in Zeiten der Globalisierung spielend umgangen werden kann? Echte Fans des Genres bekommen immer die Versionen, die sie haben wollen.
Die Ideen, welche Fallen in einem Haus installiert werden können, sind vielfältig und es wirkt fast so, als hätte der Sammler den kompletten Hausrat zu diabolischen Zwecken umfunktioniert. Angelhaken, Küchenmesser und auch Projektionsleinwände werden flugs zu tödlichen Instrumenten. Hier kann der Zuschauer nicht meckern und auch die permanente Hatz durch das Haus ist gut arrangiert worden. Hätte das Drehbuch dem Sammler mehr Hintergrund gegeben, hätte vielleicht noch eine neue Horrorikone geschaffen werden können, doch so wird er sich nie auf eine Stufe mit „Jigsaw“ stellen können.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild der Blu-ray ist nicht ganz so gelungen. Es zeigt sich eine deutliche Körnung und so wirkt die Optik alles andere als glatt. Dadurch sehen zudem die Nahaufnahmen nicht unbedingt scharf aus und auch die Tiefenschärfe leidet. Der Ton hingegen ist gut und wirkt differenziert. Bei Bedarf kommt der Sound aus allen Boxen.
Das alternative Ende macht bei den Extras den Auftakt. Es wäre konsequent und kompromisslos, allerdings würde der Film dadurch einige Minuten verlieren. Es folgen zwei geschnittene Szenen, die im Film selbst nicht weiter wichtig gewesen wären. Den Abschluss bildet ein Musik-Video. Insgesamt ist das etwas wenig an Extras.
Fazit:
„The Collector“ hat gute Ansätze, kann aber aufgrund seines hintergrundlosen Bösewichtes nicht richtig punkten. Die Fallen im Haus bieten Abwechslung. Das Bild der Blu-ray erreicht nicht die Qualität anderer aktueller Produktionen, der Ton hingegen ist gut.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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88:06 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 | Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Alternatives Ende
- Geschnittene Szenen
- Musik Video
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The Collector
The Collector
Blutiger Thriller mit Erklärungsnöten
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2009 Regie: Marcus Dunstan Drehbuch: Patrick Melton, Marcus Dunstan Darsteller: Josh Stewart, Michael Reilly Burke, Andrea Roth, Juan Fernandez, Karley Scott Collins
Label :
Splendid Entertainment
Verkaufsstart : 28.05.2010
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