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DVD-Besprechung - Lost Island

Story:
Ein munterer Segeltörn endet mit dem Untergang des Bootes und unter dramatischen Umständen können sich alle Insassen auf eine Insel retten. Eigentlich sieht das Eiland wie ein kleines Paradies aus, wenn es nicht ein dunkles Geheimnis hätte. Die Schiffbrüchigen sind nämlich nicht allein auf der Insel, sondern es gibt da noch etwas, was sich von der Evolution abgekoppelt hat.

Meinung zum Film:
„Lost Island“ ist ein weiterer Horrorstreifen, der versucht, dem Publikum mit einer blutrünstigen Horde von Kreaturen Angst zu vermitteln. Einmal mehr verschlägt eines eine kleine Gruppe von Leuten auf eine abgelegene Insel, auf der sie nicht alleine sind. Wieder soll unheimliches Rascheln im Geäst der Bäume, gepaart mit dem einen oder anderen Schatten und undefinierbaren Lauten für Spannung sorgen. Die Geschichte ist leider komplett ausgelutscht, dass sich der Zuschauer fragen muss, warum denn nur solch ein weiterer Abklatsch produziert werden musste.  

Die Dschungelkreaturen sehen so aus, als hätte ein Ork aus „Der Herr der Ringe“ ein Techtelmechtel mit einem Gorilla gehabt. Die Kinder aus dieser Beziehung turnen nun munter über eine einsame Insel und meucheln alles, was ihnen so vor ihre haarigen Klauen kommt. Was den Film ein wenig von anderen Produktionen dieses Kalibers unterscheidet ist die Monster-Time. Ungewöhnlich früh werden die Kreaturen in voller Pracht dem Zuschauer präsentiert und die Protagonistin Anna hat mit ihnen in deren Höhle einen ähnlich intensiven Kontakt wie die Mädels in „The Descent“. Weiterhin haben die pelzigen Killer ein kleines Handycap, denn sie können nur Lebewesen mit Körpertemperatur erkennen, sozusagen ein Thermoblick.  

Ja, und hüpfen können die Kameraden auch, aus dem Stand mal eben auf einen 8 Meter hohen Baum. Wenn das Grundthema wenigstens vernünftig variiert worden wäre, könnte man einem solchen Derivat vielleicht etwas abgewinnen, doch das ist im Fall von „Lost Island“ mehr als schwer. Hinzu kommen noch unnötig in die Länge gezogene Szenen wie z.B. eine Sterbeszene in der Höhle, die sich über Minuten streckt oder das Finale, in dem die Oberkreatur Anna in seiner Monstersprache eine Latte an die Backe labert. Das ist nicht im Sinne des Zuschauers.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist durchgehend gut ausgefallen und kann sowohl mit realistischen Farben ebenso überzeugen wie mit einem sauberen Kontrast. Die Bildschärfe ist ebenfalls stimmig. Der Ton ist gut und bei den Erschreckerszenen unterstützt er passend das Geschehen auf dem Bildschirm.

Als Extra gibt es einen Blick hinter die Kulissen, der gut sieben Minuten dauert. Leider gibt es für diesen informativen Teil keine deutschen Untertitel. Wer mag, der kann sich den Film mit dem Audiokommentar von Produzent Mo Ramchandani und Schauspieler Hadley Fraser ansehen. Auch bei diesem Extra fehlt die Lokalisierung. Als Bonus mit dabei sind der englische und der deutsche Trailer.

Fazit:
„Lost Island“ kann der geneigte Zuschauer auslassen, denn es ist lediglich der x-te Aufguss eines bereits bekannten Horrorformates. Man muss sich fragen, woher das Geld für so eine Produktion kommt, wenn von vornherein klar ist, dass dies nur ein Flop werden kann.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
2,35:1
2,35:1
86:11 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Behind The Scenes
  • Audiokommentar
Lost Island - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Lost Island
The Lost Tribe

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Uninspirierter Grusel von der Stange


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA/Australien, 2009
Regie:
Roel Reine
Drehbuch:
Mark E. Davidson
Darsteller:
Ryan Alosion, Lance Henriksen, Maxine Bahns, Brianna Brown, Marc Bacher

Label Deutschland :
EuroVideo
Verkaufsstart Deutschland :
15.07.2010

Vertrieb Schweiz :
EuroVideo
Verkaufsstart Schweiz :
15.06.2010