 |
DVD-Besprechung - Blast - Das Atlanta-Massaker
Story:
Atlanta, USA: die Vorbereitungen für die bevorstehenden olympischen Spiele laufen auf vollen Touren. Auch das amerikanische Schwimmerinnen-Team ist im Stadion am trainieren, als es eine Gruppe Terroristen schafft, ins Stadion zu gelangen und die Frauen als Geiseln zu nehmen. Wenn ihre Forderungen nicht erfüllt werden, wollen sie alle 5 Minuten eine Geisel erschießen. Zum Glück gehört Ex-Kampfsportler Jack Bryant (Linden Ashby) zum Aufsichtspersonal und räumt mit den Schurken auf.
Meinung zum Film:
„Blast – Das Atlanta-Massaker“ ist ein lupenreiner Abklatsch der „Stirb Langsam“-Reihe mit Bruce Willis. Das muss erst mal nichts schlechtes sein und insgesamt kann der Film auch gute Actionunterhaltung bieten, die über die gesamte Laufzeit von 90 Minuten gehalten werden kann. Hauptdarsteller Linden Ashby („Prom Night“, „Resident Evil 3“) gibt als Held eine gute Figur ab. Hilfe bekommt er in der Höhle des Löwen vom Interpol-Terror-Experten Leo, gespielt von Rutger Hauer („Blade Runner“), der telefonische Tipps gibt.
Wer keine B-Movies mag, insbesondere diese, in denen Schauspieler auftreten, die overacten, sollten dem Film lieber fern bleiben. Ein bei Geiselerschießungen mehr als betroffen dreinblickendes Einsatzkommando oder dauerheulende Geiseln können dem einen oder anderen Zuschauer schnell auf die Nerven gehen. Dies können Hauptdarsteller Ashby und auch der leider etwas zu selten auftretende Hauer aber locker wieder ausgleichen. Zum Gelingen des Films trägt außerdem der unerwartet gelungene und schmissige Soundtrack bei, der die Action und die Spannung noch zusätzlich unterstützt.
Wenn man den B-Action-Routinier Albert Pyun („Cyborg“, „Nemesis“, „Ticker“) auf den Regiestuhl setzt, kann sowieso nur noch wenig schief gehen. Das Drehbuch stammt von Hannah Blue, die mit diesem Film ihren Einstand gab und nur noch bei 3 weiteren Filmen ihr Talent unter Beweis stellen konnte. Insgesamt wird man als Action-Freund mit einem ordentlichen B-Beitrag verwöhnt, der solide inszeniert wurde. Natürlich darf man keine Hollywood-Ausstattung erwarten, richtig billig wirkt das Setting jedoch nie. Actionfreunde auf der Suche nach neuem Futter können gern mal reingucken.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist ok. Die Schärfe und die Farben bewegen sich im durchschnittlichen Bereich. Bildfehler oder –verschmutzungen sind keine zu entdecken. Geringfügiges Bildrauschen in einigen Szenen kann das Sehvergnügen nicht trüben. Der deutsche Ton in Dolby Digital 2.0 verfügt über eine gute Dialogverständlichkeit.
Extras sind keine vorhanden.
Beim Authoring der DVD scheint etwas schiefgegangen zu sein, denn auf einem 16:9-TV ist das Bild verzerrt. Erst wenn man die DVD-Wiedergabe auf „4:3“ stellt, kommt das korrekte, unverzerrte Bild auf einem 16:9-TV an.
Fazit:
"Blast - Das Atlanta-Massaker" ist ein "Stirb Langsam"-Abklatsch, der aber über die gesamte Laufzeit gut funktioniert und für B-Action-Fans durchaus nettes Futter bietet. Einige overactende Nebendarsteller können das Vergnügen nicht trüben, statt dessen dominiert ein gut aufgelegter Linden Ashby. Die DVD-Qualität ist durchschnittlich gut.
Technische Daten:
|
FSK-Freigabe:
|
Bildformat:
|
Laufzeit:
|
|
|
1,85:1
|
94:37 Minuten
|
|
Sprachen / Tonformate:
|
Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
|
Untertitel:
|
|
Keine |
|
Bonusmaterial:
|
|
|
|  |
Blast - Das Atlanta-Massaker
Blast
Gelungener "Stirb langsam"-Klon
Autor der Besprechung:
Andreas Schultz
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1997 Regie: Albert Pyun Drehbuch: Hannah Blue Darsteller: Linden Ashby, Andrew Divoff, Kimberly Warren, Rutger Hauer, Norbert Weisser
Label :
Epix
Verkaufsstart : 18.06.2010
|