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DVD-Besprechung - Cocaine Blues
Story:
Jesse (Marc Dacascos) saß wegen Totschlags im Gefängnis und tingelt seit Monaten im Land herum. Als er nicht mehr weiß, was er machen soll, setzt er sich mit seinem Knastbruder Larry (Jaimz Woolvett) in Verbindung. Auf der Suche nach einer neuen Perspektive bekommt er ein fantastisches Angebot als Drummer in eine Band einzusteigen. Leider hilft er Larry bei einem Drogendeal und dieser geht gründlich schief. Die Partner wollten sie reinlegen und töten, doch durch Jesses Einsatz sterben die Gangster. Auf der Flucht muss er feststellen, dass Larry schwer drogenabhängig ist. Das ist fast zu viel für ihn, denn in drei Tagen muss Jesse in Detroit sein, um dort mit seinem neuen Job zu beginnen.
Meinung zum Film:
Epix hat mal wieder tief gebuddelt und mit „Cocaine Blues“ einen mittelprächtigen Actionthriller gefunden. Hauptdarsteller ist Marc Dacascos („The Base“), der mit seinen Rollen in „Crying Freeman“ und „Der Pakt der Wölfe“ für Aufsehen sorgte. Seine Fähigkeiten als Schauspieler sind ordentlich und ergänzen sich bestens mit seinem Können bei den Martial Arts. Letzteres war wohl ausschlaggebend bei seiner Verpflichtung für „Cocaine Blues“, denn die Story selbst ist eher dünn. Ein Ex-Sträfling will ein neues Leben beginnen und ein Kontakt aus dem alten Leben bringt ihm schier unlösbaren Ärger ein.
Ein scheinbar harmloser Deal ist der Beginn für die Verwicklungen, doch bis dahin lässt sich der Film die obligatorische halbe Stunde Zeit. Die Buddy-Beziehung zwischen Jesse und seinem ehemaligen Zellengenossen Larry wird ausreichend beleuchtet. Auch die Zukunftsaussichten Jesses auf der richtigen Seite des Gesetzes als Drummer in einer Rockband wird blumig ausgeschmückt. Marc Dacascos Charakter des Outlaws mit Wunsch nach einer Perspektive wirkt etwas unausgeglichen. Mal findet der Zuschauer ihn sympathisch, wenn er seinem Kumpel hilft und dann wieder schüttelt man den Kopf angesichts seiner Gleichgültigkeit, dass er ein paar Typen gekillt hat.
Etwas merkwürdig sind die Gespräche zwischen Jesse und Edsel, zu dem sich die Flüchtigen zurückgezogen haben. Diese zwangsphilosophischen Redereien sind Unfug und entlarven sich letztendlich als Zeitfüller. Ein paar Gewaltszenen sind etwas unrealistisch ausgefallen. Wenn zwei Leuten aus nächster Nähe mit einer Pumpgun ins Gesicht geschossen wird, dann fällt es nur schwer zu glauben, dass der Schütze so rein bleibt wie ein weißes Bettlaken nach dem Kochwaschgang. Die Action findet sich zum Anfang, eine kurze Einheit in der Mitte und dann existiert noch ein mäßiges Finale. Insgesamt wird hier mehr geredet als gefightet.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild zeigt sich in realistischen und guten Farben. Der Kontrast fällt nicht ganz so gut aus und weite Teile des Bildes zeigen ein deutliches Rauschen. Es bleibt ein durchschnittlicher Eindruck zurück. Der Ton ist ordentlich und die Dialoge sind verständlich.
Einziges Extra ist der Originaltrailer.
Fazit:
„Cocaine Blues“ ist sehr dialoglastig und die Action gibt es in drei Happen. Den Film kann man sich ansehen, aber wenn nicht, dann verpasst der Zuschauer auch nicht unbedingt ein Highlight der B-Movies. Die Technik ist gerade noch durchschnittlich.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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99:32 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Cocaine Blues
Boogie Boy
Marc Dacascos im Filmalltag des B-Movies
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1998 Regie: Craig Hamann Drehbuch: Craig Hamann Darsteller: Marc Dacascos, Jaimz Woolvett, Emily Lloyd, Traci Lords, Frederic Forrest
Label :
Epix
Verkaufsstart : 18.06.2010
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