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Blu-ray-Besprechung - Valentinstag
Story:
Der Valentinstag ist nicht nur in weiten Teilen der Welt der größte Feiertag für Verliebte, sondern zudem auch einer der wichtigsten Tage im Geschäftsjahr der Floristen. Reed Bennett (Ashton Kutcher) ist einer von ihnen und er hat jedes Jahr aufs neue unzählige Bestellungen an diesem Tag auszuliefern. Doch eine Garantie auf einen Erfolg in der Liebe gibt es auch an diesem besonderen Tag nicht.
Meinung zum Film:
„Valentinstag“ ist einer erneuter Angriff von Regisseur Gerry Marshall („Plötzlich Prinzessin“) auf die Seufz-Muskeln der Filmfreude, nachdem er 1990 bereits mit „Pretty Woman“ all ihre Sehnsüchte nach Liebe und Romantik erfüllte. Das Besondere an seinem neuesten Streich ist, dass er sich bei der Besetzung der Rollen nicht auf wenige hochkarätige Darsteller und Darstellerinnen beschränkte, sondern gleich ein ganzes Who-is-Who namhafter und beliebter Akteure in seinem Werk unterbrachte. In der Geschichte nutzt er eine Verflechtung der einzelnen Rollen, die schon zu Beginn bei erprobten Romantikfans ein munteres Raten in Gange setzt, wer wohl am Ende mit wem in den Armen enden würde und wer unglücklich und alleine beim Abspann ist. Durch die Vielzahl an Charakteren im Filmen ist das Spektrum an möglichen Kombinationen groß und wird durch immer wieder neu aufgezeigte Verbindungen einzelner Menschen und zufälliger Begegnung ständig erweitert.
Eine zentrale Figur im Film ist Florist Reed Bennett (Ashton Kutcher / „Love Vegas“), der durch seinen Beruf Kontakt zu vielen Personen im Film hat. Er selbst macht bereits am frühen Morgen voller Vorfreude seiner Lebensgefährtin (Jessica Alba / „Fantastic Four“) einen Antrag, den diese dann auch annimmt. Spätestens als sie in seinem Geschäft ohne Verlobungsring auftaucht, ahnt aber selbst der ungeübte Zuschauer schon, dass diese Geschichte einen ähnlich tragischen Storyverlauf annehmen wird, wie ihn das Liebesleben von Grundschullehrerin Julia Fitzpatrick (Jennifer Garner / „Er steht einfach nicht auf dich“) schon gleich zu Beginn offenbart. Diese ist nämlich Hals über Kopf in Dr. Harrison Copeland (Patrick Dempsey / „Grey’s Anatomy“) verliebt und macht sich Hoffnung darauf, dass ihre Beziehung sich schon bald vertiefen wird. Reed erfährt aber, dass Copeland schon seit vielen Jahren verheiratet ist und überhaupt nicht daran denkt, seine Frau zu verlassen. Allerdings bringt er es dann auch nicht übers Herz, seiner besten Freundin davon zu erzählen. Die Probleme der jung Verliebten haben das ältere Ehepaar Edgar (Hector Elizondo / „Plötzlich Prinzessin“) und Estelle (Shirley MacLaine / „Zeit der Zärtlichkeit“) schon lange hinter sich und genießen ihr harmonisches Leben. Allerdings gibt es in ihrer Beziehung ein dunkles Geheimnis, das ausgerechnet am Valentinstag ans Licht kommt und dabei für große Störungen in der harmonischen Zweisamkeit sorgt. Auch die noch junge Beziehung zwischen Liz (Anne Hathaway / „Bride Wars - Beste Feindinnen“) und Jason (Topher Grace / „Die wilden Siebziger“) steht auf sehr wackeligen Beinen, da es ihr peinlich ist ihm gegenüber zu gestehen, dass sie sich mit Telefonsex ein wenig Geld nebenher verdient. Und ihre Kunden nehmen keine Rücksicht darauf, wenn sie gerade ein Rendezvous hat.
Ein Großteil der Beziehungen, Hoffnungen und Sorgen sind gut bis ordentlich in den Film eingebaut und tragen ihren Teil dazu bei, dass für die erwartete Unterhaltung gesorgt wird. Es gibt aber auch Erzählstränge, die zum Einen sehr flach erscheinen oder einfach nur verschenkt. Einer davon ist der von Football-Star Sean Jackson (Eric Dane / „Grey's Anatomy“), der nicht nur in einer sportlichen Krise steckt, sondern zudem auch vor seinem Coming Out steht. Auch die überaus alberne Beziehung zwischen dem jungen Sportass Will (Taylor Lautner / „Twilight: New Moon“) und Cheerleader Felicia (Country-Sängerin Taylor Swift) ist teils eine echte Geduldsprobe für die Nerven. Wenn Holden (Bradley Cooper / „Hangover“) und Kate (Julia Roberts / „Pretty Woman“) sich im Flugzeug gegenübersitzen, ist dies zwar nicht unbedingt langweilig, wirkt aber völlig verschenkt und dient im Grunde nur dazu, um einen Erzählstrang mit Emotionen enden zu lassen und einem anderen eine Pointe zu geben. Es gibt aber auch noch Erzählstränge, die in ihrer Kürze durchaus harmonisch wirken. Wie etwa die vom lokalen Sportmoderator Kelvin Moore (Jamie Foxx / „Ray“), der zufällig die von der Liebe enttäuschte Pressesprecherin Kara Monahan (Jessica Biel /"The Eye") kennen lernt. Oder die von dem kleinen Edison (Bryce Robinson / „Marley & Ich“), der sich zum ersten Mal Gedanken über Liebe macht und der Person seines Herzens einen Strauß Blumen schenken möchte. Wie all dies in einen rund 2 Stunden dauernden Film passen kann, dürfte sich manch einer nun fragen. Die Antwort ist – im Grunde gar nicht. Eine tiefergehende Charakterisierung findet nicht statt und die Story hetzt von einer Person zur nächsten. Dadurch entsteht insgesamt der Eindruck, eine TV-Soap im Hochglanzfilmformat zu sehen. Doch romantischen Seelen dürfte dies egal sein, da durch die Vielzahl an Storylines, auch fast genauso viele Happy Ends geboten werden.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild der Blu-ray ist gut gelungen. Die Details werden sehr fein heraus gearbeitet und die Kantenschärfe wird ebenfalls fein dargestellt. Die Farben wirken sehr natürlich und kräftig und sorgen für den passenden Rahmen zum bunten Treiben auf dem Bildschirm. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist gut zu verstehen, macht in Sachen Surroundsound aber lediglich über den Soundtrack auf sich aufmerksam.
Wer möchte kann sich den Audiokommentar zum Film mit Regisseur Garry Marshall in englischer Sprache anhören, wahlweise mit zugeschalteten, chinesischen Untertiteln. Wer beide Sprachen nicht beherrscht wird höchst wahrscheinlich keine Freude daran haben, da es keine weiteren Untertitelspuren dazu gibt. Bei den Extras gibt es zunächst knapp 6 Minuten verpatzter Szenen mit einem großen Unterhaltungswert, gefolgt von fast 15 Minuten nicht verwendeter Szenen. In einem weiteren Feature erzählen die Darsteller von ihrer Beziehung zum Valentinstag und anschließend erzählen sie in einem weiteren Beitrag, was sie über Regisseur Gerry Marshall und seine Filme denken. Abschließend gibt es noch das Musikvideo "Stay here forever" von Jewel und den Trailer zum Film.
Fazit:
„Valentinstag“ ist eine mit Stars vollgepackte Romantikkomödie, die Anhängern des Genres sicherlich einige Schmalz-Seufzer entlocken dürfte. Auf Grund der Vielzahl von Charakteren im Film bleiben die Detailzeichnungen der Personen zwar auf der Strecke, aber auch auf seine oberflächliche Art versteht es der Film, für einige Tränenströme der Rührung zu sorgen. Denn fast jede Figur im Film erhält am Ende ihr ganz eigenes Happy End.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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124:38 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 | Englische Audiodeskription für Sehbehinderte Dolby Digital 5.1 |
Französisch Dolby Digital 5.1 | Italienisch Dolby Digital 5.1 | Spanisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Chinesisch, Dänisch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte, Finnisch, Französisch, Griechisch, Hebräisch, Italienisch für Hörgeschädigte, Niederländisch, Norwegisch, Portugiesisch, Rumänisch, Schwedisch, Spanisch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar mit Regisseur Garry Marshall
- Verpatzte Szenen
- Nicht verwendete Szenen
- Die Darsteller und ihre Valentinstagserlebnisse
- Der Gerry-Faktor
- Musikvideo "Stay here forever" von Jewel
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Valentinstag
Valentine's Day
Als Entschädigung für oberflächliche Charaktere gibt es multiple Happy Ends
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2010 Regie: Garry Marshall Drehbuch: Katherine Fugate Darsteller: Jessica Alba, Kathy Bates, Jessica Biel, Bradley Cooper, Eric Dane, Patrick Dempsey, Hector Elizondo, Jamie Foxx, Jennifer Garner, Topher Grace, Anne Hathaway, Ashton Kutcher, Queen Latifah, Taylor Lautner, George Lopez, Shirley MacLaine, Emma Roberts, Julia Roberts, Taylor Swift
Label :
Warner Home Video Germany
Verkaufsstart : 18.06.2010
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