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DVD-Besprechung - Rakete zum Mond
Story:
Ein Unfall sorgt dafür, dass die geplante erste Reise zum Mond der Vereinigten Staaten scheitert. Daraufhin nimmt der Wirtschaftsmagnat Jim Barnes (John Archer, "Maschinenpistolen") das Projekt in die Hand und finanziert den Bau der Rakete. Sein Ziel ist es, als Erster auf dem Mond zu landen, um somit zu verhindern, dass dies anderen Ländern gelingt, die dann eine Gefahr für die USA aus dem Weltraum darstellen können. Kurz vor dem Start wird ihm die Reise jedoch von der amerikanischen Regierung verboten, er hebt allerdings mit seiner Crew trotzdem ab - woraufhin sich das Team schon bald mit einigen Hindernissen konfrontiert sieht, die es im Weltall zu überwinden gibt.
Meinung zum Film:
"Reise zum Mond" wurde in Deutschland ursprünglich unter dem Titel "Endstation Mond" bekannt, für die vorliegende DVD-Veröffentlichung wurde der Film jedoch umbenannt. Laut ersten Produktbildern wollte man ihn eigentlich wohl sogar Jules Verne zuschreiben, was bei der finalen Scheibe nun zum Glück doch nicht geschehen ist. Die Geschichte hat nämlich nichts mit dem großen, visionären Franzosen zu tun, sondern basiert vielmehr auf dem Roman "Endstation Mond" bzw. "Reiseziel: Mond" von Robert A. Heinlein, der einige Jahre später auch die literarische Vorlage zu "Starship Troopers" schrieb.
Der Film, der 19 Jahre vor der tatsächlichen ersten Mondlandung entstand, hat eine durchaus realistische Geschichte. Wir befinden uns im Nachkriegs-Amerika, das nicht nur eine riesige Industrie aufgebaut hat, sondern sich auch auf wissenschaftlicher Ebene enorm entwickelt hat. Die Eroberung des Weltalls soll der nächste Schritt sein, denn man will - obwohl der große Feind Sowjetunion nie genannt wird - als erste Nation dort sein, um sicherzustellen, dass die Erde vor hinterhältigen Angriffen von oben geschützt ist. Interessanterweise wird hier schon die enorm wichtige Rolle deutlich, die die Privatindustrie auch heute immer noch spielt, denn sie ist es, die die Technologie entwickelt, mit der die Regierung letztlich ihre Ziele erreichen kann. Jim Barnes ist ein Großindustrieller, der nicht nur eine nuklearbetriebene Rakete für die USA baut, sondern auch bereit ist, sie nur auf Testmodellen basierend wirklich auf die Reise zu schicken - und sogar das Ganze selbst in die Hand zu nehmen, als ein Gericht den Start verbietet. Zusammen mit drei anderen Crewmitgliedern beginnt also der Weg zum Mond. Doch hat man in der Eile vergessen, an genug Treibstoff für die Rückreise zu denken ...
Der Film ist auch heute noch durchaus unterhaltsam, auch wenn einige Szenen natürlich sehr albern wirken, z.B. wenn die Mondfahrer an ihrem Zielort Touristenfotos aufnehmen. Auch die Charakterzeichnung ist sehr Sci-Fi-klischeetypisch. Es gibt in Barnes' Team den unerschrockenen, manchmal unüberlegten Anführer, den Militärexperten, den Wissenschaftler und dann noch den Normalo von nebenan, der als komischer Sidekick dient. Die Effekte können heutigen Zuschauern oftmals nur noch ein müdes Lächeln hervorzwingen, waren aber zu ihrer Zeit richtungsweisend für das komplette Genre und "Destination Moon" wurde 1951 mit dem Oscar für beste Special Effects ausgezeichnet. Interessant an dem Film ist auch, dass ein Cartoon mit Woody Woodpecker vorkommt, der die Funktion der Rakete auf Atomreaktorbasis erklärt. Die NASA verwendete später eine überarbeitete Version dieses Zeichentrickfilms, um Besuchern die tatsächlichen Prinzipien der Weltraumfahrt zu erklären.
Digitale Aufarbeitung:
Die DVD zeigt den Film in mittelmäßiger Qualität. Die Farben wirken kräftig und natürlich, allerdings könnte die Schärfe besser sein und es sind zahlreiche analoge Defekte und Verschmutzungen zu sehen. Zu keiner Zeit ist das Bild frei von Flecken, Kratzern oder Dropouts. Der Ton liegt auf Deutsch und Englisch in Mono vor, beide Fassungen bieten gute Dialogverständlichkeit, klingen aber etwas blechern. Die deutsche Synchronisation gibt es zusätzlich in einer "restaurierten" Mono-Variante, bei der sich die Dialoge etwas weniger dumpf anhören.
Als Bonusmaterial gibt es lediglich den Trailer zum Film.
Fazit:
"Reise zum Mond" bzw. "Endstation Mond" ist ein in vielerlei Hinsicht klischeebehafteter und angestaubter Film, die Charakterzeichnung ist sehr genretypisch und über die Effekte kann man heute zum Teil nur noch lächeln. Zum anderen war es aber auch ein zu seiner Zeit richtungsweisender Sci-Fi-Streifen, der auch heute immer noch unterhaltsam ist. Die DVD zeigt ihn in mittelmäßiger Qualität, als Extra gibt es nur den Trailer.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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87:25 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 1.0 | Englisch Dolby Digital 1.0 |
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Untertitel:
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Keine Untertitel vorhanden. |
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Bonusmaterial:
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Endstation Mond
Destination Moon
Angestaubter, aber unterhaltsamer Genreklassiker
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1950 Regie: Irving Pichel
Drehbuch: Robert A. Heinlein Darsteller: John Archer, Warner Anderson, Tom Powers, Dick Wesson, Erin O'Brien-Moore
Label :
WGF Verkaufsstart : 24.06.2010
Vertrieb :
SchroederMedia
Verkaufsstart : 24.06.2010
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