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Kino-Besprechung - Pippa Lee

Story:
Pippa Lee (Robin Wright Penn) geht es gut. Gerade ist sie mit ihrem älteren Mann Herb (Alan Arkin), einem ehemaligen Verleger, von New York in einen der ruhigen Vororte gezogen. Die beiden Kinder sind erwachsen und durchaus erfolgreich. Bei ihren Freunden und Nachbarn wird sie als Ratgeberin hoch geschätzt. Doch plötzliche Anfälle von Somnanbulismus beginnen an dieser makellosen Oberfläche zu kratzen und zeigen, was für eine bewegte Vergangenheit sie bisher verdrängt hat. Nur Chris (Keanu Reeves), der Sohn ihrer Nachbarin, bietet sich in dieser Situation als Halt an.

Meinung zum Film:
„Pippa Lee“ ist ein Film von Rebecca Miller („Angela und der Engel“), die für Drehbuch und Regie verantwortlich zeichnete und ihn auch mit produzierte. Er basiert auf ihrem eigenen Roman, der Miller – die Tochter von Arthur Miller – in die Bestsellerlisten hievte. Vorher hatte sie nur Kurzgeschichten veröffentlicht.

Die Pippa Lee in der Gegenwart wird von Robin Wright Penn („Forrest Gump“) gespielt, während es in den Rückblenden die vor allem aus dem Fernsehen bekannte Blake Lively („Gossip Girl“) ist. Obwohl die Ähnlichkeit zwischen den beiden begrenzt ist, gelingt es ihnen, die Übergänge zwischen den Zeitebenen kontinuierlich erscheinen zu lassen. Großen Anteil daran haben allerdings auch der Kameramann und der Produktionsdesigner. Besonders interessant ist es aber, Robin Wright Penn bei der Entwicklung ihres Charakters zuzuschauen. Während Pippa am Anfang nur die brave Hausfrau ist, kommt nach und nach ihr wahres Selbst hervor.

Pippas Ehemann Herb wird von Alan Arkin („Little Miss Sunshine“) gespielt, sowohl in der Gegenwart als auch in den Rückblenden. Es gelingt ihm, den Charakter eigensinnig, aber doch auch sehr warm und sympathisch erscheinen zu lassen. Weitere wichtige Rolle werden von Keanu Reeves („Matrix“), der den Nachbarn Chris spielt, und Maria Bello („Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers“), Pippas Mutter Suky, dargestellt. Ganz allgemein ist der Film hervorragend besetzt. Zum weiteren Cast gehören noch Julianne Moore („The Big Lebowski“), Monica Bellucci („Der Pakt der Wölfe“) und Winona Ryder („Alien – Die Wiedergeburt“). Mit Zoe Kazan („Zeiten des Aufruhrs“) ist auch eine Enkelin des legendären Regisseurs Elia Kazan („Jenseits von Eden“) dabei.

Fazit:
„Pippa Lee“ ist eine hochklassig besetzte Tragikomödie, die Schritt für Schritt die Geschichte und Psyche ihrer Hauptdarstellerin aufdeckt. Szenen aus Vergangenheit und Gegenwart wechseln sich ab und ergänzen sich dabei immer wieder sehr schön. Nach und nach erfährt man, wie aus Pippa Lee die Person wurde, die sie heute ist.

Pippa Lee - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Pippa Lee
The Private Lives of Pippa Lee

Bild unseres Mitarbeiters Martin Asbach
Hochklassig besetzte Geschichte einer Selbstfindung


Autor der Besprechung:
Martin Asbach

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2009
Regie:
Rebecca Miller
Drehbuch:
Rebecca Miller
Darsteller:
Robin Wright Penn, Keanu Reeves, Alan Arkin, Winona Ryder, Julianne Moore, Monica Bellucci, Maria Bello, Blake Lively, Robin Weigert, Mike Binder, Shirley Knight, Zoe Kazan, Ryan McDonald

Verleiher:
Senator
Kinostart Deutschland :
01.07.2010