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DVD-Besprechung - Road Ends
Story:
Esteban Macea (Chris Sarandon) wurde vom FBI gezwungen, gegen Mafia-Boss Orosco (Miguel Najera) auszusagen und unmittelbar danach fallen gelassen. Wegen gravierender Verfahrensmängel soll Esteban seine Aussage wiederholen, doch dieser sieht gar nicht ein, warum er sein Leben riskieren soll und flüchtet in eine abgelegene Grenzstadt. Es dauert nicht lange und FBI und Mafiakiller tauchen ebenfalls in der kleinen Stadt auf, in der Sheriff Gilchrist (Dennis Hopper) ein kritisches Auge auf Esteban geworfen hat.
Meinung zum Film:
„Road Ends“ ist ein Kriminalfilm, bei dem es darum geht, dass ein Zeuge gegen das organisierte Verbrechen einfach nicht erneut aussagen will. Soweit so gut. Esteban Macea, so heißt der wichtige Zeuge, flüchtet sich in ein Nest an der amerikanisch-mexikanischen Grenze. Dort erklärt er der Pensionsinhaberin Kat, dass er auf ein paar alte Kumpels warte, doch sein wirklicher Grund dort zu sein erschließt sich vielleicht dem Drehbuch, nicht jedoch dem Zuschauer. Im Laufe des Films wird erklärt, dass Esteban nach seiner ersten Aussage vom FBI und der Staatsanwaltschaft fallen gelassen wurde. Keine Hilfe mehr, kein Schutz, nichts. Insofern kann er in dem Kaff nicht auf die Staatsmacht warten.
Er weiß, dass Orosco, den er verraten hatte, seine Killer schicken wird, um sich an ihm zu rächen. Auf die wartet er also auch nicht. Somit sitzt er auf dem Präsentierteller, anstatt in Bewegung zu bleiben. Chris Sarandon („Die Braut des Prinzen“) passt irgendwie nicht in die Rolle des Geschäftsmannes, der das Finanzamt betrogen hat und dann von den Behörden erpresst wurde, sich an Orosco ranzuschmeißen. Steuerhinterziehung ist das eine, aber mit einer Schrotflinte zwei Verfolger zu töten, die Toten in ein Auto zu wuchten, um es dann anzuzünden, das passt nicht zusammen. Sarandon legt seine Rolle als Verfolgter zu cool und unnahbar an. Das mag in seiner Rolle als Vampir in „Fright Night – Eine rabenschwarze Nacht“ noch gepasst haben, doch dieses Mal wirkt er unglaubwürdig.
Der kürzlich verstorbene Dennis Hopper („Waterworld“) nervt in seiner Rolle als liebeskranker Dorfsheriff und sowohl er als auch das Drehbuch machen den Charakter fast schon zu einer Karikatur. Wem die Ungereimtheiten nichts ausmachen, den erwartet eine klassische Spannungssteigerung bis hin zu einer Art Shoot-Out im klassischen Stil. Kontinuierlich treffen die Sucher in dem Kaff ein und da ist es kein Wunder, dass es da auch zu Zusammenstößen zwischen Mafia und FBI kommt. Über das Ende kann man diskutieren, allerdings ist es realistisch, auch wenn es ein wenig unbequem ist.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild im Format 4:3 sieht sehr realistisch aus, was vor allem an den sauberen und ausgewogenen Farben liegt. Der Kontrast ist ordentlich und nur gelegentlich ist eine leichte Körnung im Bild zu erkennen. Der deutsche Ton kommt vor allem aus den vorderen Boxen, im Surroundbereich geschieht, abgesehen vom Soundtrack, eher wenig bis nichts.
Extras sind nicht vorhanden.
Fazit:
„Road Ends“ ist eine kleine Krimi-Produktion, bei der ein wichtiger Zeuge vor den Mafiaschergen flieht. Wären da nicht ein großes logisches Problem und zwei unglaubwürdige Hauptcharaktere, könnte der Film uneingeschränkt empfohlen werden. So muss jeder für sich entscheiden, wie schwer er die Mängel gewichtet. Die technische Umsetzung ist ordentlich.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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94:11 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Road Ends
Road Ends
High-Noon-Motiv am Rande von Mexiko
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1997 Regie: Rick King Drehbuch: Bill Mesce Jr. Darsteller: Chris Sarandon, Mariel Hemingway, Dennis Hopper, Peter Coyote, Miguel Najera
Label :
Splendid Entertainment
Verkaufsstart : 25.06.2010
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