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DVD-Besprechung - WWE - WrestleMania XXVI
Story:
WrestleMania ist für die WWE, was die Fußballweltmeisterschaft für die FIFA ist. Sie ist die Hauptveranstaltung im Wrestling-Kalender, auf die schon zu Jahresbeginn durch den Aufbau großer Fehden hingearbeitet wird. Die erste WrestleMania fand am 31. März 1985 im Madison Square Garden in New York statt. WrestleMania XXVI wurde am 28.03.2010 im University of Phoenix Stadium in Glendale, Arizona ausgetragen.
Meinung zum Film:
„WrestleMania XXVI“ startete wie jedes Jahr mit dem Vortragen der amerikanischen Nationalhymne, in diesem Jahr gesungen von „American Idol“-Gewinnerin Fantasia. Da das University of Phoenix Stadium über eine ähnliche Dachkonstruktion wie die Veltins-Arena von Bundesligist Schalke 04 verfügt und diese geöffnet war, zählte die 26. Auflage des PPV zu den wenigen Freiluft Open-Air-Veranstaltungen der WWE. Der Aufheizer für die Show war ein „Unified Tag Team Championship“-Match von Big Show & The Miz gegen John Morrison & R-Truth. Ein Match das zunächst als guter Aufwärmer begann, mit seinem schnellen und plötzlichen Ende nach kurzen rund 4 Minuten aber als eher müde im Gedächtnis hängen bleibt. Das nächste Match des Abends war ein „Triple Threat Match” zwischen den ehemaligen Mitgliedern der Legacy - Randy Orton, Ted DiBiase und Cody Rhodes. Die Ereignisse der Vergangenheit und das böse Blut das immer heftiger dabei floss machte im Vorfeld die Hoffnung auf einen verbissen geführten Kampf. Die Dramatik war ohne jeden Zweifel zu sehen und auch die Verbissenheit konnte nicht geleugnet werden, lediglich in technischer Hinsicht blieb das Match ein wenig schuldig. Doch am Ende war das nicht weiter tragisch, da die Auseinandersetzung auch so die Massen in der Halle zum Kochen brachte.
Als nächstes stand das “Money in the Bank Ladder Match” auf dem Programm, in dem insgesamt 10 Superstars um den beliebten Koffer antraten, der dem Besitzer ein Titelmatch zu jeder Zeit und an jedem Ort gegen den aktuellen Champion ermöglicht. Die Chance auf den Koffer hatten Christian, Dolph Ziggler, Kane, Shelton Benjamin, Jack Swagger, MVP, Matt Hardy, Evan Bourne, Drew McIntyre und Kofi Kingston. In den letzten Jahren wurde das Match mit 8 Mann ausgetragen und schien selbst da schon nicht immer ganz glücklich. Die zusätzlichen 2 Kämpfer ließen erkennen, wie viel Wahrheit in der Weisheit „Weniger ist manchmal mehr“ steckt. Es gab durchaus das ein oder andere kleine Highlight, aber generell war das Durcheinander in und um den Ring nicht sonderlich fesselnd. Mit dem verbissen geführten Kampf zwischen Triple H und Sheamus stand anschließend ein Match auf der Card, das im Vorfeld nicht unbedingt für Begeisterungsstürme sorgte, da beide Männer eher nicht zu den großen Technikern gezählt werden können. Was beide dann aber zeigten war durchaus unterhaltsam und mit ihren Kraft- und Halteaktionen konnten sie durchaus für Stimmung sorgen. Ein ganz anders gelagertes Match wurde von den technisch versierten CM Punk und Rey Mysterio erwartet. Die Fehde zwischen den beiden nahm ihren Lauf, als CM Punk den stolzen Rey Mysterio am Tag des Geburtstags seiner Tochter vor seiner Familie bloß stellte. Der Story-Rahmen war von daher angenehm, das Match kann als Recht gut bezeichnet werden, doch von beiden Superstars hat man schon deutlich besseres gesehen.
Das Match zwischen Bret Hart und Vince McMahon brachte eine über lange Zeit auch im realen Leben bestehende Fehde zu einem Höhepunkt. Da es ein Match ohne Regeln war, war von vornherein klar, was das Publikum erwartete. Wenig Wrestlingkost, dafür harte Aktionen und das Aufarbeiten von jahrelang aufgestautem Frust. Es dürfte allen von vornherein klar gewesen sein, dass das Match nur dazu diente, Bret Hart die Gelegenheit zu geben sich im großen Rahmen für den „Montreal Screwjob“ an Vince zu revanchieren. Mit Chris Jericho und Edge traten anschließend zwei Superstars um den “World Heavyweight“-Titel in den Ring. Die Fehde wurde auch schon über einige Zeit hin aufgebaut, die Erwartungen waren sehr hoch und konnten auch weitgehend erfüllt werden. Sicherlich das zweitbeste Match des Abends. Das „10 Diven Tag Team Match“ ist dann der richtige Moment um die nächste DVD einzulegen, außer man möchte sich tatsächlich die übliche Fleischbeschau mit Gekreische ohne weiteren Mehrwert antun. Da Heulboje Vickie Guerrero mit dabei ist, ist aber selbst dies nur schwer zu ertragen. Auf der zweiten Disk geht es dann gleich los mit dem „WWE Championship”-Match zwischen Batista und John Cena. Beides Superstars, die von vielen Wrestlingfans als „most overrated“ bewertet werden und dementsprechend war dann auch die Erwartungen vieler Fans an das Match. So schlimm wie erwartet ist der Kampf dann aber doch nicht ausgefallen und er verstand es durchaus gut zu unterhalten. Der Abschluss war dann das große „The Streak vs. The Career“-Match zwischen dem Undertaker und Shawn Michaels, bei dem erst genannter seine lückenlose Siegesbilanz bei WrestleMania aufs Spiel setzte und sein Gegenüber seine Karriere. Ein mehr als nur würdiges Hauptmatch und auch vom Unterhaltungswert das mit Abstand beste Event des Abends, das zudem sehr emotionale Momente zu bieten hatte. Besser kann ein gutes WrestleMania PPV nicht abschlossen werden.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist wie bei anderen Veröffentlichungen der WWE auch. Schärfe und Klarheit sind in ruhigen Momenten gewohnt gut, die Kompressionsartefakte fallen bei schnelleren Bewegungen aber meist recht deutlich ins Auge. Der deutsche Kommentar vom Duo Schäfer-Zapf ist ebenfalls gewohnt gut zu verstehen. Wer möchte kann aber auch den englischen Originalkommentar in vergleichbar guter Qualität genießen
Bei den Extras findet sich zunächst das Dark Match von WrestleMania XXVI – eine 26-Mann Battle Royal. Des Weiteren finden sich hier Beiträge und Matches zu den frisch in die Ruhmeshalle aufgenommen Wrestler. Auf einer separaten DVD werden schlussendlich auch noch die kompletten Feierlichkeiten zur Aufnahme in die WWE-Ruhmeshalle vom 27.03.2010 gezeigt.
Dem Digipak im Schuber liegt als weiteres Extra noch ein Lenticular-Bild mit dem Postermotiv von WrestleMania XXVI bei.
Fazit:
„WrestleMania XXVI“ ist ein gutes PPV, das zwar nicht ganz an das letztjährige Jubiläums-Event heranreichen kann, aber auch kaum nennenswerte Durchhänger im Programm hat. Highlight ist das große Main Event zwischen dem Undertaker und Shawn Michaels, das vollauf zu überzeugen weiß.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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233:47 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 | Italienisch Dolby Digital 2.0 |
Spanisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Dänisch, Englisch für Hörgeschädigte, Finnisch, Griechisch, Niederländisch, Norwegisch, Portugiesisch, Schwedisch |
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Bonusmaterial:
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- WrestleMania 26 - "26 Mann Battle Royal"
- Maurice "Mad Dog" Vachon vs. Rick McGraw
- Wendi Richter vs. The Fabulous Moolah
- Stu Hart
- Antonio Inoki vs. The Great Hossein
- Bob Uecker
- Gorgeous George vs. Frankie Talliber
- Million Dollar Man Ted DiBiase vs. Jake "The Snake" Roberts
- Einführungs-Feierlichkeiten der WWE-Ruhmeshallte 2010 vom 27.03.2010
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WrestleMania XXVI
WrestleMania XXVI
Ein gutes PPV, mit einem begeisternden und höchst emotionalem Main Event
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2010 Regie: - Drehbuch: - Darsteller: Big Show, The Miz, John Morrison, R-Truth, Randy Orton, Ted DiBiase, Cody Rhodes, Christian, Dolph Ziggler, Kane, Shelton Benjamin, Jack Swagger, MVP, Matt Hardy, Evan Bourne, Drew McIntyre, Kofi Kingston, Triple H, Sheamus, CM Punk, Rey Mysterio, Bret Hart, Vince McMahon, Chris Jericho, Edge, Michelle McCool, Layla, Maryse, Alicia Fox, Vickie Guerrero, Mickie James, Kelly Kelly, Eve Torres, Gail Kim, Beth Phoenix, Batista, John Cena, The Undertaker, Shawn Michaels
Label :
ClearVision
Verkaufsstart : 02.07.2010
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