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DVD-Besprechung - Medium - Staffel 5
Story:
Allison Dubois (Patricia Arquette) hat eine spezielle Gabe, die auch gleichzeitig ihr Fluch ist. Sie ist in der Lage, Dinge zu sehen, die Verstorbene ihr vor Augen führen und an Hand der Aura von Menschen ihre Vergangenheit und teils auch Zukunft zu sehen. Das Dumme an der Sache ist, dass sie keine Möglichkeit hat, diese Fähigkeit zu steuern. Doch immer wenn sie eine Vision hat, heißt es für sie aktiv zu werden, da sie durch ihr spezielles Wissen Mordfälle aufklären und teilweise sogar verhindern kann.
Meinung zum Film:
Da es am Ende der vierten Staffel von „Medium“ ein relativ durchschnittliches Ende der letzten Folge gab, geht es zu Beginn von „Medium – Staffel 5“ ohne große Aufarbeitung nahtlos weiter. Die Fälle, die in der neuen Staffel von Allison bearbeitet werden, können dabei aber leider nicht ganz an die Qualität vorhergehender Spielzeiten anschließen. Die Themen wirken oft recht unspektakulär, da es ihnen an den frischen Ideen mangelt, die bislang die Serie immer ausgemacht haben. Hinzu kommt dann diesmal auch der ein oder andere nervende Einfall, zu deren Highlight eindeutig ein Buzzerton gehört, wie man ihn aus Quizshows kennt und der immer dann zu hören ist, wenn Kandidaten eine falsche Antwort geben. Allison hört solch einen Ton in einer Folge immer dann, wenn jemand ihr eine Lüge erzählt. Spannend oder dramatisch ist das überhaupt nicht, albern dafür umso mehr. Dieser Fehlgriff gehört eindeutig in die Kategorie „Das hätte man sich besser verkniffen“.
Wie es scheint fällt es den Autoren zunehmend schwieriger, hinreichend Potential aus den Fähigkeiten Allisons zu schlagen. Dem Ausmaß ihrer übersinnlichen Kräfte werden von Staffel zu Staffel immer wieder neue, kleinere Facetten hinzugefügt. Nur diesmal schafft es das Autorenteam nur selten, wirklich nachhaltig dadurch für Klasse zu sorgen. So macht Allison diesmal Dinge, über die sie selbst keine Kontrolle zu haben scheint. So baut sie in der Garage aus einer ausrangierten Mikrowelle und Kunstdünger eine Bombe, ohne auch nur den Hauch einer Idee davon zu haben, warum sie dies tut. Anschließend findet sie sich dann in der Nähe eines Supermarktes mit einer dicken Beule am Kopf wieder, ohne zu wissen, wie sie dorthin gekommen ist und wo sich ihr Auto befindet. Als sie ihre ebenfalls vermisste Handtasche aus einem Müllcontainer fischt, findet sie darin eine abgetrennte Hand, die in einem Plastikbeutel verpackt ist. Allerdings wird dieser Umstand anschließend weitgehend fallen gelassen und erst in der letzten Folge in einer erweiterten Art aufgegriffen, als sie einen kompletten Körpertausch mit einem anderen Menschen vollzieht.
Doch nicht nur hinsichtlich der Fähigkeiten Allisions, auch persönlich hält sich die Weiterentwicklung der Serie in überschaubaren Ausmaßen. So zeigt sich gleich zu Beginn in einer Episode die Fähigkeit von Bridget, Allisons mittlerer Tochter, welche danach aber nicht weiter berücksichtigt wird. Am interessantesten stellt sich noch Ariel, die älteste Dubois-Tochter dar, die neben Problemen mit ihren Visionen vor allem die üblichen Schwierigkeiten, die 16-jährige Mädchen mit sich bringen, an den Tag legt. Für ein Problem sorgt auch ein Fanatiker, der sich als böser Geist im Kopf Allisons verfestigen möchte und ihre Visionen verfälscht, damit aber trotz offenen Endes der Folge ebenfalls nicht über eine Episode hinaus kommt. Das Highlight der 5. Staffel ist sicherlich eine über mehrere Episoden gehende Storyline, in der Allison sich für einen privaten Konzern anheuern lässt und dadurch in eine höchst pikante Zwickmühle gerät. Hierin wird klar vor Augen geführt, warum sich „Medium“ schon so lange auf den Bildschirmen etablieren konnte. Eine durchgehender roter Faden, eine sorgsam aufgebaute Dramaturgie und eine wunderbare Verbindung einzelner Personen und Geschehnisse. Alleine dieses Highlight rechtfertigt die Anschaffung der 5. Staffel von „Medium“. Die anderen Folgen sind zwar ganz sicher auch alles andere als langweilig, können aber das von der Serie gewohnte, hohe Niveau aber nicht ganz erreichen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen guten TV-Serien-Eindruck und der deutsche Dolby-Digital-Surround-Ton kommt gewohnt gut verständlich aus den Lautsprechern.
Wie von den vorhergehenden Staffel-Boxen gewohnt, gibt es auch diesmal wieder einzelne Extras verteilt über die 5 DVDs. Dabei wird zunächst die Episode „Adam und Eva“ näher betrachtet und von den Künstlern unter die Lupe genommen. Weiter geht es mit einem witzigen Feature über Maria Lark, die als Bridgette Dubois in der Serie zu sehen ist und nun über das Set marschiert und ihre erwachsenen Kollegen mit teils naseweisen Fragen konfrontiert. Auf der letzten DVD finden sich noch ein knapp halbstündiges Making Of zur 5. Staffel und ein sehr witzig inszeniertes Interview von Jake Weber mit Patricia Arquette.
Fazit:
„Medium – Staffel 5“ reicht nicht ganz an die Klasse der beiden vorhergehenden Boxen heran, erreicht aber trotzdem noch problemlos einen überdurchschnittlichen Unterhaltungswert. Was fehlt, ist im Grunde ein markanterer roter Faden, der sich durch die Staffel zieht und Konsequenzen einzelner Geschehnisse auf die Serie. Die meiste Zeit über wirken die Folgen diesmal ein wenig isoliert.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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18 Episoden a ca. 43 Minuten Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Surround | Englisch Dolby Digital 5.1 | Französisch Dolby Surround |
Italienisch Dolby Surround | Spanisch Dolby Surround |
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Untertitel:
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Dänisch, Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Finnisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch |
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Bonusmaterial:
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- Script to screen: Adam and Eva
- Die neugierige Maria
- Making of Medium: Staffel 5
- Jake und Patricia: Q&A
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Medium - 5. Staffel
Medium - Season 5
Nicht ganz so gut wie die vorhergehenden Staffeln, aber trotzdem weiterhin sehenswert
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2009 Regie: Diverse Drehbuch: Diverse Darsteller: Patricia Arquette, Jake Weber, Sofia Vassilieva, Maria Lark, Madison Carabello, Miranda Carabello, Miguel Sandoval, David Cubitt
Label :
Paramount Home Entertainment
Verleihstart : 08.07.2010 Verkaufsstart : 08.07.2010
Vertrieb :
Rainbow Home Entertainment AG Verleihstart : 08.07.2010 Verkaufsstart : 08.07.2010
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