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DVD-Besprechung - Final Target

Story:
Eine junge thailändische Polizistin (Sophita Sribanchean) tritt unter dem Decknamen Gunja einer Spezialeinheit bei, die die CIA zusammen mit der thailändischen Regierung gebildet hat, um Terror zu bekämpfen. Bei ihrem ersten Auftrag wird sie jedoch von ihrer Chefin (Kessarin Ektawatkul) hintergangen und entkommt nur knapp mit dem Leben. Zwei Jahre später treffen beide bei einem neuen Job wieder aufeinander und nun geht es nicht nur um Rache, sondern auch darum, Thailand vor der Zerstörung zu retten.

Meinung zum Film:
Es gibt Filme mit schlechtem Drehbuch, Filme mit schlechten Schauspielern und Filme, die einfach durchweg schlecht sind und denen sich selbst mit sehr viel Wohlwollen nicht viel Positives abgewinnen lässt. "Final Target" ist so ein Fall. Nachdem man auf der DVD zunächst durch den Trailer zur Uwe-Boll-Trashorgie "Far Cry" mit Til Schweiger und Ralf Möller begrüßt wird und schon meint, einen könnte nun nichts mehr schocken, wird man schnell eines Besseren belehrt. Denn "Final Target" hat außer zwei halbwegs nett anzusehenden Thai-Damen absolut gar nichts, was einen dazu bringen könnte, den Film freiwillig anzuschauen. Dabei sollte man auch in dieser Hinsicht nicht allzu viel erwarten ... Regisseur Manop Udomdej feuerte nämlich kurzerhand seine eigentliche Hauptdarstellerin Chotiros Suriyawong, nachdem diese bei einer Award-Gala mit einem für thailändische Verhältnisse zu freizügigen Kleid aufgetreten war, und ließ sämtliche Szenen des Films, in denen sie auftauchte, noch einmal neu drehen.

Doch der Reihe nach: Gunja (Sophita Sribanchean) ist eine junge Polizisten, die gerade dabei ist, in eine Anti-Terror-Spezialeinheit aufgenommen zu werden, die die thailändische Regierung zusammen mit der CIA formt. Kurz darauf kommt sie zu ihrem ersten Einsatz und wird fast getötet, da Claire (Kessarin Etkawatkul), die Chefin ihrer Einheit, ein doppeltes Spiel spielt und mit dem Verdächtigen - einem berüchtigten Bombenbauer - gemeinsame Sache macht. Claire flieht in die USA, während Gunja in Thailand bleibt. Beide sind weiterhin als Agentinnen tätig und treffen sich zwei Jahre später wieder, als sie zur gleichen Zeit den Auftrag bekommen, einen Al-Kaida-Terroristen auszuschalten. Das hört sich erstmal nett an und hätte auch das Potenzial für einen guten Action-Thriller, doch die Umsetzung ist letztlich völlig mangelhaft. Die Handlung ist undurchsichtig und schon nach kurzer Zeit nicht mehr nachvollziehbar. Diverse Erzählstränge laufen parallel ab, ohne dass man je genau wissen würde, worum es in ihnen geht.

Da hilft es dann auch nichts mehr, dass zumindest die Action im letzten Drittel des Films noch einigermaßen akzeptabel wird, "Final Target" hat einfach zu viele gravierende Mängel. Das liegt - neben der nicht vorhandenen Story - zu einem sehr großen Teil leider auch am Unvermögen der Darsteller. Beide Frauenrollen bleiben blass und uninteressant, weder Etkawatkul noch Sribanchean schaffen es, ihren jeweiligen Charakteren Leben einzuhauchen und den Zuschauer mitfiebern zu lassen. Die "Heldin" des Films wird dem Zuschauer durch ihr hölzernes Spiel zu keiner Zeit sympathisch, was wohl auch dadurch verschuldet ist, dass "Final Target" statt auf Charakterzeichnung lieber Wert auf viel zu zahlreiche Zeitlupen und Extrem-Nahaufnahmen legt. Mit einer durchlaufenden Handlung und einer besseren Charakterzeichnung - und vermutlich auch anderen Darstellern - hätte "Final Target" tatsächlich ein spannender Schwertkampf-Streifen werden können. Doch so bleibt letztlich einfach ein unspektakuläres, wirres Filmchen, das man weder gesehen haben muss noch gesehen haben sollte.

Digitale Aufarbeitung:
Technisch ist die DVD zu "Final Target" in Ordnung. Der Transfer ist klar und sauber, das Bild wirkt allerdings generell ein wenig zu weich. In den zahlreichen Nahaufnahmen sind jedoch auch immer mal wieder einige Details zu erkennen, sodass die Schärfe insgesamt zufriedenstellend ist. Die Farben sind kräftig und natürlich, Kompressionsprobleme fallen nicht auf. Der Ton liegt auf Deutsch und Thailändisch in Dolby Digital 5.1 vor. Die Dialogverständlichkeit ist gut, die Actionszenen haben auch ganz nette Effekte und Umgebungsgeräusche zu bieten, wobei diese eher frontlastig bleiben und meistens nur die Musik die Rears erreicht.

Als Bonusmaterial gibt es lediglich den Trailer zum Film.

Fazit:
"Final Target" fällt vor allem dadurch auf, dass er so gar nichts richtig macht...Die Handlung ist nicht wirklich existent und die Darsteller können auch nicht wirklich überzeugen. Dabei hätte die Grundidee der Story durchaus Potenzial für einen spannenden Schwertkampf-Film geboten. Zumindest ist aber die technische Qualität der DVD in Ordnung.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,78:1
1,78:1
89:18 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Thailändisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch, Niederländisch
Bonusmaterial:
  • Trailer
Final Target - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Final Target
Suay Samurai

Bild unseres Mitarbeiters Jano Rohleder
Schwache Story, schwache Darsteller, schwacher Film


Autor der Besprechung:
Jano Rohleder

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Thailand, 2009
Regie:
Manop Udomdej
Drehbuch:
Manop Udomdej
Darsteller:
Sophita Sribanchean, Kessarin Ektawatkul, Jacqueline Apithananont, Saranyu Wongkrachang, Pete Thongchua

Label Deutschland :
Splendid Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
25.06.2010