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DVD-Besprechung - WWE - Extreme Rules 2010

Story:
1st Mariner Arena, Baltimore, Maryland, USA: Am 25. April diesen Jahres kam es hier zum WWE-pay-per-view-Event "Extreme Rules 2010", bei dem jedes Match unter besonderen Regularien stattfand. Die acht Matches boten daher enormen Spielraum für verschiedenste Aktionen, die sich außergewöhnlich und abwechslungsreich gestalteten, so dass diese PPV als qualitativ gut in die Geschichte der WWE eingeht. Das Last-Man-Standing-Match zwischen John Cena und Batista gilt dabei ebenso als Highlight des Events wie der Steel-Cage-Kampf von Edge und Chris Jericho. Auch die WWE-Diven dürfen ran: Beth Phoenix kreuzte die Klingen mit Michelle McCool, während sich Sheamus und Triple H im harten Streetfight die Köpfe einschlagen. Weltschwergewichtschampion Jack Swagger hat mit Randy Orton den neuen Publikumsliebling vor der Brust, während der unbeliebte CM Punk um seine Haarpracht bangen muss, wenn sein Kampf verloren geht - Rey Mysterio ist in diesem "Hair"-Match der Gegner. Kofi Kingston darf gegen Dolph Ziggler ran, bevor im Gauntlet Match der Unified WWE Tag Team Championship auf dem Spiel steht: John Morrison & R-Truth, Montel Vontavious Porter & Mark Henry treten gegen ShoMiz an – ein Match, bei dem auch die Hart Dynasty ein Wort mitzureden hat!

Meinung zum Film:
In ihrem Bestreben, die mittlerweile sehr häufig stattfindenden PPVs dauerhaft interessant zu gestalten, lassen sich die Verantwortlichen der WWE immer neue, teils skurrile Kampfarten einfallen. Mit dem Konzept der "Extreme Rules" haben die Funktionäre im letzten Jahr begonnen, alle Matches unter besonderen Voraussetzungen, extremeren Regeln, ablaufen zu lassen. Zum Repertoire der Großveranstaltung gehören neben Käfigmatches weitere Wrestlingformen, die bis hin zu völlig ohne Regeln stattfindenden Kämpfen reichen. Nachdem im Jahr 2009 die erste PPV dieser Art einen ganz ordentlichen Zuspruch seitens Fans und Kritiker generieren konnte, wurde in diesem Jahr auf das bewährte Konzept zurückgegriffen: Acht Matches sah die Setcard vor, die vielseitiger kaum sein könnten.

Sieht man einmal von dem wenig Sinn machenden Match zwischen CM Punk und Rey Mysterio ab, bei dem Punk im Falle einer Niederlage die Haare abrasiert bekommen würde, hält diese PPV ein hohes Niveau. Das Divenmatch geht in Ordnung, auch das Strap-Match zwischen JTG und Shad, bei dem beide Kontrahenten mit einem Gummiband miteinander verbunden sind, gefällt durch die eigentümliche Gewinnmöglichkeit: Derjenige, der alle vier Ringecken ohne Unterbrechung abklatscht, kann sich als Sieger freuen. Die restlichen Kämpfe sind ähnlich unterhaltsam konzipiert und den Wrestlern werden einige Möglichkeiten gegeben, zu zeigen, was moderne Kampfstile zu bieten haben. Hier haben die Skriptwriter gute Arbeit geleistet. Besonders hervorzuheben ist der Streetfight zwischen Sheamus und Triple H, der zum einen durch seinen außerplanmäßigen Matchverlauf als auch durch das unter einem gewissen Handicap abgehaltene Match selbst fesselt. Die Mainevent-Ansetzungen John Cena gegen Batista als Last-Man-Standing-Match sowie der Stahlkäfig-Fight mit Edge und Chris Jericho überzeugen auf ganzer Linie.  

Gerade das Last-Man-Standing-Match hat große Klasse, das quasi nicht vorhandene Regelwerk gibt den Akteueren freie Hand, alles zu tun, was nötig ist, um den Gegner 10 Sekunden am Boden zu halten – wunderbar haben die Schreiberlinge diese Freiheiten zu einem unterhaltsamen Matchkonzept verarbeitet. Ganz im Sinne einer tollen Dramaturgie erheben sich die Kämpfer des öfteren zwischen der 8. und 9. Sekunde, was kaum hätte spektakulärer inszeniert werden können. Ähnliche "haarscharfe" Entscheidungen bietet das angesprochene Steelcagematch, doch auch der Kampf um Unified WWE Tag Team Championship nimmt unter der Beteiligung der zahlreichen Akteuren einen dynamischen Lauf. Rasant und technisch überzeugend präsentiert sich einmal mehr Randy Orton, dessen Kampf gegen Jack Swagger auf der Setcard stand. Beide Wrestler bieten ein enormes Potential für vielseitige Aktionen, die dem Zuschauer nicht zum ersten Mal ein mit bewundernswerten Aktionen vollgestopftes Match garantierten. Insgesamt gesehen steigt die Qualität der Kämpfe immer weiter an, was der PPV eine hohe Bewertung einbringt.

Digitale Aufarbeitung:
"WWE Extreme Rules 2010" unterscheidet sich in Sachen Bildqualität nicht sonderlich von früheren Wrestling-DVDs. Farben und Kontrast stimmen, wobei durchaus vorhandenes Bildrauschen ein scharfes Bild verhindern. Im Tonbereich ist die DVD umfangreich ausgestattet und bietet die Sprachfassungen auf englisch, deutsch, italienisch, französisch und spanisch als Dolby-Digital-2.0-Spuren an. Untertitel gibt es ebenfalls im Überfluss: Englische, niederländische, griechische, norwegische, schwedische, dänische und finnische Einblendungen können ausgewählt werden.  

Als Extra bringt "WWE Extreme Rules 2010" ein leider nur 4-minütiges Feature über Shawn Michaels mit, der sich nach seinem Ausscheiden aus der WWE von den Fans rührend verabschiedet. Davon hätte es gerne mehr Minuten geben können!

Fazit:
"WWE Extreme Rules 2010" ist eine gelungene Wrestling-PPV, die durch viele unterhaltsame und vielseitige Matches gefällt. Nur wenige misslungene Ausnahmen zerstören nicht den tollen Eindruck, der entsteht, weil die "extremen" Regelwerke die Matches interessant machen. Die technische Qualität der DVD ist ok, das einzige Feature in der Extra-Sektion hätte umfangreicher sein können.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,85:1
1,85:1
176:22 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Französisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Italienisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Spanisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Dänisch, Englisch, Finnisch, Griechisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch
Bonusmaterial:
  • Highlights aus der Abschiedsrede Shawn Michaels
WWE - Extreme Rules 2010 - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
WWE - Extreme Rules 2010
WWE - Extreme Rules 2010

Bild unseres Mitarbeiters Marcus Offermanns
Extreme Regeln für eine extrem gute WWE-PPV


Autor der Besprechung:
Marcus Offermanns

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2010
Regie:
-
Drehbuch:
-
Darsteller:
John Cena, Batista, Edge, Chris Jericho, Beth Phoenix, Michelle McCool, Triple H, Sheamus, Randy Orton, Jack Swagger, JTG, Shad Gaspard, Rey Mysterio, CM Punk, Big Show, The Miz, R-Truth, John Morrison, MVP, Mark Henry, The Hart Dynasty

Label Deutschland :
ClearVision
Verkaufsstart Deutschland :
06.08.2010