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Blu-ray-Besprechung - [REC]²

Story:
Nachdem es im Horrorhaus still geworden ist, soll eine Spezialeinheit, zusammen mit einem Priester nachsehen was passiert ist. Sie gehen in das Haus hinein und schon kurz darauf zeigt sich, dass die Ruhe trügerisch war. Die Besessenen sind noch immer am Leben und greifen die Gruppe an. Doch die hermetische Abriegelung hat Lücken und so dringen ein paar Jugendliche in das Haus ein, um alsbald zu erkennen, welch schrecklichen Fehler sie gemacht haben. Das Grauen geht weiter.

Meinung zum Film:
Im Jahr 2007 war „[Rec]“ im Sektor der Horrorfilme der Überraschungsfilm aus Spanien und nun folgt „[Rec]²“. Da es mittlerweile markttechnisch nicht ohne Fortsetzungen geht, wurde von denselben Filmschaffenden die Fortsetzung gedreht. Zur Erinnerung: im ersten Teil riegelten Polizei und Militär ein Wohnhaus ab, in welchem das Böse in die Menschen drang und sie zu einer Art Zombie machte. Es gab sogar eine interessante Erklärung, denn ein Mitarbeiter des Vatikan extrahierte in diesem Haus aus einem besessenen Mädchen eine Art Virus. Dieser machte sich aber selbständig und verwandelte die Liegenschaft in ein Schlachthaus. Der zweite Teil setzt unmittelbar an den bekannten Handlungsstrang an. Nun geht es aber von außen nach innen und eine Spezialeinheit geht in das Haus um die Lage zu klären.

Als Nachfolgefilm leidet „[Rec]²“ daran, dass die Überraschungsfaktoren aus dem ersten Teil jetzt bekannt sind und der Zuschauer der den ersten Teil gesehen hat, mit einem Aufguss konfrontiert wird. Das Filmteam aus dem ersten Teil war sich dessen bewusst und hat versucht das Sequel zu variieren. So wurde beispielsweise die Fernsehkamera, die das Geschehen zeigte, durch die Helmkameras der Spezialkräfte ersetzt. Es gibt aber nicht nur Bilder von den verschiedenen Einsatzkräften, sondern auch Bild-in-Bild-Einblendungen. Das ist gelungen und so werden dem Publikum teilweise zwei Handlungsschauplätze geboten. Der Versuch, die Story logisch fortzusetzen gelingt, auch wenn es ein paar Dinge gibt die zu sehr konstruiert wirken.  

Der eine oder andere Zuschauer wird sich vielleicht an ein bis zwei Plottwists reiben. Da ist zum einen der religiöse Anteil, der im ersten Teil mystisch angedeutet wurde und nun prall in den Vordergrund gestellt wird. Zum anderen ist das so gut abgeschottete Haus plötzlich durch einen Gulli zu betreten, durch den man in den Keller gelangt. Etwas überflüssig wird durch selbigen eine Gruppe von Teenies mit einer Handkamera in die Geschichte hineinkonstruiert. Letztendlich sollte die Messlatte nicht zu hoch gelegt werden, denn Fortsetzungen können überwiegend nie den Anschluss an ihre Vorbilder finden. Wer dies nicht beachtet, wird enttäuscht. Insgesamt ist der Film aber durchaus spannend und die Actionsequenzen sind gut inszeniert.

Digitale Aufarbeitung:
Trotz der Helmkameraansicht muss der Zuschauer nicht auf ein qualitativ gutes Bild verzichten. Es ist klar und vermittelt dem Zuschauer den Eindruck, mitten im Geschehen zu stehen. Die Farben sind gut und kräftig, wobei sie bei dem oftmals diffusen Licht in dem Haus immer wieder verschluckt werden. Dafür das auch in den dunklen Räumen stets alles gut erkennbar bleibt, sorgt der gute Kontrast. Das Bild präsentiert sich bei Nahaufnahmen sehr detailreich. Die Tiefenschärfe leidet ein wenig unter den vielen dunklen Szenen, was aber durch das Geschehen auf dem Bildschirm nicht weiter auffällt. Der Ton ist ordentlich differenziert und das merkt man vor allem bei dem guten Einsatz der rückwärtigen Boxen. Sprache und Umgebungsgeräusche hüllen den Zuschauer passend ein.  

Die Extras sind komplett in Spanisch gehalten, aber es gibt deutsche Untertitel. Während das Making Of lediglich 12 Minuten umfasst, bietet der Blick hinter die Kulissen gut 53 Minuten an Einsichten in die Dreharbeiten. Es bleibt aber nicht dabei, sondern es gibt auch einige informative Erläuterungen. Das Extra „[Rec] On Tour“ (ca. 9 Minuten) bietet Bilder von den verschiedenen Filmfestivals, bei denen der Film vorgestellt wurde. Zusätzlich gibt es noch die Pressekonferenz beim Filmfestival in Sitges zu sehen (11 Minuten). Den Abschluss der Extras bilden dann der deutsche wie auch der Originaltrailer.

Fazit:
„[Rec]²“ ist für sich genommen ein adäquater Horrorfilm geworden, der aber darunter leidet, dass er die Fortsetzung eines Filmes ist, der mit hoch spannenden Überraschungen aufwarten konnte. Diese bleiben nun aus. Ansehen kann man sich den Film aber auf jeden Fall. Die technische Umsetzung ist einer Blu-ray durchaus würdig.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,78:1
1,78:1
84:20 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
DTS-HD  Master Audio 5.1
DTS-HD Master Audio 5.1
Spanisch
DTS-HD  Master Audio 5.1
DTS-HD Master Audio 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Making Of
  • Behind the Scenes
  • Rec on Tour
  • Pressekonferenz
  • Trailer deutsch
  • Originaltrailer
[REC] - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
[REC]²
[REC]²

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Eine passable, unter dem Vorgänger leidende Fortsetzung


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Spanien, 2009
Regie:
Jaume Balaguero, Paco Plaza
Drehbuch:
Jaume Balguero, Paco Plaza, Manu Diez
Darsteller:
Jonathan Mellor, Oscar Zafra, Ariel Casas, Nico Baixas, Pablo Rosso

Label Deutschland :
Universum Film
Verkaufsstart Deutschland :
20.08.2010

Vertrieb Schweiz :
Impuls Home Entertainment
Verkaufsstart Schweiz :
20.08.2010