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DVD-Besprechung - Mirage Man Kicks Ass
Story:
Mako (Marko Zaror) trainiert besessen seinen Körper und übt sich täglich in der Kampfkunst. Er will eines nie wieder sein, ein Opfer. Nachdem seine Familie bei einem Überfall zerstört wurde, ist er beseelt von dem Gedanken Kriminellen den Garaus zu machen. Er findet eine Kostümierung und fortan tritt er Gangstern als „Mirage Man“ in den Allerwertesten. Eines Tages bekommt er den Hinweis auf eine Bande von Kinderschändern und er beschließt ein kleines Mädchen aus deren Händen zu retten. Doch der Hinweis ist eine Falle und „Mirage Man“ muss alles geben, um da wieder heraus zu kommen.
Meinung zum Film:
„Mirage Man Kicks Ass“ ist als Film schwierig einzustufen, denn er ist eine Mischung aus Action, Drama und hat aber auch seine gewollt witzigen Seiten. Die Ausgangslage des Films ist tragisch, denn bei einem Überfall sterben die Eltern des Protagonisten, sein kleiner Bruder wird sexuell missbraucht und er selbst schwer verletzt. Fortan beginnt er seinen Körper fit zu halten, indem er sich gesund ernährt und gleichzeitig Lang- und Kurzhandtechniken aus dem Kampfsport erlernt. Er verdient sich seine Brötchen als Rausschmeißer in einem Club und gleich die erste Szene zwischen ihm und seinem Boss wurde frech geklaut. Fast 1:1 ist sie „Kill Bill 2“ nachempfunden, als sich Michael Madsen als Budd von seinem Chef zusammenstauchen lassen muss.
Im weiteren Verlauf des Films bedient sich Regisseur Ernesto Diaz Espinoza („Mandrill“) der Action- und Karatefilme der 70er Jahre. Wenn der „Mirage Man“ immer wieder die Hände kampfbereit nach vorn hält und sich um die eigene Achse drehend nach Gegnern umsieht, dann hat diese Optik schon ein nostalgisches Flair. Auch bei der Nahkampf-Ikone Bruce Lee („Der Mann mit der Todeskralle“) wurde fleißig abgekupfert und so kommen dem Zuschauer, vor allem in der zweiten Filmhälfte, einige Szenen sehr vertraut vor. Die Actionsequenzen sind sehr gut choreografiert, wobei teilweise etwas überzogen wurde, um den Comiccharakter beizubehalten.
Hauptdarsteller und Produzent Marko Zaror („Kiltro“) spielt den Charakter des Mako introvertiert und komplett geprägt vom Schicksal. Viel spricht er nicht, vor allem dann nicht, wenn er als „Mirage Man“ maskiert die Bösewichte vermöbelt. Zaror überzeugt als Martial-Arts-Kämpfer und seine Bewegungen sehen erstklassig aus. Die Figur des Mako durchläuft im Verlauf des Films mehrere Erkenntnisstufen, die teilweise alles andere als lustig sind. Das Leben als Superheld ist nun mal nicht ganz so einfach und Enttäuschungen bzw. Entbehrungen gehören dazu. Das Filmende ist offen gehalten worden und so kann es eine Fortsetzung geben oder auch nicht.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild wirkt sehr nüchtern und klar. Die Farben sind realistisch und ausgewogen, vermitteln aber kein echtes Spielfilmgefühl. Die Bildschärfe hingegen ist gut und für eine Produktion mit einem kleinen Budget schon erstaunlich gelungen. Der Ton kann sich hören lassen, auch wenn die Rears nicht sonderlich zum Einsatz kommen.
Als Extra gibt ein Making of von knapp über drei Minuten, aber es gibt nicht viel mehr zu sehen als die Entstehung einiger Kampfszenen. Den Abschluss der spärlichen Extras bildet der Originaltrailer.
Fazit:
„Mirage Man Kicks Ass“ ist ein Actionstreifen, der mal komisch ist und dann wieder knallharte Kampfsporteinlagen zeigt. Insgesamt kann er gut unterhalten und vielleicht kommt ja auch eine Fortsetzung. Die technische Seite ist in Ordnung, auch wenn optisch kein echtes Kinogefühl vermittelt wird. Die Extras sind auf der Sparflamme gekocht.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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83:13 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
Spanisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Making Of
- Originaltrailer
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Mirage Man Kicks Ass
Mirageman
Gute Action mit Witzfaktor aus Südamerika
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Chile/USA, 2007 Regie: Ernesto Diaz Espinoza Drehbuch: Ernesto Diaz Espinoza Darsteller: Marko Zaror, Maria Elena Swett, Ariel Mateluna, Mauricio Pesutic, Ivan Jara
Label :
WGF Verkaufsstart : 19.08.2010
Vertrieb :
SchroederMedia
Verkaufsstart : 19.08.2010
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