Splashpages  Home Movies  Rezensionen  Rezension  The Spiral - Tödliches Geheimnis
Partner von Entertain Web
http://www.splashmovies.de/php/images/spacer.gif
Inspector Barnaby - Volume 14Kesslers Knigge - Die komplette SerieRoller Girl

In der Datenbank befinden sich derzeit 3.751 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...

DVD-Besprechung - The Spiral - Tödliches Geheimnis

Story:
Mason (Joel Moore) ist ein verschlossener Hotline-Mitarbeiter, der nahezu keine Freunde hat und nur für den Jazz und seine Malerei lebt. Eines Tages lernt er in seiner Mittagspause die junge Amber (Amber Tamblyn) kennen und die beiden kommen sich näher. Amber freundet sich mit dem eigenbrötlerischen Hobbykünstler an und lässt sich von ihm malen. Doch sie ahnt nicht, dass hinter Masons Zeichnungen mehr steckt, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Ist er wirklich nur exzentrisch oder hat er ein dunkles Geheimnis?

Meinung zum Film:
Mason (Joel Moore, "Avatar") arbeitet als Telefonhotline-Mitarbeiter bei einer großen Versicherungsfirma. Der junge Mann, der am liebsten Jazz hört und sich dem Zeichnen hingibt, wirkt auf seine Kollegen ziemlich verschlossen und wird eigentlich nur von seinem Chef Berkeley (Zachary Levi, "Chuck") bewusst wahrgenommen, der sich - vielleicht aus Mitleid - ein bisschen um ihn kümmert, ihn mal zu sich einlädt oder am Wochenende mit ihm Basketball spielt. Er ist es auch, den Mason gern mal mitten in der Nacht anruft, wenn er wieder aus einem seiner Albträume erwacht ist, in denen irgendetwas Furchtbares zu passieren scheint, für das sich Mason die Verantwortung gibt.

Eines Tages lernt Joel in seiner Mittagspause die junge Amber (Amber Tamblyn, "Die himmlische Joan") kennen, die anscheinend bei der gleichen Firma arbeitet und der er auffällt, als er gerade dabei ist, eine seiner alten Zeichnungen von einer Frau zu betrachten. Das künstlerische Talent weckt die Neugier des extrem quirligen Mädchens und es freundet sich mit dem Außenseiter an, was gar nicht so einfach ist, da Mason kaum spricht. Doch die beiden kommen sich trotzdem mit der Zeit näher und schließlich ist Mason sogar dazu bereit, Amber auf von ihm gemalten Bildern zu verewigen. Bei einem ihrer Besuche stößt Amber allerdings auf einen Stapel alter Zeichenblöcke von Mason und muss entdecken, dass hinter den Kunstwerken anscheinend ein düsteres Geheimnis steckt.

Der Name Joel Moore dürfte den meisten Zuschauern wohl nichts sagen, doch viele werden sein Gesicht vermutlich aufgrund seiner wiederkehrenden Rolle als einer der Praktikanten in "Bones" oder aufgrund seines Auftritts in "Avatar" kennen. Moore, der hier nicht nur die Hauptrolle spielt, sondern auch Koautor des Drehbuchs war und zusammen mit Adam Green ("Hatchet") Regie führte, kann vor allem eins ganz hervorragend: seltsam wirken. Kennt man ihn bei Bones als verschrobenen Emo-Gothic-Fan, trifft man ihn hier als noch verschrobeneren Außenseiter wieder, der zu seinen Mitmenschen nahezu gar keinen Draht hat. Moore stellt Mason dabei nicht mal schlecht dar, nur ist es einfach nicht genug, die ersten 60 Minuten des Films über nahezu nur Mason zu zeigen - in jeder einzelnen Einstellung jeder Szene. Die Figur ist schlichtweg viel zu langweilig geschrieben und so kommt es auch dazu, dass Amber Tamblyn, die man nicht mal halb so lang sieht wie Moore, ihm durch ihre glaubwürdige Quirligkeit die Show stiehlt. Leider entwickelt sich zwischen beiden keinerlei Chemie, was dazu führt, dass einen aufgrund fehlender Sympathien weder das Schicksal Masons noch das von Amber wirklich interessiert. Geistesabwesend aus der Wäsche gucken und gelegentlich ein paar Zeilen stammeln machen eben noch lange keinen guten Film aus - schon gar nicht, wenn das Ganze über eine Stunde lang das Einzige ist, was der Zuschauer zu sehen bekommt ... und noch weniger, wenn es sich dabei dann auch noch um einen Thriller handeln soll. Die Inszenierung ist handwerklich durchaus solide, die Optik lässt eine relativ atmosphärische Stimmung aufkommen. Doch die Handlung selbst ist so stinklangweilig - es passiert einfach gar nichts und die Charaktere machen keinerlei Entwicklung durch - und das Schauspiel von Moore auf Dauer so monoton, dass zu keiner Zeit Spannung aufgebaut wird, nicht mal zum Finale des Films hin. Und genau das ist ein Kardinalfehler, der einem Thriller nicht passieren darf ... selbst dann nicht, wenn er ein halbes Drama ist.

Digitale Aufarbeitung:
Technisch gibt es an der DVD von "Spiral" wenig zu bemängeln. Das Bild ist sehr klar und sauber, Rauschen fällt fast gar nicht auf, auch die Kompression macht weitestgehend keine Probleme, wenngleich es gelegentlich zu Blockbildung kommt. Die Farben wirken kräftig und natürlich. Besonders weiß die gute Schärfe zu gefallen, die auch bei großen Betrachtungsflächen noch zahlreiche Details erkennen lässt. Auffällig ist allerdings, dass bei einigen Einstellungen in der untersten Zeile Bildinformationen fehlen und man dort dann nur eine flackernde schwarzweiß-gestrichelte Linie sieht. Der Ton liegt auf Deutsch und Englisch in Dolby Digital 5.1 vor, die deutsche Fassung gibt es außerdem in Stereo. Alle Versionen bieten klar verständliche Dialoge, die 5.1-Spuren erzeugen zudem eine überzeugend räumliche Klangkulisse, auch wenn auf direktionale Effekte verzichtet wird.

Als Bonusmaterial gibt es den Trailer zum Film sowie ein siebeneinhalbminütiges "Making of", das allerdings primär aus wenig informativen Behind-the-Scenes-Aufnahmen besteht, ohne dass man wirklich etwas vom "Making" sieht. Des Weiteren findet man drei Promo-Clips mit jeweils rund drei Minuten vor. Das interessanteste Extra ist der Audiokommentar von Adam Green und Joel Moore, zu denen sich Produzent Jeremy Danial Boreing, Kameramann Will Barrat sowie Amber Tamblyn und Zachary Levi gesellen. Auf lockere Weise unterhalten sich die sechs über die Entstehung von "Spiral" und gewähren dem Zuschauer - trotz hörbarem Spaß und vielen Scherzen - einen sehr interessanten Einblick in die Produktion, wodurch dieser Kommentar unterhaltsamer und empfehlenswerter ist als der Film an sich.

Fazit:
"The Spiral" ist ein zwar nicht schlecht gefilmtes, aber furchtbar langweiliges Thriller-Drama, das zu keiner Zeit Spannung aufkommen lässt und bei dem das Drama in erster Linie aus dem immer gleichen Gesichtsausdruck von Joel Moore besteht. Zumindest technisch kann die DVD aber überzeugen und bietet neben sehr gutem Bild und Ton auch einen überaus interessanten Audiokommentar, der besser ist als der Film selbst.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,85:1
1,85:1
86:56 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Audiokommentar
  • Trailer
  • Making Of
  • Promoclips
The Spiral - Tödliches Geheimnis - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
The Spiral
Spiral

Bild unseres Mitarbeiters Jano Rohleder
Furchtbar langweiliges Thriller-Drama ohne Thrill


Autor der Besprechung:
Jano Rohleder

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007
Regie:
Adam Green, Joel Moore
Drehbuch:
Jeremy Danial Boreing, Joel Moore
Darsteller:
Joel Moore, Amber Tamblyn, Zachary Levi, Tricia Helfer, David Muller

Label Deutschland :
Savoy Film
Verkaufsstart Deutschland :
19.08.2010

Vertrieb Schweiz :
SchroederMedia
Verkaufsstart Schweiz :
19.08.2010