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DVD-Besprechung - Sanctuary - Staffel 1
Story:
Der forensische Psychologe Dr. Will Zimmerman (Robin Dunne) wird von seinen Kollegen bei der Polizei aufgrund seiner Methoden und Theorien in erster Linie belächelt. Eines Tages kommt es zu einem Mordfall, bei dem Will spürt, dass mehr dahinter steckt, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Wurden wirklich zwei Polizisten und ein älterer Herr erschossen oder war hier etwas ganz anderes am Werk? Will forscht nach ... und so kommt es über kurz oder lang dazu, dass er mit Dr. Helen Magnus (Amanda Tapping) in Kontakt kommt, die die Hüterin von Wesen ist, die jenseits jeglicher Vorstellungskraft liegen.
Meinung zum Film:
Dr. Will Zimmerman (Robin Dunne) ist forensischer Psychologe bei der Polizei, seit er vom FBI wegen zu wilder Theorien entlassen wurde. Auch von den Cops wird er nicht wirklich ernst genommen, doch eines Tages ruft man ihn zu einem Fall, bei dem in einer Wohnung nicht nur ein älterer Herr, sondern auch zwei Polizisten ums Leben kamen. Bei den Ermittlungen wird von einer Schusswaffe ausgegangen und auch schon bald ein Verdächtiger festgenommen. Doch Will vermutet etwas anderes dahinter und geht der Spur eines Jungen nach, den er von der Straße aus den Tatort über das Fenster verlassen sieht. Durch eine Verkettung diverser Umstände landet er schließlich bei Dr. Helen Magnus (Amanda Tapping, "Stargate SG-1"), die ihn eine Welt einführt, die jenseits jeglicher Vorstellungskraft liegt.
Dr. Magnus ist Leiterin des "Sanctuary", einer Zufluchtsstätte für anormale Wesen, die gemeinhin wohl als Monster bezeichnet würden. Riesige Echsenmenschen, Meerjungfrauen, Teleporter und vieles mehr. Dabei geht es nicht nur darum, die Menschheit vor einigen von ihnen zu beschützen, sondern ihnen auch im Gegenzug ein Versteck vor der Menschheit anzubieten. Die gefährlichsten befinden sich in Zellen, doch die meisten Bewohner des Sanctuary bewegen sich völlig frei in dem riesigen Gebäude. Unterstützt wird Dr. Magnus bei ihrer Tätigkeit - die nicht nur in der Verwaltung des Sanctuary besteht, sondern auch darin, Vorfällen in aller Welt nachzugehen, an denen eventuell Anormale beteiligt waren - von ihrer Tochter Ashley (Emilie Ullerup), dem Techniker Henry (Ryan Robbins) sowie Bigfoot (Christopher Heyerdahl - in einer Doppelrolle auch mehrfach als Dr. Magnus' früherer Lebensgefährte Druitt zu sehen), der als Angestellter und Butler im Sanctuary arbeitet, seit ihn Dr. Magnus von einer Verletzung heilte. Und nach einiger anfänglicher Skepsis gesellt sich auch Dr. Zimmerman bald zum Team rund um Dr. Magnus.
"Sanctuary" ist in mehrerlei Hinsicht bemerkenswert. Die Show begann in Form von kurzen Webisodes - fürs Internet produzierten Serienfolgen mit 15 bis 20 Minuten, die man kostenpflichtig downloaden konnte -, bevor sie ein paar Monate später vom SyFy-Channel übernommen und in eine TV-Serie mit einer kompletten 13-teiligen Staffel adaptiert wurde. Zudem ist sie eine der ersten Serien, die nahezu komplett virtuell entsteht. Statt klassischen Sets befinden sich bei "Sanctuary" in den Studios fast ausschließlich Greenscreens - alles, was man vom Sanctuary oder den Schauplätzen in aller Welt sieht, entsteht am Computer. Dies könnte leicht dazu führen, dass die Show zu steril wirkt, doch aufgrund der überzeugenden (realen) Darsteller und der spannenden Skripts, die an eine Mischung aus Highlander, Akte X und X-Men erinnern, vergisst man schnell, dass man sich in einem Computerprodukt befindet. Zudem erlaubt es die moderne Technik, dass "Sanctuary" Dinge zeigt, die auf herkömmliche Weise gar nicht darstellbar wären. Störend für den Zuschauer ist lediglich, dass die erste Staffel mit einer Doppelepisode endet, in der die bisherigen Handlungsstränge zusammengeführt werden, es aber trotzdem einen Cliffhanger gibt - und man somit auf Staffel 2 warten muss, um zu erfahren, wie es weitergeht.
Digitale Aufarbeitung:
"Sanctuary" zeigt sich auf DVD absolut hervorragend, was natürlich auch daran liegt, dass die Serie mit einer hochmodernen RED-Kamera aufgenommen wird, die in mehr als doppelter HD-Auflösung aufzeichnet. Etwas schade ist es daher nur, dass man nicht gleich eine Blu-ray-Veröffentlichung der Serie präsentiert, aber auch die DVDs wissen bildtechnisch absolut zu überzeugen. Das Bild ist sehr klar und sauber, die Farben kräftig und - soweit gewollt - natürlich. Rauschen oder analoge Defekte treten aufgrund der digitalen Technik gar nicht auf. Auch Kompressionsprobleme machen sich nicht bemerkbar. Der einzige Kritikpunkt besteht lediglich darin, dass das Bild insgesamt etwas weich wird. Zwar sind auch Details noch gut zu erkennen, doch alles wirkt etwas weichgezeichnet. Dies wird aber wohl teilweise auch - wie so oft bei dieser Technik - Absicht sein, um die realen Aufnahmen besser mit den am Computer entstandenen in optischen Einklang zu bringen. Der Ton weiß ebenfalls zu überzeugen. Sowohl die deutsche als auch die englische Dolby-Digital-Spur in 5.1 bieten kräftigen, voluminösen Klang, der von allen Lautsprechern Gebrauch macht und öfters auch mal mit Effekten aufwarten kann. Bei beiden Sprachfassungen sind die Dialoge natürlich problemlos verständlich. Im Direktvergleich zur deutschen Fassung - und auch zu anderen Serien - klingen die Dialoge bei der Originalversion allerdings etwas zu leise und gelegentlich zu dumpf.
Das Bonusmaterial von "Sanctuary" lässt kaum Wünsche offen. Es gibt zu jeder der 13 Folgen einen Audiokommentar, bei dem sich in der Regel Autor oder Produzent, Regisseur und einer der Darsteller locker und sehr unterhaltsam über die Hintergründe der jeweiligen Episode austauschen. Zudem findet man alle acht ursprünglichen Webisodes von "Sanctuary" vor, aus der später die Pilot-Doppelfolge sowie die erste reguläre Episode zusammengeschnitten wurden. Des Weiteren gibt es einen Promotrailer, drei Minuten "Pannen am Set" sowie kurze Clips zur Idee, den visuellen Effekten und den Figuren. Den Inhalt dieser drei Clips findet man dann noch mal in größtenteils identischer Form in der interessanteren - da umfangreicheren - Featurette "Building the Sanctuary", die rund 16 Minuten lang über die Entstehung und Produktion der Serie berichtet.
Fazit:
"Sanctuary" ist eine spannende und unterhaltsame Mystery-Abenteuer-Serie, bei der die erste Staffel definitiv Lust auf mehr macht. Dass der Großteil der Aufnahmen - mit Ausnahme der Darsteller - am Computer entsteht, hat man schnell vergessen. Die Folgen werden von Koch Media in einem technisch hervorragenden DVD-Set angeboten, das auch hinsichtlich des Bonusmaterials zu überzeugen weiß.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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13 Folgen à ca 44 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Trailer
- Audiokommentare zu allen Folgen
- Webisodes
- Featurette "Welcome to the Sanctuary"
- Featurette "The Residents of the Sanctuary"
- Featurette "Visual Effects"
- Featurette "Building the Sanctuary"
- Pannen am Set
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Sanctuary - Staffel 1
Sanctuary: Season 1
Moderne Mischung aus Highlander, X-Men und Akte X
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Kanada / USA, 2008 Regie: Martin Wood u.a. Drehbuch: Damian Kindler u.a. Darsteller: Amanda Tapping, Robin Dunne, Emilie Ullerup, Christopher Heyerdahl, Ryan Robbins
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 06.08.2010
Vertrieb :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 06.08.2010
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