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DVD-Besprechung - Headhunter - The assessment weekend

Story:
Eine Gruppe von Studenten steht vor einem Survivalwochenende aus dem einer von ihnen als Sieger herauskommen soll. Diesem winkt ein hoch dotierter Job nach dem Studium. In den Wäldern Polens soll die Auslese stattfinden, doch es wird alles andere als ein Abenteuer mit Zukunftsgarantie. Streit zieht in die Gruppe ein und der Trip in die Wälder nimmt einen blutigen Verlauf.

Meinung zum Film:
„Headhunter – The Assessment Weekend“ klingt von der Ausgangslage dem vorzüglichen „Severance“ recht ähnlich. In einem entlegenen Teil im Südosten Polens soll eine Gruppe ein wenig Survival für das Berufsleben ausüben. Es geht allerdings nicht wie bei „Severance“ um den Zusammenhalt von Mitarbeitern, sondern um die Auswahl einer neuen Führungskraft in einem internationalen Unternehmen. Wie dem auch sei, die Gruppe marschiert durch den Wald zum Camp und macht schon früh Bekanntschaft mit diversen Fallen, denen sie zunächst mit Glück entkommen. Was zunächst wie der typische Backwood-Horror aussieht, ist dann doch eine kleine Spielart dieses Genres und bekommt letztlich eine andere Richtung.

Klassisch für dieses Filmszenario beginnt es dann gefährlich zu werden und es kommt zu einer ersten echten Verletzung. Dies steigert sich dann und entspricht dem, was der Zuschauer schon längst erwartet. Es wird zwar nichts Originelles eingebaut und Innovation ist nicht vorhanden, doch die solide Inszenierung lässt den Film in einem besseren Licht erscheinen als manch so anderen Low-Budget-Streifen. Einen echten Kritikpunkt gibt es aber dann doch, denn es wird eine Figur in den Film eingebaut, die völlig überflüssig ist und nur für Verwirrung sorgt. Sie führt sogar dazu, dass das Filmende mehr Fragen aufwirft anstatt zu erklären, was wirklich passiert ist.  

Die Filmsets sind einfach, aber authentisch gehalten. Jetzt mag manch einer sagen, dass jeder Wald gleich aussieht, dem ist aber nicht so. Hier werden baumarme Szenarios ebenso von der Kamera eingefangen wie dichterer unübersichtliches Gehölz. Die Charaktere wirken zu Filmbeginn etwas flach, doch mit zunehmender Spieldauer zeigt jeder deutliche und eigene Konturen. Die Spezialeffekte sind hart, aber werden passend in den Film eingebaut. Die Qualität der blutigen Sequenzen liegt nicht auf internationalem Niveau. Während ein eingeschlagener Schädel noch so eben durchgeht, wirkt ein Pfeiltreffer doch sehr künstlich. Das hätte besser ausfallen können.

Digitale Aufarbeitung:
Das verwendete Bildmaterial lässt den Film optisch einem Fernsehspiel ähneln. Die Farbabmischung ist gut, wodurch aber das Kunstblut recht leicht als ein solches zu identifizieren ist. Der Kontrast hätte ein wenig stärker ausfallen und es ist ein leichtes Bildrauschen erkennbar. Der Ton bietet nur selten räumlichen Klang, ist aber akzeptabel.

Die Extras sind sehr umfangreich ausgefallen, allerdings komplett auf englisch und ohne Untertitel. Den Hauptfilm kann sich der Zuschauer mit gleich drei Audiokommentaren ansehen. Sebastian Panneck, Ian Blumers, Johannes Bock, und Keith Blaser geben sich hier die Ehre wobei der Trinkspielaudiokommentar die unterhaltsamste Variante ist. Immer wenn die roten Haare von Shannon Lower zu sehen sind, muss ein Jägermeister dran glauben. Die Bonus-Disc startet mit einem Making Of, das allerdings weniger Infos bietet und mehr Einblicke in die Dreharbeiten zeigt (ca. 16 Minuten). Die geschnittenen Szenen nehmen rund 26 Minuten ein und können mit dem Audiokommentar von Sebastian Panneck, Ian Blumers und Johannes Bock gesehen werden. Die nächsten 35 Minuten sind den Interviews von Shannon Lower und Keith Blaser gewidmet und eben diese beiden Akteure werden auch noch bei ihrem Casting gezeigt (14 Minuten). Das Extra „Actors on Set“ (10 Minuten) bietet einen weiteren Einblick in die Dreharbeiten. Die Versprecher laufen rund 7 Minuten und ihnen folgt der Trailer zum Film. Den Abschluss bildet ein Rückblick auf „Urban Scumbags vs Countryside Zombies“.

Fazit:
„Headhunter – The Assessment Weekend“ ist ein ordentlicher Low-Budget-Film aus der Horrorsparte. Es gibt zwar Kritikpunkte, aber im Vergleich zu vielen anderen Genre-Kollegen ist er handwerklich gut gemacht. Bild und Ton sind in Ordnung und die Extras sind vielfältig, wenn auch leider nur auf englisch.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,85:1
1,85:1
94:06 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bonusmaterial:
  • Audiokommentare
  • Deleted Scenes
  • Making Of
  • Casting
  • Interviews
  • Actors on Set
  • Blooper
  • Trailer
  • USCZ Featurette
Headhunter - The assessment weekend - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Headhunter - The Assessment Weekend
Headhunter - The Assessment Weekend

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Nur nicht den Kopf verlieren


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland, 2010
Regie:
Sebastian Panneck
Drehbuch:
Christoph Willumeit
Darsteller:
Manuel Cortez, Clayton Nemrow, Mareike Fell, Niels Kurvin, Maverick Queck

Label Deutschland :
Epix
Verkaufsstart Deutschland :
20.08.2010

Vertrieb Schweiz :
Epix
Verkaufsstart Schweiz :
20.08.2010