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DVD-Besprechung - Louis de Funè Collection 1
Story:
Quietsch… Quietsch… wer bohrt denn da nach Öl:
Leonard Monestiere (Louis de Funes) ist ein As auf dem Börsenparkett, doch eines Tages nimmt er seine Frau Cynthia (Jacqueline Maillan) dorthin mit, was sich als Fehler herausstellen soll. Sie fällt auf einen zwielichtigen Geschäftsmann herein, der ihr ein scheinbar wertloses Ölförderungszertifikat verkauft. Da trifft es sich gut, dass der Geschäftsmann Antoine (Guy Trejan) Monestieres Tochter Patricia (Mireille Darc) anbetet und sie liebend gern heiraten würde. Mit vielen Tricks versuchen sie das Zertifikat an den Mann zu bringen und das Glück scheint ihnen Hold zu sein.
Fünf Glückspilze:
Fünf Menschen in fünf unterschiedlichen Lebenssituationen werden vom Glück geküsst. Dabei könnten ihre Ausgangslagen nicht unterschiedlicher sein. So gewinnt ein Dienstmädchen (Mireille Darc) einen wertvollen Nerzmantel, sehr zum Unwillen ihrer Dienstherrin. Denn durch eine geschäftliche Verwicklung müssen die beiden ihre Rollen tauschen, mit einem überraschenden Ergebnis. Und dann ist da noch der glückliche Gewinner einer Yacht, der seinen Gewinn eigentlich mit seiner Geliebten feiern will, doch seine Gattin ist ihm auf den Fersen.
Die große Sause:
Drei britische Soldaten werden auf dem Flug zurück nach England von den deutschen Flugabwehrkanonen vom Himmel geschossen. Mit der Hilfe von französischen Zivilisten wollen sie in die neutrale Zone fliehen, doch sowohl das deutsche Militär, als auch die GeStaPo sind ihnen auf der Spur. Ganz besonders leiden muss Maestro Stanislas Lefort (Louis de Funes), denn der sensible Musiker und Dirigent wurde bislang von den Besatzern in Ruhe gelassen, doch plötzlich muss er fliehen, Seite an Seite mit den Briten.
Meinung zum Film:
Die „Louis de Funes Collection 1“ bietet drei Filme, die dem frühen Schaffen des Komikers zuzuordnen sind, denn die großen Filmerfolge, die ihm auch hierzulande Ruhm bescherten, sollten erst noch kommen. Auf drei DVDs gepresst startet die erste Reihe mit „Quietsch…Quietsch…wer bohrt denn da nach Öl“. Die Komödie ist wie ein Kammerstück angelegt und wird komplett auf dem Anwesen des fiktiven Börsenspekulanten Monestiere gespielt. Es wird ein typisches Verwirrspiel inszeniert, bei dem ein liebestoller Millionär über den Leisten gezogen werden soll. Die komische Dramaturgie sieht hier eine stete Drehung der Ereignisse vor, bei der es darum geht, ob der reiche Antoine anbeißt oder nicht. Später gibt es noch einen Plottwist, bei dem Monestiere sebst in eine Falle tappt, nur damit das Schicksal dann alles nochmals komplett umwirft.
„Fünf Glückspilze“ ist ein Episodenfilm, bei denen jede der fünf Geschichten ein eigenes glückliches Schicksal anbietet. Insgesamt sind die Geschichten aber eher belanglos und in Sachen Humor ein wenig altbacken. Es wirkt teilweise wie der Versuch, den amerikanischen Slapstick auf ein ordentliches hohes französisches Niveau zu heben. Die typischen Übertreibungen sind vorhanden, doch im Ergebnis sind die kleinen Geschichten dann harmlos bis banal. Am unterhaltsamsten ist noch die Geschichte, in der ein scheinbarer Verlierertyp einen Abend mit einem Nachwuchssternchen gewinnt und das Herz der hübschen jungen Dame tatsächlich erobert.
„Die große Sause“ hingegen bietet großes Kino und ist eine spannende, aber auch lustige Kriegsgeschichte. Louis de Funes ist die Rolle des Widerständlers wider Willen wie auf den Leib geschrieben. Es ist zwar nur eine von mehreren gleichberechtigten Figuren, aber die füllt der kleine Franzose vorzüglich aus. Wer die Filme kennt, die danach kamen, kann sehr schön hier erkennen, wohin die Reise bei Funes später noch gehen sollte. Das ganze Ensemble spielt hervorragend und selbstverständlich schlagen die Guten den scheinbar allgegenwärtigen deutschen Besatzern so manches Schnippchen. Der Film hat ein sehr hohes Erzähltempo und die knapp zwei Stunden Laufzeit vergehen wie im Flug.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild aller drei Filme wurde überarbeitet, jedoch konnte angesichts des Alters des Filmmaterials nicht alles auf den neuesten Stand der Dinge gebracht werden. Im Ergebnis liegen aber die wohl besten Qualitäten vor, die von diesen Filmen zu haben sind. „Quietsch…Quietsch…wer bohrt denn da nach Öl“ und „Fünf Glückspilze“ kommen in Schwarz-Weiß auf den Bildschirm und sehen, bis auf ein durchgehendes Rauschen, ordentlich aus. Der Kontrast ist nicht ganz so stark ausgefallen, dafür sind die Graustufen ausgeprägt. Die Bildschärfe ist akzeptabel. „Die große Sause“ präsentiert sich in Farbe und zeigt hin und wieder kleine Blitze. Die Farbe des Ausgangsmaterials lässt das Alter des Filmes erkennen und gibt ihm diesen typischen urigen Charme. Der Kontrast ist besser als bei den beiden anderen Filmen. Der Ton ist bei allen drei Produktionen gut verständlich und die Dialoge sind nicht erschwert zu verstehen.
Jedem Film seinen Trailer, das war auch das Motto für die Extras und so gibt es den Originaltrailer zu jedem Film. Für „Die große Sause“ gibt es einen zusätzlichen deutschen Trailer. „Quietsch…Quietsch…wer bohrt denn da nach Öl“ wird dem Zuschauer gleich zwei Mal angeboten, in der originalen S/W-Fassung und bei den Extras noch mal als Farbfassung. So kann jeder selbst bestimmen, welche Variante er sehen möchte. „Fünf Glückspilze“ wird um eine Fotogalerie ergänzt und „Die große Sause“ liegt gleich in vier Film- bzw. Synchronvariationen vor. Begehrlich dürfte natürlich die sein, in der Gerd Martienzen Louis de Funes seine Stimme lieh. Er sprach auch die Trickfigur „Mr. Magoo“ oder auch Sammy Davis Jr. in „Frankie und seine Spießgesellen“. Den Abschluss bildet noch eine Bildergalerie, sowie der Kinoaushangsatz.
Fazit:
Die „Louis de Funes Collection 1“ ist ein guter Auftakt für die Fans des kleinen, energischen Franzosen. Der Episodenfilm fällt zwar etwas aus dem Rahmen, doch die beiden anderen Komödien sind gut und einer Sammlung würdig. Die technische Umsetzung ist, angesichts des Alters, in Ordnung.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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Quietsch...Quietsch...wer bohrt denn da nach Öl: 83:16 Minuten
Fünf Glückspilze: 95:07 Minuten
Die große Sause: 119:01 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 1.0 | Französisch Dolby Digital 1.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Originaltrailer
- Farbfassung "Quietsch...Quietsch...wer bohrt denn da nach Öl"
- "Die große Sause " - Synchronfassung mit Gerd Martienzen (1967)
- "Die große Sause " - Synchronfassung mit Gerd Martienzen (1974)
- "Die große Sause " - Synchronfassung mit Michael Pan (2009)
- "Die große Sause " - Integrale Fassung (1967 und 1974)
- Fotogalerie
- Kinoaushang
- Trailer deutsch
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Quietsch...Quietsch...wer bohrt denn da nach Öl/Fünf Glückspilze/Die große Sause
Pouic-Pouic/Les veinards/La grande vadrouille
Guter Auftakt einer de Funes-Collection
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Frankreich, 1963/1963/1966 Regie: Jean Girault, Philippe de Broca, Gerard Oury Drehbuch: ean Girault, Jacques Vilfrid, Phlippe de Broca, Gerard Oury Darsteller: Louis de Funes, Mireille Darc, Roger Dumas, Christian Marin, Yana Chouri, France Anglade, Francis Blanche, Yvonne Clech, Claudina Coster, Bourvil, Claudio Brook
Label :
Kinowelt Home Entertainment
Verkaufsstart : 19.08.2010
Vertrieb :
Impuls Home Entertainment
Verkaufsstart : 19.08.2010
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