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DVD-Besprechung - Ich weiß mal wieder was du letzten Sommer getan hast
Story:
Nachdem einige Cricketspieler brutal ermordet wurden, wird ein kleiner Kreis von potentiellen Opfern von der Polizei ermittelt. Um die Männer vor dem offensichtlich psychisch gestörten Killer zu schützen werden sie ins entlegene Outback gebracht, wo von der Polizei eine alte Ranch zum Untertauchen bewirtschaftet wird. Alle wähnen sich in Sicherheit, doch der unheimliche Mörder hat sich ebenfalls ins Outback begeben und widmet sich seinen Opfern.
Meinung zum Film:
„Ich weiß mal wieder was du letzten Sommer getan hast“ ist ein erneutes Beispiel für haarsträubende deutsche Filmtitelerfinder. Der englische Filmtitel „I know how many runs you scored last summer“ orientiert sich zwar an der bekannten Slasherreihe, aber der deutsche geht mal gar nicht. Hinzu kommt, dass sich der australische Low-Budget-Slasher inhaltlich anders ausrichtet. Er bleibt zwar ein Slasher, aber er vermischt ein wenig Dario Argentos „Tenebrae“ mit etwas mehr „Scream“. Die ersten zwanzig Filmminuten bieten ein klassisches Krimiszenario nach einem Mord. Dann geht es aber sehr schnell und die potentiellen Opfer werden zu einem Zeugenschutzort gebracht.
Hier wechselt das Genre nahtlos in das bekannte Slasherszenario und das Gemetzel kann Fahrt aufnehmen. Natürlich stellt sich für das Publikum die Frage, wer denn der Killer ist. Die Antwort darauf kommt erst zum Schluss und wird eine geteilte Meinung hinterlassen. Der Hintergrund des grausigen Mordens mittels einer modifizierten Cricketausrüstung ist ein typisches Rachemotiv, das schnell von der Polizei aufgedeckt wird. 20 Jahre vor dem Beginn der Mordserie quälten in einem Crickettrainigslager die Mannschaftskameraden einen anderen Jungen so sehr, dass dieser einen mentalen Schaden zurück behielt. Im Film zieht so ein Ereignis natürlich die zeitlich verzögerte Rache nach sich und es ist logisch, und im Sinne des Drehbuchs, dass diese auch blutig ausfällt.
Die Schauspieler sind motiviert und das Drehbuch nimmt sich nicht bierernst. Um die Eingruppierung als Horrorkomödie zu erhalten fehlt es an der Menge an Gags, aber was geboten wird ist schon unterhaltsam. Die blutigen Effekte sind in ihrer Ausführung gut ausgedacht, die Umsetzung liegt qualitativ knapp zwischen gut und hausbacken. Freunde nackter Tatsachen bekommen auch etwas zu sehen, denn die Co-Regisseurin Stacey Edmonds zieht unter der Dusche komplett blank. Wenn man weiß, dass sie auch den Titel „Miss Nude Australia“ inne hielt, so verwundert es nicht, dass sie sich so kurvig und freizügig vor der Kamera bewegt, dass dies allein schon die Freigabe ab 18 Jahren begründet. Wer mehr von der dunkelhaarigen Dame erfahren will, der möge nach „Arianna Starr“, ihrem Künstlernamen, googeln.
Digitale Aufarbeitung:
Dem leicht schwächelnden Bildmaterial ist seine Herkunft als Bestandteil einer preiswerten Produktion anzumerken. Die Farben wirken stumpf und nicht strahlend. Der Kontrast ist zu hoch ausgefallen, so dass das Bild zu hell wirkt. Die Bildschärfe ist nicht optimal, aber für das Genre akzeptabel. Der Ton setzt fast nur die vorderen Boxen ein und bei der Mischung zwischen Synchronstimmen und Nebengeräuschen wirken die Geräusche teilweise gedämpft
Vorab sei erwähnt, dass alle Extras komplett in englischer Sprache und ohne deutsche Untertitel abrufbar sind. Der Hauptfilm kann mit einem Audiokommentar der beiden Regisseure Stacey Edmonds und Doug Turner gesehen werden. Die nächste gute Viertelstunde gilt dem Making Of, das recht informativ ausgefallen ist, gefolgt von einem Special zu den blutigen Spezialeffekten (ca. 6 Minuten). Das nächste Extra ist für Laien recht interessant, denn eine Szene aus der Kantine wird in unterschiedlichen Fokus- und Farbeinstellungen gezeigt. Die optischen Auswirkungen, zeigen sehr schön, wie hier das Bild variiert werden kann. Drei Minuten und neunzehn Sekunden lang ist dann die ungeschnittene Duschszene. Es folgen gut acht Minuten in denen Stacey Edmonds und Doug Turner erklären, wie dieses Filmprojekt zustande kam. Es folgen zwei Videotagebücher mit unterschiedlichen Themen, sowie ein Musikvideo und der Originaltrailer.
Fazit:
Auch wenn die technische Seite von „Ich weiß mal wieder was Du letzten Sommer getan hast“ nicht ganz so toll ausfällt, so ist der Film an sich sehenswert. Es wird zwar keine neue Horrorikone geboren, doch die Inszenierung ist flott und bietet kurzweilige Unterhaltung. Die umfangreichen Extras gibt es leider nur in englischer Sprache.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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78:08 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar
- Making Runs
- Bloody FX
- Canteen Scene grade
- Duschszene uncut
- Fragen und Antworten
- Joadja Tagebuch
- Audiomix Tagebuch
- Musikvideo
- Originaltrailer
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Ich weiß mal wider was Du letzten Sommer getan hast
I know how many runs you scored last summer
Schlechter Filmtitel, guter Film
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Australien, 2009 Regie: Stacey Edmonds, Doug Turner Drehbuch: Doug Turner Darsteller: Jai Koutrae, Stacey Edmonds, Az Jackson, David Gambin, Ben PaulOwens
Label :
Epix
Verkaufsstart : 20.08.2010
Vertrieb :
Impuls Home Entertainment
Verkaufsstart : 20.08.2010
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