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DVD-Besprechung - Paris by Night of the Living Dead

Story:
Adrienne (Karina Testa) und Richard (David Saracino) geben sich in der Kirche das Ja-Wort, streifen die Brautkleidung ab, ziehen die Waffen und beginnen einen blutigen Feldzug gegen die Zombies, die durch Paris ziehen. Zu Fuß und auf dem Motorrad wüten sie recht ungestüm gegen die Untoten und so muss auch das eine oder andere Wahrzeichen in Paris dran glauben.

Meinung zum Film:
Mit „Paris by night of the living dead“ erscheint ein Kurzfilm der heftigsten Sorte, die vom Splattergehalt sogar den derben „Staplerfahrer Klaus“ in den Schatten stellt. Die Handlung streckt sich über rund 8,5 Minuten, der Rest der Laufzeit wird vom Abspann eingenommen, den man aber unbedingt sehen sollte. Es gibt noch einen kleinen Nachschlag. Die achteinhalb Minuten beginnen mit einer Trauung und die scheinbar schüchterne Braut und ihr smarter Bräutigam geben sich mehrere Versprechen ihrer Liebe und ihres Zusammenhaltes. Und das wichtigste, dass keiner von Ihnen den anderen als Untoten durch die Welt wandern lässt. Sprich: „Gib mir den Kopfschuss Liebling!“.  

Ab da geht es dann richtig rund und das frisch getraute Brautpaar stürzt wild um sich schießend aus der Kirche und vernichtet daher wankende Zombies. Auf ihrer Flucht ziehen die beiden alle Register, um sich der Untoten zu entledigen. Schusswaffen, Kettensäge und weitere Utensilien werden verwendet, um ihnen den Garaus zu machen. Die Splattereinlagen sind starker Tobak, aber aufgrund der Übertreibung der Handlungen haben die Zensureinrichtungen wohl ein einsehen gehabt und lediglich Jugendliche von dem Kurzfilmgenuss ausgenommen. Einige Effekte sind zudem so gekünstelt, dass man sie auch gar nicht ernst nehmen kann. Die vorhandenen CGI-Effekte wirken wie aus dem heimischen PC berechnet.  

Eine echte Handlung ist nicht vorhanden, was auch nicht klappen kann, wenn man möglichst viele Goreeffekte zeigen will. Aber, das darf an dieser Stelle verraten werden, es gibt eine Dramaturgie bei den Ereignissen. Gut durchdacht ist der Ansatz, den Kurzfilm mit schwarzem Humor zu garnieren, denn das lockert das Stakkato des Bodycounts dann doch auf. Die schauspielerischen Leistungen sind schwierig zu beurteilen, denn es gibt nur wenige Dialoge und viel Körpereinsatz. Das machen die beiden Hauptdarsteller aber gut. Ein Blick in den Abspann lässt schon staunen, wie viele Statisten da zu Zombies gemacht wurden. Dieser Kurzfilm ist ein klarer Anwärter für den Kurzfilm mit der längsten Besetzungsliste.

Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität ist gut und die Farben sind kräftig, aber nicht überzogen. Bei den CGI-Effekten wirken die Farben nicht ganz so ausgewogen und stimmig, daher fallen die computergenerierten Sequenzen dann auch auf. Ansonsten ist das Bild klar und die Bildschärfe stimmt. Der Ton ist frontlastig, lässt die hinteren Boxen aber nicht komplett aus. Es könnte aber mehr Dampf im Surroundbereich sein, insbesondere wenn die Protagonisten ihre Gegner von allen Seiten erwarten.

Ähnlich wie bei „Staplerfahrer Klaus“ nimmt das Bonusmaterial den Löwenanteil der DVD ein. Der Film selbst kann mit einem Audiokommentar (deutsche Untertitel) von Produzent Eric Fantone und Regisseur Gregory Morin gesehen werden. Ein weiterer Audiokommentar von den beiden liegt in Zombiesprache vor. Sehr skurril. Das Zombing Of (ca. 60 Minuten) ist natürlich ein Making Of und zeigt wie die Produktion entstanden ist. Den französischen Zombies ist ein eigenes kleines Kapitel gewidmet und die Schauspieler werden gezeigt, wie sich ohne Maske die Zombiesprache vorstellen. Den Abschluss bildet eine Bildergalerie.

Fazit:
„Paris by night of the living dead“ ist ein böser schwarzhumoriger Kurzfilm, bei dem es fast im Sekundentakt kracht. Kultpotential liegt zwar nicht vor, aber für eine kurzes Intermezzo mit Goreeffekten geradezu ideal. Technik und Extras sind gut.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
2,35:1
2,35:1
12:01 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Französisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Audiokommentar
  • Zombie-Audiokommentar
  • Don't mess with french zombies
  • Bildergalerie
  • Zombing Of
Paris by Night of the Living Dead - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Paris by night of the living dead
Paris by night of the living dead

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Heftiger Kurzfilmsplatter aus Paris


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Frankreich, 2009
Regie:
Gregory Morin
Drehbuch:
David Neiss
Darsteller:
Karina Testa, David Saracino, Dominique Bettenfeld, Olivier Bach, Chjristophe Lemaire

Label Deutschland :
Anolis Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
19.08.2010

Vertrieb Schweiz :
Ascot Elite Switzerland
Verkaufsstart Schweiz :
19.08.2010