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Blu-ray-Besprechung - Ghost Machine
Story:
Ein Team aus jungen Militärangestellten leiht sich an einem freien Wochenende einen Simulator aus, mit dem die Soldaten normalerweise im Cyber-Space gegen virtuelle Gegner kämpfen. Die jungen Leute bauen die Maschine in einem alten Gefängnis auf, in dem vor 9 Jahren unter anderem eine geheimnisvolle Frau zu Tode gefoltert wurde. Nun nimmt sie Rache, indem sie sich in das Spiel einklinkt und Realität und Illusion vermischen lässt.
Meinung zum Film:
„Ghost Machine“ entstand 2009 unter der Regie von Chris Hartwill, dessen Filmographie sehr übersichtlich ist. Lediglich ein Kurzfilm, 1 Serienfolge von „The Hunger“ und 2 von „Numbers“ stehen bisher in seiner Vita. Sein Spielfilmdebüt kann dabei nur wenig überzeugen und nur mit ein paar an einer Hand abzählbaren Schauwerten aufwarten. Bei den Darstellern herrscht ebenfalls, wenn überhaupt, nur Durchschnittskost und von dem austauschbaren Cast ist kaum einer einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.
Die Story, in der eine virtuelle Realität mit der Wirklichkeit verschmilzt und sich eigentliche Computergegner als tödliche Widersacher herausstellen ist alles andere als neu und hat man in Variationen schon sehr oft gesehen. Leider gelingt es dem Film nicht, neue Akzente zu setzen und so läuft alles nach Schema F ab. Dies aber zumindest meist handwerklich zufriedenstellend inszeniert. Die Effekte des Films reichen dabei von überzeugend bis lächerlich. Vor allem das CGI-Blut, das in einigen Szenen zu sehen ist, stört dann doch ein wenig. Trotz der High-Tech-Thematik wäre ein wenig mehr Handarbeit besser gewesen.
Einziger Lichtblick ist die Figur der Soldatin Jess, gespielt von Rachael Taylor, die der aufmerksame Zuschauer möglicherweise aus „Transformers“ kennt. Sie ist diejenige, die die spielenden „Jungs“ am Ende mit Waffengewalt aus ihrer misslichen Lage helfen muss. Sie wird aber zum Glück nicht allzu klischeehaft-burschikos dargestellt und darf während des Films eine Frau bleiben. Ansonsten muss der Zuschauer bei den handelnden Personen mit Sätzen aus dem Standard-Drehbuch-Baukasten rechnen und hat abgesehen von etwas Geballer in den 90 Minuten Laufzeit kaum etwas überzeugendes erlebt. Schade, man hätte mehr aus „Ghost Machine“ machen können.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild der 1080i/25-Blu-ray bewegt sich, genau wie der Inhalt, auf durchschnittlichem Niveau. Einige Szenen sind mit Filmkorn durchsetzt, dies ist jedoch beabsichtigt. Die Schärfe kann keine großen Akzente setzen und unterscheidet sich sichtbar kaum von einer guten DVD. Die Farben sind ebenfalls beabsichtigt eher dezent und kühl. Der deutsche Ton in DTS-HD Master Audio 7.1 spielt sich meist nur in der Front ab, hin und wieder werden jedoch auch die hinteren Lautsprecher mit Sounds und Umgebungsgeräuschen bedient.
Bei den Extras gibt es nicht allzu viel zu entdecken: Der deutsche und der englische Trailer sind zu sehen, des weiteren ein immerhin halbstündiges Making of und ein Interview mit Drehbuchautor Sven Hughes. Das Interview hat eine Länge von 10 Minuten und ist genau wie das Making of deutsch untertitelt.
Fazit:
„Ghost Machine“ variiert ein altbekanntes Thema, dies aber nicht interessant und innovativ genug, um neue Akzente setzen zu können. Die austauschbaren Darsteller und die teilweise wenig überzeugenden Effekte verhindern dann, dass der Film wenigstens in anderen Bereichen punkten kann. Die Blu-ray kann technisch ebenfalls keine Akzente setzen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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92:12 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch DTS-HD Master Audio 7.1 | Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch |
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Bonusmaterial:
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- deutscher Trailer
- US-Trailer
- Making of
- Interview mit Drehbuchautor Sven Hughes
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Ghost Machine
Ghost Machine
Höhepunktlose Durchschnittskost
Autor der Besprechung:
Andreas Schultz
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2009 Regie: Chris Hartwill Drehbuch: Sven Hughes, Malachi Smyth Darsteller: Sean Faris, Rachael Taylor, Luke Ford, Joshua Dallas, Halla Vilhjálmsdóttir
Label :
Sunfilm Entertainment
Verkaufsstart : 08.10.2010
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