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Blu-ray-Besprechung - Train
Story:
Eine Gruppe von Ringern lässt es sich in nach einem Wettkampf in Russland gut gehen und die Truppe feiert danach noch mal anständig. Das wäre alles kein Problem, wenn sie nicht verschlafen und den fest eingeplanten Zug nach Odessa verpasst hätten. Doch das Schicksal scheint es gut mit ihnen zu meinen, denn eine Dame bietet die Mitfahrgelegenheit in einem anderen Zug an. Leider ist dieser Zug nicht dazu gedacht, nach Odessa zu fahren, sondern um den neuen Fahrgästen das Leben und die Organe zu nehmen.
Meinung zum Film:
Der Horrorfilm „Train“ ist ein prima Beweis dafür, dass sich die verschiedenen Filmproduzenten immer mal wieder mit ihren Filmprojekten überkreuzen. Kam kürzlich noch die Clive Barker-Verfilmung „Midnight Meat Train“ auf den Heimvideomarkt, so ist es nun „Train“. Es dürfte kaum verwundern, dass es sich hierbei um eine Geschichte handelt, die sich im „Hostel“-Dunstkreis bewegt, aber, der Titel sagt es bereits, die Handlung findet in einem Zug statt. Die Handlung ist banal und wie die Gruppe von Sportlern in einen ganz anderen Zug gelangt als den, welchen sie nehmen wollten, ist Plotkonstruktion pur. Davon wird es im Laufe der blutigen Geschichte aber noch einige geben.
Die Bösewichte sind in „Train“ keine reichen Geschäftsmänner die ihre brutalen Triebe ausleben wollen, sondern geschäftstüchtige Organhändler. Und damit alles schön just-in-time genutzt werden kann, sind die Empfänger der Organe dann auch gleich mit im Zug. Es werden fleißig Klischees bedient und so sehen die organraubenden Russen schön fies und schmierig aus und die sportlichen Opfer werden in die Ecke der Dumpfbacken hineinsortiert. Allerdings kann das blutige Treiben auch Pluspunkte hinsichtlich der Atmosphäre verbuchen. Waren in „Hostel“ noch die verließartigen Folterkammern für einen grausigen Schauer verantwortlich, so ist es hier die Enge des Zuges und das Gefühl, nicht mehr mit heiler Haut aus der Stahlröhre zu entkommen.
„Train“ ist im Grunde genommen eine reine Ansammlung von verschiedenen Gewalttaten. Die Macher des Film haben zu sehr auf diesen Punkt abgestellt und für die sehr harten und blutigen Effekte die Quittung der Zensoren erhalten. Für die R-rated-Fassung in Amerika mussten schon Schnitte angesetzt werden. Im Vergleich dazu verlor das Blutspektakel dann bei den deutschen Zensoren noch gut 6,5 Minuten. Das ist so viel an Schnitten, dass Szenen teilweise wie Anschlussfehler wirken und falsche Rückschlüsse zulassen. Es ist ja nett gemeint, einen Film hierzulande zu vertreiben, aber bei solch reichhaltigen Eingriffen macht es keinen Sinn. Da ist es auch vollkommen unerheblich ob man das Torture-Genre mag oder ablehnt.
Digitale Aufarbeitung:
Der Kontrast der Bluy-ray ist enttäuschend schwach ausgefallen und so bleiben viele Details in den überwiegend dunklen Szenen auf der Strecke. Bei Außenaufnahmen fällt dies zunächst nicht so sehr auf. Die Farben unterliegen leichten Schwankungen, was umso deutlicher auffällt, je näher man am hochauflösenden Gerät sitzt. In Sachen Bildschärfe haben die Außenaufnahmen die Nase vorn, im Gegensatz zu den Aufnahmen im Zug. Die Tiefenschärfe zeigt gleichfalls leichte Schwächen. Der Ton hingegen ist gut und ausgewogen. Nebengeräusche werden auch mal auf die hinteren Boxen gelegt.
Als Extras gibt es den deutschen Trailer und ein Making Of mit einer Laufzeit von rund 14 Minuten. Letzteres ist leider nur auf englisch obwohl es informativ gehalten wurde und weniger den typischen werbenden Charakter hat.
Fazit:
„Train“ wurde von den Zensurstellen arg gerupft und es ist für Splatterfans nur zu empfehlen, wenn diese angesichts der wilden Schnippelei resigniert haben. Für Filmfreunde ganz allgemein ist dies sicherlich nicht zu akzeptieren. Die grobe Machart erinnert an „Hostel“. Die Blu-ray-Disc entspricht hinsichtlich der Optik technisch leider nicht dem was da eigentlich möglich wäre.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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88:04 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch DTS-HD Master Audio 7.1 | Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Behind the scenes
- Trailer deutsch
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Train
Train
Zerstückelter Streifen aus dem Segment des Folterhorrors
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2008 Regie: Gideon Raff Drehbuch: Gideon Raff Darsteller: Thora Birch, Gideon Emery, Kavan Reece, Drek Magyar, Gloria Votsis
Label :
Sunfilm Entertainment
Verkaufsstart : 10.09.2010
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