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DVD-Besprechung - Starforce
Story:
Zed Lucene (Michael Bergin) ist gerade erst in die intergalaktische Spezialeinheit "Starforce" aufgenommen worden. Nun hat er seinen ersten Auftrag bekommen: Er soll medizinische Güter zu einer entfernten Kolonie bringen. Doch während er noch unterwegs ist, zeigt sich, dass diese Mission offiziell anscheinend gar nicht existiert. Dann explodiert auch noch die Basisstation der Kolonie und Lucenes Raumschiff stürzt ab. Er überlebt und lernt auf dem Planeten die dort wohnende Dahlia Rojik (Amy Weber) kennen, die nichts von einer angeblich angeforderten medizinischen Hilfslieferung weiß. Gemeinsam begeben sich die beiden zur Hauptsiedlung und müssen bald feststellen, dass sie sich mitten in einer großen Verschwörung befinden.
Meinung zum Film:
Starforce-Kommandant Temetrian (Andy Garrison) ist während einer großen intergalaktischen Schlacht im Einsatz, bei der es auf einem Planeten zu einem fürchterlichen Massaker kommt. Temetrian schafft es, ein Kind von dort zu retten, das gerade seine Eltern verloren hat, und zieht den Jungen wie seinen eigenen Sohn auf. Zudem bildet er ihn als Soldaten für die galaktische Spezialeinheit aus. Doch Zed Lucene (Michael Bergin, "Baywatch") hat es nicht leicht, denn er ist als einziger der Kadetten ein wirklicher Mensch mit Eltern, während es sich bei allen anderen Anwärtern um speziell zu diesem Zweck gezüchtete Mutanten oder Klone handelt. Trotzdem schafft er es als erster von seiner Truppe, in die Starforce aufgenommen zu werden und bekommt kurz darauf seine erste Mission zugeteilt: Medizinische Güter auf eine weit entfernte interplanetarische Kolonie zu bringen.
Irgendetwas scheint aber mit diesem Auftrag nicht zu stimmen ... denn während Lucene noch unterwegs ist, wird Temetrian zum Rat gerufen und ihm mitgeteilt, dass sein Schützling offensichtlich ein Raumschiff gestohlen hat ... Unterdessen geht Lucene ahnunglos seiner Mission nach, doch als er mit der Basis der Kolonie Kontakt aufgenommen und gerade die Landeerlaubnis bekommen hat, explodiert die Bodenstation und noch dazu fällt sein Autopilot aus, weswegen er in einer öden Wüstenlandschaft abstürzt. Ohne Wasser versucht er sich zur Siedlung der Kolonisten durchzuschlagen und trifft dabei nach einiger Zeit auf eine Horde menschenfressender Alien-Käfer, vor der er aber noch rechtzeitig von Dahlia Rojik (Amy Weber), der biologischen Beauftragten der Kolonie, gerettet wird. Sie hat seine Funksprüche aufgefangen, doch auch sie weiß nichts von einer Medizinlieferung. Als die beiden zur Siedlung zurückkehren, müssen sie feststellen, dass jemand in der Zwischenzeit das Trinkwasser vergiftet hat. Und nach und nach kommen sie einer Verschwörung um Macht und Reichtum auf die Schliche, in die auch die Starforce verstrickt ist.
Wer beim Titel "Starforce" hellhörig wird, hat sein gutes Recht dazu, denn ja, es gab bereits einen Film mit sehr ähnlichem Titel - "Star Force Soldier" -, der auch eine sehr ähnliche Story hatte. Auch dort ging es um gezüchtete Supersoldaten sowie einen Menschen, der auf einem einsamen Planeten strandet und die dort lebenden Zivilisten vor eben diesen Supersoldaten beschützen muss. Doch dieser zwei Jahre vor "Starforce" entstandene Film hatte nicht nur ein Budget von 75 Millionen Dollar, sondern auch Kurt Russel ("Stargate") in der Hauptrolle. Wenn man sich die Castliste von "Starforce" ansieht - und zwei Minuten des Films selbst überstanden hat -, wird einem dann auch ziemlich schnell klar, dass es sich hierbei mal wieder um ein Billig-C-Movie-Rip-off einer erfolgreichen größeren Produktion handelt. Während man Michael Bergin immerhin noch als J.D. aus "Baywatch" kennen kann, haben seine Kollegen so tolle Titel wie "Transmorphers" als bisherige schauspielerische Erfahrungen aufzuweisen. Und genau das merkt man dem Film während jeder Sekunde an: Alles wirkt extrem billig und schlecht gemacht. Die Handlung selbst ist (dadurch, dass sie zum Großteil von "Star Force Soldier" geklaut ist) zum Teil noch ganz interessant, wird aber auf Dauer extrem langweilig, da nicht wirklich viel passiert. Die CGI-Effekte sehen bestenfalls wie von einem schlechten, detailarmen Computerspiel aus. In einigen Szenen hingegen sogar so unfertig wie die Concept-Animations, die man manchmal im Bonusmaterial großer Produktionen sieht. Das Schauspiel bewegt sich auf einem ähnlich tollen Niveau (was durch die extrem amateurhafte Synchronisation, in der selbst gestandene Männer sich wie quäkige 20-Jährige anhören, noch verschlimmert wird), zumindest Michael Bergin und Amy Weber liefern aber solides TV-Niveau ab. Das ändert allerdings auch nichts an der Tatsache, dass man "Starforce" weder gesehen haben noch auf DVD besitzen muss. Im Übrigen hat das Cover mal wieder rein gar nichts mit dem Film selbst zu tun und der an "Starship Troopers" erinnernde Soldat, der darauf abgebildet ist, stammt - wie mittlerweile bei einigen Labels wohl üblich - ebenfalls nicht aus dem Streifen.
Digitale Aufarbeitung:
"Starforce" liegt auf DVD als nicht anamorpher Transfer im Format 1,85:1 vor. Das Bild hinterlässt einen extrem schwachen Eindruck und unterbietet sogar noch das, was man mittlerweile von typischen 80er- und 90er-Jahren-TV-Serien gewohnt ist. Der Transfer rauscht sehr stark, die Farben sind blass und verwaschen und nach Schärfe oder gar Details braucht man gar nicht erst zu suchen. Der Ton liegt sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch in Stereo vor, die deutsche Fassung gibt es zudem als 5.1-Upmix. Letzterer bietet allerdings keinerlei Vorzüge gegenüber seinem Stereo-Pendant und klingt sogar noch etwas schwächer, weil druckloser. Insgesamt sind beide deutschen Tonspuren der englischen Stereofassung deutlich unterlegen. Während bei der Originalversion alles gut verständlich und einigermaßen klar klingt, hört sich bei der deutschen Fassung alles etwas dumpf und vernuschelt an.
Als Bonusmaterial gibt es lediglich den Trailer zum Film.
Fazit:
"Starforce" ist eine wenig gelungene C-Movie-Kopie von Kurt Russels "Star Force Soldier". Zwar können die beiden Hauptdarsteller von ihren Leistungen her gerade noch TV-Niveau abliefern, sowohl der restliche Cast als auch die Story und vor allem die Effekte sorgen aber restlos dafür, dass man den Film lieber gleich links liegen lassen sollte. Diesen Eindruck unterstützen auch die extrem schlechte technische Qualität der DVD sowie das so gut wie nicht vorhandene Bonusmaterial.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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86:48 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine Untertitel vorhanden. |
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Bonusmaterial:
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Starforce
Starforce
Langweiliges C-Movie mit extrem schlechten Effekten
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2000 Regie: Cary Howe, Tony Kandah Drehbuch: R.C. Rossenfier Darsteller: Michael Bergin, Amy Weber, Vernon Wells, Andy Garrison, Nicholas Worth
Label :
WGF Verkaufsstart : 26.08.2010
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