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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - Eleonore

Story:
Irgendwann im Mittelalter: Der wohlhabende Gutsherr Richard (Michel Piccoli) liebt nichts so sehr wie seine Frau Eleonore (Liv Ullmann), doch ist diese nach einem Reitunfall schwer verletzt und liegt im Sterben. Als der Tod schließlich eintritt, heiratet Richard kurzentschlossen aus Trotz und zur Ablenkung Catherine (Ornella Muti), die schöne junge Tochter eines reichen Vasallen. Die Jahre vergehen und die beiden bekommen Kinder, doch Richard kann die einstige Geliebte nie vergessen. So ist es kein Wunder, dass er irgendwann einen Pakt mit dem Teufel eingeht, der ihm Eleonore ins Leben zurückbringt. Doch diese ist nicht mehr so, wie sie einmal war.

Meinung zum Film:
Das Mittelalter, um das Jahr 1340 herum: Richard ist glücklich mit Eleonore verheiratet und liebt seine Frau von Herzen. Doch Verzweiflung macht sich breit, als die Geliebte beim Reiten von ihrem Pferd stürzt, das daraufhin auch noch auf sie fällt. Schwer verletzt wartet sie auf ihren Tod und selbst der eigens hinzugezogene Arzt, den Richard extra aus der Ferne hat kommen lassen, kann ihr mit seinen armseligen Methoden (die sich aufs Aderlassen und das Ankündigen einer "Operation" beschränken) nicht weiterhelfen. So kommt es kurz darauf dazu, dass Eleonore tatsächlich stirbt, was ihren Mann völlig aus der Fassung bringt. Um nicht in seinem Unglück unterzugehen, heiratet er kurzentschlossen die schöne junge Catherine, eine Vasallentochter. Da diese noch sehr jung ist, macht er damit weder ihren schockierten Vater glücklich noch sich selbst, denn die neue Gefährtin erinnert ihn nur noch umso mehr daran, dass er Eleonore nicht mehr an seiner Seite hat. Vor Verzweiflung reitet er gar in die Wildnis hinaus und ruft in die Leere, dass er seine Seele dem Teufel anbiete, wenn dieser ihm Eleonore zurückbrächte, doch nichts geschieht.

Die Jahre vergehen und bei Richard und Catherine hat sich mittlerweile Nachwuchs eingestellt - doch nichts hat die Qualen von Richard gemildert. Es gibt zwar einmal einen kurzen Augenblick, in dem man so etwas wie Glück sieht, aber Richard sieht das nur als Verrat an seiner Eleonore - und das Wissen, dass er wieder glücklich sein könnte, wenn er denn nur wollte, macht ihm noch mehr zu schaffen. Als er eines Tages seine schlafenden Söhne beobachtet, wird die Verzweiflung gar so groß, dass er sich von Catherine zurückzieht und sich im einstigen Zimmer von Eleonore einrichtet. Doch auch dies ist ihm irgendwann nicht mehr genug und in seinem Wahn beschließt er, ins Grab der Geliebten zu ziehen. Irgendwann sucht er wieder die Stelle auf, an der er einst seine Seele dem Teufel versprach - und diesmal wartet dieser tatsächlich auf ihn. Sie machen ein Geschäft und Eleonore kehrt ins Leben zurück. Doch um überleben zu können, muss sie sich vom Blut kleiner Kinder ernähren.

"Eleonore" erscheint als erster Teil der Reihe "Vergessene Historienfilme", was eine etwas seltsame Wahl des Labels ist, da der Film in erster Linie ein Horrorfilm ist - der eben zufällig in einem mittelalterlichen Setting spielt. Die Geschichte basiert auf Motiven aus Ernst Raupachs Novelle "Lasst die Toten ruhen", die im englischen Sprachraum - aus welchen Gründen auch immer - fälschlicherweise Ludwig Tieck zugeschrieben wird, der deshalb auch im Vorspann genannt wird. Prinzipiell handelt es sich um einen durchaus gelungenen Film, der aber ein großes Problem hat: Er lässt sich nicht richtig einordnen. Für typische Vampir- oder Horrorfans gibt es zu wenige Splatterelemente (zumal nie wirklich gesagt oder gezeigt wird, dass Eleonore ein Vampir ist - sie zeigt aber die typischen Anzeichen), für Fans von "romantischen Vampirfilmen" ist die Liebesgeschichte zu brutal und dramatisch. Und Zuschauer, die in erster Linie Historienfilme mögen, sind hier schon ganz an der falschen Stelle. Dennoch hat die Story einen gewissen Reiz, der durch die gelungenen Aufnahmen und die guten darstellerischen Leistungen untermauert wird. Zur intensiven Atmosphäre tragt zudem die wie immer stimmige Musik von Ennio Morricone bei.

Digitale Aufarbeitung:
Laut Coverangabe wurde "Eleonore" digital restauriert und entweder ist dies tatsächlich der Fall oder man konnte ein sehr gutes Master auftreiben. Die Farben wirken kräftig und natürlich und auch die Schärfe weiß zu gefallen, indem sie auch bei größeren Betrachtungsflächen noch einige Details zeigt, obwohl der Transfer nur im Letterbox-Format und nicht anamorph vorliegt. Dropouts und Verschmutzungen treten nur in extrem geringem Ausmaß auf, allerdings sind das sehr starke Rauschen und die häufigen Helligkeitsschwankungen etwas unschön. Der Ton liegt auf Deutsch und Spanisch in Mono vor und bietet keine Überraschungen. Die Dialoge sind klar verständlich, wenn auch - besonders im Deutschen - etwas dumpf und die Musik von Morricone entfaltet auch in dieser systembedingt schwachen Umgebung ihre Wirkung.

Bonusmaterial ist nicht vorhanden.

Fazit:
"Eleonore" ist ein untypisches Horrordrama, das wohl am ehesten mit Genrevertretern wie "So finster die Nacht" verglichen werden kann. Allerdings hat der Film das Problem, dass er sich - besonders aufgrund des mittelalterlichen Settings - nicht wirklich gut einordnen lässt und weder dem typischen Vampir- noch dem typischen Historienfan das liefert, was er erwartet. Als Horrorinteressierter sollte man trotzdem mal einen Blick riskieren. Die DVD zeigt den Film in technisch gelungener Qualität, Bonusmaterial ist allerdings nicht vorhanden.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,85:1
1,85:1
94:09 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Spanisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • -
Eleonore - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Eleonore
Leonor

Bild unseres Mitarbeiters Jano Rohleder
Schlecht zuzuordnendes, aber gelungenes Horrordrama


Autor der Besprechung:
Jano Rohleder

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Spanien / Frankreich / Italien, 1975
Regie:
Juan Luis Buñuel
Drehbuch:
Roberto Bodegas,Juan Luis Buñuel
Darsteller:
Michel Piccoli, Liv Ullmann, Ornella Muti, Antonio Ferrandis, José María Prada

Label Deutschland :
Voulez Vous Film
Verkaufsstart Deutschland :
10.09.2010