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Kino-Besprechung - Mammuth
Story:
Serge Pilardosse, genannt Mammuth (Gérard Depardieu), geht in Rente, nachdem er 10 Jahre lang in einer Großschlachterei gearbeitet hat. Schon nach einem Tag dreht er aus Langeweile fast durch. Da ihm für die Rente noch einige Bescheinigungen früherer Arbeitgeber fehlen, überredet seine Frau ihn, sich auf die Reise zu machen und diese Unterlagen selbst einzufordern. Serge macht sich auf den Weg, doch der gutmütige Riese muss dabei viele Demütigungen einstecken. Gleichzeitig ist es ein Weg in seine Vergangenheit, der in ihm die Erinnerung an seine erste große Liebe (Isabelle Adjani) aufweckt.
Meinung zum Film:
„Mammuth“ ist der vierte gemeinsame Spielfilm von Benoît Delépine („Louise hires a Contract Killer“) und Gustave Kervern („Louise hires a Contract Killer“), die sich wie üblich die Aufgaben des Regisseurs und Drehbuchschreibers teilen. Außerdem sind sie bei diesem Film als Produzenten tätig und Kervern hat auch noch eine kleine Nebenrolle übernommen. Kennen gelernt hatten sich die beiden 1999 beim französischen Fernsehen.
Ganz klar im Mittelpunkt dieses Films steht sein Hauptdarsteller Gérard Depardieu („Nathalie – Wen liebst Du heute Nacht?“), der den angehenden Rentner Serge „Mammuth“ Pilardosse spielt. Wie üblich verleiht er seiner Figur große Präsenz. Am ersten Tag seines Rentnerdaseins zum Beispiel stapft er in seiner Wohnung wie ein Raubtier im Käfig hin und her. Depardieu war auch von Anfang an die Wunschbesetzung für diese Rolle. Seine Frau Catherine wird von Yolande Moreau („Louise hires a Contract Killer“) gespielt, eines der vielen Mitglieder von Cast und Crew, die auch schon vorher mit Delépine und Kervern zusammengearbeitet hat. Sie macht ihre Rolle sehr gut, man würde sich wünschen, mehr von ihr im Film zu sehen. Isabelle Adjani („Das Auge“) hat als Serges Geliebte Yasmine eine eher kleine Rolle, da sie nur in Erinnerungen und Träumen kurz auftaucht. Von einem ihrer inzwischen seltenen Filmauftritte hätte man sich mehr erhofft, hat sie doch seit den Neunzigern nur noch in fünf Filmen mitgespielt.
Der Film ist voller überraschender Wendungen, wie man sie wohl selten bei einem Hollywoodfilm finden würde. Zum Beispiel Serges Wiedersehen mit seinem Cousin verläuft wohl deutlich anders als man es erwarten würde. Zum Teil driften diese Wendungen schon ins Bizarre oder sind eher schwarzhumorig. Immerhin merkt man den beiden Filmemachern an, dass sie während ihrer Fernsehzeit beide für diverse Sketchshows gearbeitet und sich damit einen Sinn fürs Timing erworben haben. Umgekehrt hat der Film dadurch allerdings auch etwas episodenhaftes.
Fazit:
„Mammuth“ ist ein französisches Roadmovie, das sich vor allem auf seinen Star Gérard Depardieu konzentriert. Der Film liefert einige überraschende Wendungen, ist aber eher von einem oft bizarren Humor gekennzeichnet und nicht ganz so locker-flockig, wie er vielleicht im ersten Eindruck erscheinen mag.
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Mammuth
Mammuth
Ein Mann auf der Suche nach seiner Vergangenheit
Autor der Besprechung:
Martin Asbach
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Frankreich, 2010 Regie: Gustave Kervern und Benoît Delépine Drehbuch: Gustave Kervern und Benoît Delépine Darsteller: Gérard Depardieu, Yolande Moreau, Isabelle Adjani, Miss Ming, Anna Mouglalis, Benoît Poelvoorde, Albert Delpy, Gustave Kervern, Bernard Geoffrey
Verleiher:
X Verleih
Kinostart : 16.09.2010
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